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Le gamin au vélo
Director: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Cast: Thomas Doret, Cécile De France, Jérémie Renier

Les amours imaginaires
Director: Xavier Dolan
Cast: Xavier Dolan, Niels Schneider, Monia Chokri

Na Putu - On the Path
Director: Jasmila Zbanic
Cast: Mirjana Karanovic, Jasna Beri, Leon Lucev

A Single Man
Director: Tom Ford
Cast: Colin Firth, Julianne Moore, Nicholas Hoult

The Dust of Time
Director: Theodoros Angelopoulos
Cast: Willem Dafoe, Bruno Ganz, Michel Piccoli

Milk
Director: Gus Van Sant
Cast: Sean Penn, Emile Hirsch, Josh Brolin
So bewegt geht mann nur selten aus dem Kino...

XXY
Director: Lucía Puenzo
Cast: Ricardo Darín, Valeria Bertuccelli, Germán Palacios

You, the Living
Director: Roy Andersson
Cast: Jessika Lundberg, Elisabeth Helander, Björn Englund

Le scaphandre et le papillon
Director: Julian Schnabel
Cast: Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner, Marie-Josée Croze, Emma de Caunes

I'm Not There
Director: Todd Haynes
Cast: Cate Blanchett, Ben Whishaw, Christian Bale

The Band's Visit
Director: Eran Kolirin
Cast: Sasson Gabai, Ronit Elkabetz, Saleh Bakri

4 Months, 3 Weeks and 2 Days
Director: Cristian Mungiu
Cast: Anamaria Marinca, Laura Vasiliu, Vlad Ivanov

Le Fils de l'épicier
Director: Eric Guirado
Cast: Nicolas Cazalé, Clotilde Hesme, Jeanne Goupil

Persepolis
Director: Vincent Paronnaud, Marjane Satrapi
Cast: Chiara Mastroianni, Catherine Deneuve, Danielle Darrieux

Auf der anderen Seite
Director: Fatih Akin
Cast: Nurgül Yesilçay, Baki Davrak, Tuncel Kurtiz

Tarnation
Director: Jonathan Caouette
Cast: Renee Leblanc, Jonathan Caouette, Adolph Davis

2 Days in Paris
Director: Julie Delpy
Cast: Julie Delpy, Adam Goldberg, Daniel Brühl

Je vais bien, ne t'en fais pas
Director: Philippe Lioret
Cast: Mélanie Laurent, Kad Merad, Isabelle Renauld

L'homme de sa vie
Director: Zabou
Cast: Charles Berling, Bernard Campan, Léa Drucker

Babel
Director: Alejandro González Iñárritu
Cast: Mahima Chaudhry, Cate Blanchett, Brad Pitt

Das Fräulein
Director: Andrea Staka
Cast: Mirjana Karanovic, Marija Skaricic, Ljubica Jovic

The Wind That Shakes the Barley
Director: Ken Loach
Cast: Cillian Murphy, Padraic Delaney, Niall McCarthy

