Roman Polanskis Version der klassischen Shakespeare-Tragödie über einen Feldherrn, dem von drei Hexen prophezeit wird, er werde bald König von Schottland sein, und der zusammen mit seiner ehrgeizigen Frau über Leichen geht, um dieses Ziel und noch viel mehr zu erreichen, ist ein düsteres Epos um Machtgier und zeigt Gewalt auf explizite Weise. Bei ihrer Premiere 1971 wurde die als blutrünstig empfundene «Macbeth»-Verfilmung kontrovers aufgenommen und vielfach mit dem brutalen Mord an Polanskis Ehefrau Sharon Tate zwei Jahre zuvor in Verbindung gebracht. Dieses Gewaltverbrechen mag zwar zur Wahl des Stoffes beigetragen haben («Macbeth» war der erste Film des Regisseurs nach Sharon Tates Ermordung durch den Manson-Clan), doch die Umsetzung war laut Polanski lediglich dem Charakter des Stücks geschuldet. So ist denn «Macbeth» in Roman Polanskis Bearbeitung äusserst werk- und wortgetreu ausgefallen und gilt heute als (filmische) Adaption, die dem Geist der Entstehungszeit am ehesten entspricht. Ein «blutiges Meisterwerk» (Roger Ebert) in beeindruckenden Bildern und satten Farben, das seinerzeit als nicht jugendfrei eingestuft wurde.
musst ich schauen in die schule... mit heksen und träumen... starke story natürlich, glaubwürdig gebracht - klasse polanski