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180° - Wenn deine Welt plötzlich Kopf steht
Das ist seit langem der schlechteste Film, den ich geschaut habe. Das einzig schöne daran ist die Musik, die jedoch bald penetrant wirkt, weil sie fehlende Handlung untermalen soll. Denselben Effekt hatte ein anderer Schweizer Film; Snow White. Wieso tendieren Schweizer Werke immer zu dieser kitschigen Melodramatik? Und wieso kann in keinem Schweizer Film richtiges Schweizerdeutsch gesprochen werden? Macht es doch nächstes Mal NUR noch mit Türken und Deutschen, dann fällt es nicht so auf!
12.10.2010
Buddenbrooks
Inmitten vom Textil- und Bühnenbildwahn stechen die charmanten, tiefgründigen Blicke von Fedja (Hermann Hagenström) wirklich heraus. Sein subtiles, zurückhaltendes Spiel macht Lust auf mehr. Neben Mueller-Stahl und Raban Bieling wirklich die interessantesten schauspielerischen Darbietungen in diesem ansonsten zerhackt und arg gekürzt wirkenden Film.
10.03.2009
Pride and Prejudice
Kann den Film nur empfehlen, das beste, was ich seit langem gesehen habe. Leider ist der Soundtrack ein bisschen eintönig.
01.11.2005
Miffo
Die Geschichte veranschaulicht die fehlende Nachfrage nach Religion in der heutigen, zivilisierten Welt.
Eigentlich sollte es wohl ein Film der Kontraste sein: Arm/reich, Religiös/Atheistisch, Gesund/Gelähmt etc. aber es bleibt leider bei den Klischees und die wurden allesamt schon zur Genüge abgehandelt.
Schön wäre gewesen, wenn die Geschichte mal einen unvorhersehbaren Verlauf genommen hätte. Zb. wenn das Rollstuhlmädchen auf einmal hätte laufen können... oder der Himmel auf die Erde gefallen wäre.; -)
20.12.2004
Ocean's Twelve
Hey, bin ich die einzige, die irgendwo zwischen sinnloser Beschattung von Zeta-Jones und Patron-Protégé-Heini-Apéro auf Segelschiff den Faden verloren hat? Ich hab soo viele offene Fragen, wie zb.:
- Wieso haben Ocean und seine Leute auf einmal Angst von Benedict?
- Wieso sollten sich Gauner, die bei einem Coup 160 Mio. stehlen konnten, ein blödes Dokument im Wert von 2. 5 Mio. klauen? Da ist auch die Aussicht, auf einen 25 Mio-Auftrag keine Erklärung?!
- Jeder Hydraulik-Fachmann greift sich an die Birne, wenn er die Trägerinstallation unter dem Haus in Amsterdam sieht -> so eine Installation kostet allein schon über 2. 5 Mio!!! Rentabilität hallo?? (und in zwei Tagen lässt sich sowas nie und nimmer UNAUFFÄLLIG installieren)
- Wieso petzen Clooney und Pitt bei LeMarc? Wo sie doch sonst so cool sind? Doch von NightFox' Aufgabe überfordert?
- Wieso und wie kann Damons/Linus' Mutter ihn aus dem Gefängnis retten?
Das nur die logischen Patzer, die mir etwas undurchsichtig waren.
Alles in allem halt doch mehr ein Ballett voller Primaballerinas die sich gegenseitig die Filmminuten streitig machen. Mehr als überflüssig viele Drehorte und stumpfsinnige, viel zu lange Dialoge, die mehr wehtun, als zum lachen bringen.
Normalerweise würde ich mir einen Film, den ich nicht verstanden habe, ja nochmal angucken, aber ich glaube, hier gibt es nichts zu verstehen, ausser, dass irgendwelche Schauspieler einmal ihre Eitelkeiten ausleben konnten und dabei noch Geld gekriegt haben (wieso unterstütze ich das noch mit einem Kinobesuch???).
Fazit: Schlimmer als Chicago.
20.12.2004
The League of Extraordinary Gentlemen
Dass die Namen der "Liga-Mitglieder" nicht zufällig die von längst bekannten Romanhelden sein konnten, checkte ich erst, als Nemo ins Spiel kam, bzw. sogar erst, als er die Nautilus präsentierte. Vorher hielt ich es für einen Witz (Quatermain?). Und ehrlich gesagt jetzt noch vielmehr. Die Geschichte wäre viel glaubwürdiger geworden, wenn sie einfach IRGENDWELCHE Leute mit speziellen Talenten zusammengewürfelt hätten.
Stattdessen hat man existierende Charakteren verbogen und verfälscht, damit sie sich - höchst unbefriedigend - in ein Konzept eingliedern. Die Geschichte wirkt wie ein dickes Ölgemälde auf Seidenpapier aufgetragen. Es wimmelt von langweiligen, viel zu langen Zwischensequenzen, alles ist an den Haaren herbeigezogen.
Positiv finde ich nur die beeindruckenden Kulissen, die detailgetreuen, aufwändigen Dekors und die Kostüme. Dafür hätte der Film sicher einen Oskar verdient.
27.10.2003
Kill Bill: Volume 1
Zuerst wusste ich nicht, ob ich ihn mir ansehen soll (das Filmplakat mit dem gelben Jogginganzug hat mir nicht gefallen) aber als ich die Geschichte las: "Wird hochschwanger fast zu tode geprügelt, erwacht nach vier Jahren aus dem Koma als sie gerade vergewaltigt werden würde... " da fand ich, soviel Kreativität sollte mit einem Besuch belohnt werden.
Und tatsächlich - der Film war hochamüsant. Vorausgesetzt, man mockiert sich nicht über literweise spritzendes Blut, abgehackte Körperteile und unwahrscheinliche Kunststückchen... sondern freut sich einfach mal über einen frischen, andersartigen Stil. Ausserdem fand ich die japanische Szenerie authentisch umgesetzt (war selber dort) und die abwechslungsreichen Filmstile (von Pop-Video bis Spaghetti Western) sehr unterhaltend!
13 Franken kann man blöder ausgeben!
27.10.2003
I Am Dina
Inmitten einer bezaubernden Landschaft spielt diese dramatische Geschichte von Tod, Liebe, Sehnsucht, Leidenschaft und dem verzweifelten Versuch, nicht einsam zu sein. Dina, gespielt von Maria Bonnevie, ist eine beeindruckende Persönlichkeit, mit beinahe übernatürlichen Fähigkeiten, die ein eisiges Feuer in ihren blassen Augen trägt.
Ein faszinierendes Werk, das nicht zuletzt auch durch die norwegische Szenerie und das Zusammenspiel zumeist uns unbekannter SchauspielerInnen fesselt. Man bedenke: Ein Film, bei welchem selbst Gérard Depardieu bereit ist, eine Nebenrolle zu spielen, muss einfach ein Meisterwerk sein.
11.09.2003





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