Volver
Director: Pedro Almodóvar
Cast: Penélope Cruz, Carmen Machi, Pilar Castro

Brokeback Mountain
Director: Ang Lee
Cast: Heath Ledger, Jake Gyllenhaal, Randy Quaid
Happy Brokeback Mountain Day! 1997-2012
Happy Brokeback Mountain Day! Liebe Grüsse
Brokeback Mountain Day 13. 10. 1997 - schon wieder ein Jahr vorbei... viele Grüsse und gute Erinnerungen!
Taking Woodstock schon angeschaut, liebe Brokies? Ang Lee erzählt die Geschichte des charmanten, einfach "gmögigen" Elliot Teichbergs. Und ja, nebenbei passiert Woodstock...; -) Beste Grüsse
In die Kinos, "Brokies"! Ergreifend! http: //www. filminfocus. com/focusfeatures/film/milk/
Brokeback Mountain Day 13. 10. 1997 - "You bet... " - diesen Jahrestag kann ich natürlich nicht verstreichen lassen, ohne hier vorbeizuschauen; -))) Ich grüsse alle Brokies herzlich und bin mir sicher, dass ihr ein vergnügliches Treffen hattet. Alles Gute und schöne BBM-Forum-Erinnerungen... M
Dir Hai Son und allen anderen "Brokies" ganz herzliche Grüsse... "I completely live in the now, not in the past, not in the future. " Heath Ledger
HAPPY BIRTHDAY, vor genau 10 Jahren erschien die Kurzgeschichte. Erfreulicherweise ist hier das Lagerfeuer immer noch nicht ganz ausgegangen: -) Ich grüsse alle vom Forum ganz herzlich! Und die, die noch auf Mail von mir warten, sorry, ich melde mich bald. LONG LIVE BBM!
Liebe Brokies Auch ich komme noch einmal zurück ans Lagerfeuer und danke ganz herzlich denjenigen, die in letzter Zeit mitgewirkt haben, den 10'000er-Berg zu erklimmen. Und was für tolle Beiträge hier im Schlussspurt! (*AusnahmenbestätigenbekanntlichdieRegel*; -)) Ich schreibe um mich zu verabschieden. Es war eine wunderbare Erfahrung, mit Euch über den Film, das Buch und vieles mehr zu diskutieren. Den Zirkel habe ich enorm genossen, Bücher kennen und schätzen gelernt, die ich sonst vielleicht verpasst hätte. Ich gebe zu, Brokeback Mountain ist bei mir wieder etwas in den „ Hintergrund" gerückt, neue Filme und Bücher warten entdeckt zu werden. Doch eines ist klar: Brokeback Mountain, Jack und Ennis werden immer ein Teil meines Lebens sein - und das Cineman-Forum mit Euch, liebe Brokies werde ich nie vergessen! ALLES GUTE!
Ab jetzt heissts täglich 1 h üben üben üben *zwinkerone* Über das Notenheft bin ich zufällig gestolpert, in einem Laden. Aber ich habe kurz bei buch. de nachgeschaut: http: //www. buch. de/shop/Buecher/suchartikel/brokeback_mountain_music_from_the_motion_picture_soundtrack/ISBN1-4234-1271-0/ID13880820. html? jumpId=554921 Obs die gleiche Ausgabe ist, weiss ich allerdings nicht... Im Hintergrund läuft bei mir gerade CNN, ähnlich wie bei der WM würd ich jetzt gerne reintippen 1: 0 2: 0 3: 0: -) (für die Demokraten; -)) Aber bis jetzt gibts noch nicht viel zu schreiben... Allen eine schöne Woche!
Na dann will ich Dich nicht ohne Antwort warten lassen. Danke für Deine Rückmeldung, freut mich! Ja, die Opern-Dikussion habe ich auch verpasst... Hab noch einiges nachzulesen; und zudem den Zirkel nicht vergessen!!!...; -)
Liebe Leute, will mich auch wieder einmal melden, komme leider in letzter Zeit nicht häufig dazu, das Lagerfeuer zu besuchen... Kurz noch dies: Bei mir hat erneut das BBM-Virus zugeschlagen. Habe ein Notenheft für Klavier mit der Filmmusik entdeckt und habs gleich bestellt - obwohl ich schon mehrere Jahre keine Taste mehr angerührt habe... *!?!?!? * Tja, kann man wohl einfach nichts machen...; -) Grüsse an alle!
"Schön, Dich wieder mal zu lesen", gilt natürlich auch für Ralf!
liebe Brokies! Und HS, schön, wieder mal von Dir zu lesen...: -) Ich wünsche allen eine schöne Woche!
