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The Good Shepherd - Interview

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Aka Titel:Der gute Hirte
Land (Jahr): USA (2006)
Genre:Drama, Film-Noir, Romance, Thriller
Filmlänge:167min
Regie:Robert De Niro
Kinostart:22.02.2007
 04.07.2007 (Romandie)
 20.04.2007 (Tessin)

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Cast:
Matt Damon
Robert De Niro
Angelina Jolie
Joe Pesci
Douglas J. Aguirre
Jeff Applegate
Rob Armstrong

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Matt Damon: «Wir hatten keine Insider-Informationen.»

Der 36-Jährige über die Recherchen zur CIA und das beste Arbeitsjahr, das er je hatte.

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Matt Damon, es ist ein sehr interessanter Film und ihre Figur hat mich besonders fasziniert. Es muss hart sein, über den ganzen Film hinweg fast keine Emotionen zeigen zu dürfen. Erzählen Sie.
Ja, am Anfang war es schon ziemlich hart. Mit der Zeit wurde es allerdings etwas einfacher. Es hat mir auch sehr geholfen, dass Robert De Niro der Regisseur war. Er konnte mir genau sagen, was er von mir sehen wollte, weil er ja selbst auch Schauspieler ist. Ich habe mich von Anfang an in guten Händen gefühlt und wir haben auch über jedes Detail zusammen gesprochen. Ich hatte das Gefühl, dass er die ganze Performance gut überwachte und das hat mich sehr beruhigt und mir bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Was halten Sie von diesen Männern, von denen Sie einen darstellen? Sie hatten ja ein faszinierendes Leben, aber konnten es mit niemandem teilen. Sind Sie damit einverstanden, dass das eines der Probleme ist, die uns der Film aufzeigen will?
Ja, ich glaube schon. Wenn man nur schon die Situation in der Familie der Hauptperson betrachtet. Er kann mit seiner Familie nie über seinen Job sprechen. Das ist schon hart und hat bestimmt auch einen Einfluss auf die Beziehung.

Es ist sehr interessant, wie viel für diesen Film über die CIA herausgefunden wurde. Denken Sie, dass Sie als grosser Star einfacher an solche Informationen kommen?
Nein, ich glaube nicht. Alle Informationen, die wir verwendet haben, kann man sich auch in einer Bibliothek holen. Die Zeit, als die CIA entstanden ist, ist sehr gut dokumentiert und es wurden viele Biografien über diese Leute geschrieben, die damals dabei waren. Es sind historische Persönlichkeiten. Wir hatten also keinen speziellen Zugang zur CIA selbst. Den einzigen Zugang hatten wir über Milt, unseren technischen Berater, der lange Zeit für die CIA gearbeitet hat und ein immenses Wissen darüber besitzt. Das war natürlich sehr hilfreich. Er weiss auch über die damalige Zeit bestens Bescheid. Aber kurz gesagt: Wir hatten keine Insider-Informationen, die sind zugänglich für jedermann.

Ihre letzten beiden Filme haben Sie mit Martin Scorsese (The Departed) und jetzt mit Robert De Niro gemacht. Ist das nicht etwas ganz Spezielles?
Ja, auf jeden Fall! Das war definitiv das beste Arbeitsjahr, das ich je hatte. Mit ihnen beiden hatte ich zwei tolle Regisseure und auch grossartige Rollen, in denen ich mich voll entfalten konnte. Es war wirklich ein tolles Jahr.

[Matt Damon wurde interviewt von Portmann Media]

Angelina Jolie:«Um meinen Mund zu decken, braucht es nun mal viel Lippenstift.»

Die UN-Botschafterin musste für einmal die Unwissende spielen.

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Angelina, es ist ein Vergnügen, Sie zu treffen. Wir sprechen heute über einen speziellen Film, in dem Frauen die Konsequenzen ertragen müssen, die das Geheimdienstleben ihres Mannes mit sich bringt. Es muss faszinierend gewesen sein, darüber zu recherchieren und mit solchen Frauen zu sprechen...
Es war sehr schwierig, diese überhaupt aufzuspüren, weil sie sehr zurückgezogen leben. Aber es war faszinierend und manchmal auch herzzerreissend. Ich finde, es ist sehr schwierig, die Frau von jemandem zu sein, der in einem Geheimdienst arbeitet - speziell beim CIA - wo dein Mann nichts von dem mit dir teilen kann, was er erlebt. Aber ich glaube, dass alle Frauen, die mit solchen Männern verheiratet sind, dieses Opfer halt bringen müssen, wenn die ganze Familie für das Vaterland lebt. Das ist zwar schön, kann die Familie aber doch ziemlich stark beeinflussen.

Mir ist aufgefallen, dass diese Aufopferung in ihrer Darstellung im Film sehr stark spürbar war. Wie sehr hat Ihnen dabei die physische Veränderung mit Make Up-Schatten im Gesicht geholfen? Oder wie haben Sie es angestellt, dass sie älter und verbrauchter aussehen?
Nun, wir haben mit allem ein wenig gearbeitet. Wir haben verschiedene Belichtungsvarianten und Make Up eingesetzt, um mich älter und vom Leben gezeichnet erscheinen zu lassen. Ich habe dann auch als Schauspielerin mein Bestes gegeben, damit man mir das auch abnimmt und spürt, was im Inneren meiner Figur abgeht. Das musste dann mit dem Kostüm, dem Make Up und allem anderen einfach zusammenpassen.

Ich bin fasziniert vom Thema, welches der Film behandelt. Es muss unglaublich viel Zeit gekostet haben, all diese Recherchen zusammenzutragen. War es für Sie als grosser Star einfacher, an diese Informationen über die CIA heranzukommen?
Nun, ich habe unabhängig von diesem Film schon viel über dieses ganze System gelernt, was andere vielleicht nicht sehen. Vor allem auch, weil ich viel im Ausland unterwegs bin. Aber für diesen Film habe ich mich nicht mit der CIA getroffen, weil meine Figur ja auch nichts darüber weiss (lacht). In diesem Film konnte ich halt nicht mit den Jungs spielen, sondern musste die stille Hausfrau sein...

Sie sind in viele humanitäre Projekte involviert und informieren sich selbst auch ganz genau, was auf der Welt abläuft. Ist es eine Befriedigung für Sie, dass Sie als Prominente die Öffentlichkeit auf Probleme aufmerksam machen können, oder ist es frustrierend, dass es so viele Probleme gibt?
Nun, ein bisschen von beidem. Allerdings dürfen wir nie frustriert sein, sondern müssen einander die Hände reichen und zusammenarbeiten. Wir müssen alle unseren Teil dazu beitragen, um eine bessere Welt zu erschaffen. Momentan konzentriere ich mich sehr auf die Rechte der Menschen in der dritten Welt und was sie wirklich brauchen. Es reicht nicht, wenn wir einfach Essen in diese Regionen schicken. Wir müssen den Menschen helfen, ein funktionierendes Rechtssystem auf die Beine zu stellen und den Teufelskreis des Elends stoppen.

Meine letzte kurze Frage betrifft Ihren knallroten Lippenstift aus dem Film...
Nun, ich weiss, worauf Sie hinauswollen. Um meinen Mund zu decken, braucht es nun mal viel Lippenstift (lacht). Bei rotem sieht es dann allerdings schon etwas komisch aus. Aber ich glaube, jede Frau mag manchmal roten Lippenstift. Es ist dann allerdings hart, einen Mann zu küssen, weil man sein ganzes Gesicht verschmiert (lacht).

[Angelina Jolie wurde interviewt von Portmann Media]

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