Wir passen schon gut auf dieses Feuerchen hier auf, Anna, oder?; -) Bis bald wieder, Grüsse an alle!
Endlich hab ich mir wieder einmal "unseren" Film angesehen. Haben wir hier schon mal über das Spiel Ang Lees oder des Kameramanns mit den Cowboyhüten gesprochen? Die Hüte verdecken teilweise oder sogar ganz die Gesichter von Jack und Ennis, die geschwungenen Hutlinien ziehen durchs Bild oder durchschneiden die ganze Leinwand bzw. den Bildschirm... Die Film Stills dazu finde ich enorm schön. Dieses Mal aufgefallen ist mir, wie brutal Ennis' Vater mit der Hand den dünnen Hals des kleinen Ennis würgt, damit er den gelynchten Earl ansehen muss. Und gleich danach am Lagerfeuer (nach der Reunion) die zärtliche Hand Jacks, wie sie Ennis die Wange streichelt... Ich meine auch, dass Jack nach Ennis' Scheidung mehr erwartet als bloss ein weiteres Wochenendtreffen wie üblich mit Ennis. Mindestens hätte er sich wohl einen Hinweis von Ennis gewünscht, dass sich künftig (ein wenig) was ändern könnte in ihrer Beziehung. Wie er dann zurückfährt und sich die Tränen aus den Augen wischt, sie abzuschütteln versucht, sich zusammenzureissen versucht, da geht wahrscheinlich ein Stück von Jacks Unbekümmertheit, Lebensfreude für immer verloren... Und was geht wohl Ennis durch den Kopf, als er sein vor Jahren verloren geglaubtes Hemd unter Jacks Hemd wiederfindet? Was gäb ich für Ennis' Gedanken! (Ich muss es einfach wiederholen, wie sehr mir die Idee mit den Hemden gefällt...) Der Wind, das Holzpferd, die Krähen, Alma jr. s "HE loves me. ", Yin und Yang und vieles mehr von dem, was Ihr hier geschrieben habt, ist mir natürlich wieder eingefallen: -) Brokeback Mountain hat uns ganz schön erwischt!; -) Gute Nacht an alle, werde dann morgen nachlesen...
Martin, ich meine schon, es ist ein Filmgenuss, auch wenn sehr schmerzliche Elemente drin enthalten sind... Zum Zirkel: Ich meine frühestens; -) Mitte November (wenn nicht noch etwas später) für Arenas Buch... vorher den Ochsen, nein "Sinn & Sinnlichkeit" noch reinzuschieben, finde ich okay...; -) Eine Freude, diese Deluxe-Ausgabe, welche cineman extra für unser Forum eingerichtet hat; -)) Grüsse an alle!
Ihr müsst mir unbedingt mitteilen, ob die Deluxe Edition zusätzliche Filmszenen enthält, die für die Kinofassung rausgeschnitten worden sind. Falls ja, werde ich auch gleich losrennen (oder doch besser online bestellen *?!?!?!? * Robert, hinterlasse doch Deinen von Dir beschenkten Freunden und Verwandten auf dem Anrufbeantworter gleich den Link auf unser Forum; -))) *fastrundumdieuhrkompetenterbbmservice* Grüsse an alle!
Liebe Zirkel-Freunde An das nächste Buch von Arenas werde ich mich so bald wie möglich ran machen. (Ich bin ja furchtbar in Rückstand...) Gegen "Maurice" habe ich selbstverständlich nichts einzuwenden, den Film kenne ich, das Buch noch nicht. Auch der Film "Sinn & Sinnlichkeit" würde mich freuen (nicht nur weil ich den Film schon gesehen wie auch das Buch darauf gelesen habe); -)))
Mit etwas reichlich Verspätung mein Zirkel-Beitrag: Lutz van Dijk: Verdammt starke Liebe Ich habe die cbt-Ausgabe ohne Rahmenhandlung erhalten, welche die Kommentare Stefan K. s und des Autors sowie die interessante Zeittafel enthält. Ein erster Gedanke: Wie unkompliziert leicht und schnell sich Stefan und Willi einander nahe gekommen sind, sich gefunden haben. Ich hatte mir das in jener Zeit viel schwieriger vorgestellt, mit viel Angst, Unsicherheit, Missverständnissen verbunden... „ Willi verdanke ich bis heute, dass ich meine Liebesgefühle von Anfang an als etwas Schönes erleben konnte“, schreibt Stefan K. Ich frage mich, war das ein Einzelfall oder ging man in jener Zeit vielleicht etwas „ unkomplizierter“ mit der (eigenen) Homosexualität um als in den folgenden Jahrzehnten?? Auch war offenbar allgemein bekannt, dass Schwule am Theater arbeiteten. Man wollte zwar nicht gross mit ihnen zu tun haben, wie Mikolaj rät, aber „ geduldet“ hatte man sie doch irgendwie, wie ich dem Buch zu entnehmen meine (ohne jedoch genauer darüber Bescheid zu wissen); bis dann die Verfolgung durch die Nazis begann... Auch Mikolajs Verhalten hat mich erstaunt. Dass Stefans Familie so positiv reagiert, ist Euch ja auch aufgefallen. Warum hat Stefan den Brief an Willi nicht vorsichtshalber nur mit S. unterzeichnet? Irgendwie eine sinnlose Frage, ich weiss... Das Buch wühlt auf, die Geschichte hat mich sehr bewegt, obwohl ich ja ahnte, was in den späteren Teilen des Buchs wohl kommen mag. Diese Grausamkeiten machen einem schier sprachlos. Wie konnte das alles bloss geschehen? Diese Frage lässt beim Lesen und auch nachher wohl niemanden los, genauso wie bei Uhlmanns Buch. Schlimm zu lesen, wie Stefan gefoltert wurde - schlimm, dass Folter noch 2006 ein aktuelles Thema ist! Und ebenfalls so unbegreiflich: Wieso wurde nach dem 2. WK der Paragraph 175 nicht abgeschafft, das Unrecht gegenüber Homosexuellen als solches nicht zur Kenntnis genommen, Homosexuelle als Opfer der Nazis nicht anerkannt und daraus folgend nicht rehabilitiert??? Nein Paragraph, „ Urteile“ aus der Nazi-Zeit wie auch Diskriminierung und Vorurteile blieben weiter bestehen. Aufgrund der Verbrechen in diesem Krieg hätte doch in allen Gesellschaften auch betreffend Homosexualität ein Umdenken stattfinden müssen! Ähnlich erging es den Fahrenden. In der Schweiz wurden sie noch bis in die 1970er/anfangs 1980er diskriminiert. Unglaublich: Ihnen wurden die Kinder „ entführt“, sie sollten „ umerzogen“ werden, dabei wurden die Kinder allzu oft misshandelt oder missbraucht! Ebenfalls ein finsteres Kapitel Geschichte (bspw. im Film „ Kinder der Landstrasse“ behandelt). Esther, Du hast Stefan K. schon zitiert: Es ist „ immer ein Verbrechen, Liebe zu bestrafen und Gewalt zu tolerieren. Allein umgekehrt macht es doch Sinn. “ Ein starkes Zitat, und ich bin wie Du empört, dass es immer noch passiert... Ihr habt noch darüber diskutiert, warum Stefan K. nicht nach Wien gefahren ist. Er hat so viel Leid, Grausamkeit, Irrsinn überlebt, vielleicht hätte er die „ eine schreckliche Wahrheit“, wie er im Nachwort schreibt, nicht mehr ertragen können. Dass er nach dieser Schreckenszeit lieber erstmals zu seinen Eltern und Geschwistern fährt, die offenbar den Krieg überlebt haben, ist für mich zudem sehr verständlich. Gut, dass dieses Buch den Weg in die Schulen gefunden hat und Stefan K. s Geschichte dank dem Buch, Stiftungen und Museen nicht vergessen geht...
Liebe Brokies Heute vor 9 Jahren ist die Kurzgeschichte in "The New Yorker" erschienen und alles hat seinen Anfang genommen - da muss ich mich doch kurz im Forum melden...; -))) SALUTONI!
aus "Paris, je t'aime" der Film natürlich; -))) Er besteht aus mehreren Kurzfilmen verschiedener RegisseurInnen, die jeweils in einem anderen Pariser Quartier spielen und von der Liebe handeln. Mir hats gefallen, es gibt einige charmante, bezaubernde, berührende Momente. Gus Van Sants Beitrag "Le Marais" hätt ich gerne dreimal so lange gehabt, Tom Tykwers Geschichte fand ich eine der besten! Zu Euren Filmtipps: "Hamam" finde ich auch ein sehr schöner Film, dessen Regisseur Ferzan Ozpetek muss man sich m. E. gut merken! Sein späterer Film "Le Fate ignoranti - Die Ahnungslosen" gehört zu meinen Lieblingsfilmen... Grüsse an alle!
Habs jetzt ENDLICH auch auf die italienische Site geschafft und wollte noch anfügen, dass sie mir sehr gefällt. Marina, hast du den Tipp gegeben? Grazie!
Robert, "Liebe auf den allerersten Blick", JA!, das hast Du sehr schön beschrieben. Als Zuschauer war ich sofort von den beiden und ihren Blicken gefesselt. Gut, ich hatte das Buch schon gelesen, kann sein, dass diese Szene nicht so intensiv wirkt bei jemandem, der kein Vorwissen hat... Wann werden sie sich bewusst, dass sie mehr als "nur eine Männerfreundschaft" verbindet? Im Buch finde ich, dass sie sich erst bei der Reunion nach 4 Jahren nichts mehr vormachen können, dass sie sich lieben. Im Film geschieht das m. E. schon bei der 2. Zeltnacht, obwohl sich Ennis später beim Verlassen des Brokeback Mountains doch wieder was vormacht... Daniel, Du bringst viel Interessantes mit ein, auf das ich mich das nächste Mal auch achten will... Grüsse an alle!
warst ein bisschen schneller; -), auch ein Gruss an Dich!
Martin, jetzt hast du mich erwischt, den Film "Das Leben und nichts anderes" von Bertrand Tavernier kenne ich nicht...; -) Dafür habe ich "Wie im Himmel" gesehen, Patricia & Marina, und er hat mir gut gefallen, einzig formal hab ich ein paar Einwände. Der Film ist m. E. wirklich sehenswert, NUR Patricia: "Der Club der toten Dichter" gefällt mir sehr gut!?!?!? *zwinkeroncinelli* Zum Zirkel: Martins Vorschlag war Reinaldo Arenas "Bevor es Nacht wird", habs schon gekauft aber noch nicht mit Lesen begonnen... Werner, danke fürs weitere Zitat. Wowi for President; -))) Bei uns gibts zwar (noch) keinen schwulen Stadtpräsidenten, dafür ist der "höchste Schweizer" (= der Nationalratspräsident - www. parlament. ch) schwul.: -) Danielle, doch, doch, hier war auch mieses Wetter, jetzt scheint aber wieder die SONNE - yeehaa!!!
Dieses verrückte Wetter! Ich hoffe, es hat auch bei Euch endlich aufgehört zu regnen... Gruss
Martin, nein, auf Reise war ich nicht, hatte einfach ein computerfreies Wochenende. Und das ist ab und zu auch gut so...; -))) Womit ich bei Wowereits Wiederwahl bin, über die ich mich auch sehr freue, Werner, sein neustes Zitat hab ich gleich gespeichert.: -) "Amélie de Montmartre", dieser Film gehört auch auf meine (laaange; -)) Lieblingsliste! "Delicatessen" ist zwar etwas völlig anderes, fand ich aber auch gut, Patricia, pechschwarzer Humor... *zwinkerallarabbiata* Übrigens gibt es noch einen weiteren Film von Regisseur Jean-Pierre Jeunet, in dem Audrey Tautou die Hauptrolle spielt: "Un long dimanche de fiançailles - Mathilde, eine grosse Liebe" (http: //www. cineman. ch/movie/2004/UnLongDimancheDeFiancailles/) Dieser Film ist nochmals anders als die beiden vorher genannten, ebenso ungewöhnlich. Er spielt während des 1. Weltkrieges, könnte Dich, Martin, vielleicht interessieren (falls Du ihn nicht schon gesehen hast). Deine Reisegeschichte ist zudem wieder einmal äusserst spannend! Und Patricia: Von Deinem bayrischen Filmtipp hab ich hier leider auch noch nichts ausmachen können, tönt aber interessant! Grüsse an alle
... wird dieses Forum immer wieder neu erblühen: -))) Übers Wochenende weg, meldet sich einer der hoffnungslos Optimistischen *megazwinker* wieder zurück und wünscht allen eine schöne Woche! Und: Totgesagte leben länger...; -)))
auch meinerseits, Martin, hoffentlich liest dus noch...: -)))
Esther, Patricia & Martin: Mit dem Zirkeln auf Angelika warten ist mir auch sehr recht... Robert: Danke für Deine Rückmeldung! Swisscowboy: Goodbye! Ab und an vorbeizuschauen hast Du mir ja vor ein paar Monaten auch mal empfohlen, also nicht vergessen...; -) Martin, Kopf hoch, gibt bestimmt wieder bessere Tage; -))) Und zum Schluss noch kurz etwas zu einem neuen Film: "Paris je t'aime" - der Titel jedenfalls tönt meiner Meinung nach interessant...: -) http: //www. parisjetaime-lefilm. com/ Man liest sich.
Hallo Daniel. Pferd, Schaf oder Hund? Ich werd das nächste Mal auch genauer hingucken! Was das Thema Aids betrifft, ich sehe auch keine Andeutung im Film drin. Und Werner, Dich möchte ich kräftig unterstützen: Aids geht alle an, egal ob homo- oder heterosexuell. Zu Aguirres Meldung: Ich meine auch, dass Jacks Mutter ihren Sohn über die Krankheit informieren will PLUS sich selber nach einer Nachricht von ihrem Sohn sehnt. Nur über Aguirre kann sie offenbar Kontakt zu Jack aufnehmen ["Kein Handy", Martin; -))) ]. Und Jack hätte vielleicht die Gelegenheit sogar benutzt, den schwer kranken Onkel zu besuchen um mal für kurze Zeit vom Brokeback Mountain runterzukommen - WENN da NICHT ENNIS gewesen wäre... Für mich zeigt es auch, wie sehr Jack an Ennis hängt. Grüsse an alle!
Nur noch ganz kurz: Wollte anfügen, dass ich von Hr. R. alles andere als begeistert bin, um es mal vorsichtig auszudrücken... Aber jetzt wirklich: GUTE NACHT!
Ich bevorzuge zwar Wein, muss mich jetzt aber endgültig geschlagen geben; -))) Ich wünsche Euch beiden noch eine schööööne Nacht! Man liest sich, bis bald wieder: -)))
Da haben wir wieder einmal alle miteinander gepostet...
Ganze 18 min also. Martin: Dem Herrn Ratzinger bist Du nicht begegnet? Ist doch heute in München angekommen, oder?
Hab mich jetzt extra nochmal zusammengerissen, dachte schon, dass ein Kommentar von Dir, Martin kommt...; -)))
Danielle, Patricia hat schon recht mit Deiner Fähigkeit, die Leute herzuholen; -) Martin, kannst es einfach nicht lassen *zwinker*
Danielle, ich bin wohl doch noch nicht ganz so fit für die Nachteulenauszeichnung, ich wünsche Dir ein gute Nacht, der kleine Ratsch mit Dir hat mich gefreut; -) Tschüss
Martin muss man erst mal übertreffen können... Übrigens: Geht die cineman-Zeit nicht nach? Ist doch schon später als was angezeigt wird.
Danielle, jetzt wolltest Du wohl gerade Patricia das Krönchen streitig machen... Jetzt komm aber ich; -)))
wieder mal bei Tageslicht zu schreiben und verschlafe dann ausgerechnet den gemütlichen nächtlichen Ratsch mit Wein - henusode... Robert, auch ich bin erleichtert, wieder von Dir zu lesen... Lichtvolle Grüsse an alle; -)
Danielle, ich und lichtscheu?!?; -))) Und zu "frauenlastig" kanns für mich auch nie werden, wirklich nicht! Neee, ich habe einfach nur sehr wenig Zeit, meist reichts nur zum Forum-Überfliegen. (Schau dann wie Jack zum Feuer runter *zwinkeriglione*) Der andere Grund: Ich habe schon sehr lange NICHT mehr Brokeback Mountain angeschaut. Ich werde es bald wieder mal machen, was nach der Sehpause bestimmt ein intensives Erlebnis sein wird - und dann wird mich wohl auch die Schreiblust packen... Zum Zirkeln: ab 13. September ist für mich okay, Martin und Patricia. Grüsse an alle!
CIAO Martin! Bravissimo, Deine Begeisterung für Dein Reiseziel teile ich 100%-ig: Viva l'Italia: -))) (e i campioni del mondo 06; -))) Angelika, auch Du erhältst von mir Zustimmung, was Dein letzter Beitrag betrifft! Zirkel: Ich will endlich mitteilen, dass ich mit dem Buch fertig bin, ich denke wir warten ab, bis Martin auch soweit ist, oder? Und Anna: ein Willkommensgruss auch meinerseits. Saluti a tutti!; -)
Der Film-Tipp stammte von Angelika. Sorry Angelika, auch ich habe den Film verpasst - ist offenbar gleich mehreren von uns passiert...; -) Willkommen im Forum, Manuela.
HAPPY BIRTHDAY, Annie Proulx!: -)
Eugen: Ich finde, du hast sehr schöne Worte gefunden und mit ihnen viel Wahres ausgedrückt! "Wo Leben ist, da darf auch Hoffnung sein. " Henrik Ibsen Zirkel: Mit dem Beginn noch ein wenig zuwarten, dagegen hab ich natürlich nichts...; -) Gute Nacht!
Bei zwinkeretti dachte ich an die "mildere" Zucchetti...; -) "zwinkeroncellini" *grübel*........ Esther: "Verdammt starke Liebe" bin ich jetzt am Lesen. Aber Ihr könnt von mir aus ruhig schon mit "Zirkeln" beginnen...
und eure kontroverse Diskussion war sehr interessant zu lesen! Ich sehe es ähnlich wie Eugen. Alma jr. /Jacks Mutter/“ I swear“ /die ausgetauschten Hemden geben mir zumindest ein wenig Hoffnung, ohne dies wäre das Ende niederschmetternd, untröstlich. Es stimmt, Patricia, der Film ist hoffnungsvoller als die Kurzgeschichte. Obwohl die „ 17“ eine Filmidee ist, doch in der Kurzgeschichte gibt es die Szene mit Ennis & Alma jr. im Wohnwagen nicht. Ausserdem stimmt mich das Stück „ The Wings“ zuversichtlich, es steht für mich für einen (kleinen) Aufbruch, vielleicht für einen neuen Flug? Besonders der Moment nach einer Minute Laufzeit, wenn die Streicher einsetzen, finde ich enorm ergreifend. Dennoch denke auch ich, Martin, dass Ennis nie wieder so eine Liebe finden wird, wie er sie zu Jack empfunden hat. Jacks Tod kann ich nichts „ Positives“ abgewinnen, empfinde da eine tiefe Ungerechtigkeit. Ennis’ Leben muss damit nicht unbedingt am Ende sein, obwohl sein Schmerz („ He Was A Friend Of Mine“) zwar immer da sein wird. Vielleicht gelingt es Ennis, damit zu leben, und irgendwann hat es Platz für Kommendes, ohne dass Vergangenes völlig ausgelöscht werden muss... Grüsse an alle, wo immer Ihr auch gerade seid...; -)
Dieses Mal nur ganz kurz, werde später nachlesen... Heute Abend sendet ORF 1 (am Montag Sat1) "My Big Fat Greek Wedding" - eine unglaublich witzige, charmante Liebeskomödie, die zu "unserem" Diskussionsthema Familie/Tradition/Kultur/Individualismus/Liebe ganz gut passt...; -) Patricia: *zwinkeroncini* - verstehe, also mit einer Prise Schärfe; -) *zwinkeretti*
Oops, Sandra hätt ich jetzt beinahe vergessen - Danke, Scarlett!; -) Sandra, schön wieder von Dir zu lesen. QAF verfolge ich auch, ist inzwischen pfiffiger geworden...
Esther, danke für Deine Auskunft. Die Antwort Deines Sohnes freut auch mich. Marina, das Video Deiner Tochter hab ich gerade angeschaut. Super! "We came together, felt apart"! Schöne Grüsse auch an Eure Kinder: -)))
Liebe Leute, wie spannend, eure schönen Reaktionen auf den Film zu lesen! Ich muss gestehen, gestern war ich nach dem Film etwas verunsichert, hatte ihn irgendwie „ besser“ in Erinnerung und mir ähnlich wie Ihr auch kritische Fragen gestellt. Ich fange mal mit dem Schluss an: Ich denke, Simon bereut es, wie sie auseinander gegangen sind. Dass er Rosalie kaum mehr beachtet hatte, oder ihr gemein „ Wer ist der Vater? “ an den Kopf schmiss, als sie ihm sagte, dass sie schwanger ist. (Ich hoffe, ich habs richtig gehört...) Vielleicht möchte er versuchen, sie zurückzuholen, nochmals neu anzufangen, eine auch für sie gerechtere Lösung zu finden, was jedoch nicht gelingt, insbesondere mit dem vielleicht ironisch gemeinten, aber dümmlichen Schlusssatz. Immerhin meine ich aber, dass Simon ihr gemeinsames Kind mit aufziehen wird - deshalb meine Zuversicht... Der Druck auf Simon, zu heiraten und ein Kind zu haben, war womöglich deshalb so gross, weil sonst die Familie Eskanazy nicht mehr weiter existiert hätte. Da mag auch der Holocaust eine Rolle spielen, kann ich mir vorstellen. Ich glaube nicht, dass Simons Familie oder er selbst seine Homosexualität „ ändern/kurieren“ wollten, vielleicht dachten sie, irgendwie könne ein für alle stimmender „ Kompromiss“ arrangiert werden... Und Simon war einsam (vielleicht auch frustriert von einigen unbedeutenden Affairen/"SEIN" Cousin verheiratet), für ihn ein weiterer Grund sich auf die Hochzeit einzulassen. Positiv finde ich, dass Simon Rosalie doch noch vor der Hochzeit die Wahrheit sagt. Wieso sie trotzdem heiraten? Weil sie sich gut verstehen, durch die Musik verbunden sind, der Wunsch für ein Kind gross ist, ihre Familien nicht enttäuschen wollen, eine offene Beziehung vereinbaren??? Habe da auch keine eindeutige Antwort. Patricia, Du bist da sehr nah dran mit Deinen Ausführungen. Was mir im Film auch gefällt, wie verschiedene „ Welten“ aufeinander prallen und ein Zusammenkommen möglich wird. Die Musik baut hier die Brücke, zwischen Simon und seiner Familie, zwischen Simon und Rosalie, zwischen Simon und Rosalies Vater, und somit zwischen beiden Familien. Klar, diese Zusammentreffen sind nicht konfliktfrei... Marty, ich kann Deine kritischen Äusserungen zu Religion/Kultur/Tradition gut verstehen. Lebensfeindlich und menschenverachtend dann, wenn „ Regeln“ unabänderlich sind, nie kritisch hinterfragt, stur und ohne Abstriche durchgesetzt und allen aufgezwungen werden, Anpassungen an neue Verhältnisse nicht zugelassen werden. Und dem Einzelnen sein Recht auf eine eigene Entscheidung abgesprochen wird. Andererseits zeugt die trad. Hochzeitsfeier auch von viel Lebensfreude und -kraft, und gerade im Film zeigt sich ja, dass Rosalies jüngster Bruder sich nicht (ganz) unterkriegen lässt. Oder Rosalies Mutter endlich Klartext spricht und die Söhne gleich gegen den Vater aufbegehren, der sich wiederum nicht (ganz) uneinsichtig zeigt. Auch wird Simon von seiner nicht „ tief religiösen“ Familie aufgrund von gesellschaftlichen Konventionen unter Druck gesetzt. Vielleicht müssen wir alle uns immer aufs Neue mit (überholten) Konventionen auseinandersetzen... Patricia, die Hühnerhacken-Szene fand ich ebenfalls enorm witzig. Oder als Simon gleich mehrere Schlaftabletten schluckt, ja Esther...; -) Mark und Martin, die Klezmer-Musik wird oft als „ traurig“ beschrieben, aber für mich drückt sie auch sehr viel Freude und Kraft/Energie aus, sie kann mich richtig mitreissen und begeistern. Ja, es war ausserdem eine Klarinette... Zum Schluss noch etwas total Nebensächliches: Simons Dachterrasse mit Sicht auf den Eiffelturm - „ Mon Dieu! “; -))) Martin, betreffend der Filme, was soll ich sagen: Ich liebe das Kino!
"l'homme est une femme... ": Stimmt schon, Martin, so wie Simon am Schluss allein im Regen steht, wüsst ich auch gerne, wies weiter geht. Immerhin ein paar Andeutungen sind enthalten, um die Geschichte zuversichtlich weiterspinnen zu können. Wie gesagt gefallen mir der Filmtitel und ganz besonders die Musik, es hat einige sehr witzige Szenen und Elsa Zylberstein finde ich bezaubernd. Und die Hochzeitsszene, als sie die beiden auf den Stühlen zum Zimmer tragen! So eine Feier möchte ich mal live erleben, wär sicher eindrücklich...; -) Mark & Patricia, ich hoffe Ihr findet den Film zumindest sehenswert...; -) Head On hab ich in meiner Filmsammlung, Film und Hauptdarsteller haben mich auch sehr beeindruckt! Kann ich wie Martin empfehlen. Mit Arenas’ Buch für den Zirkel bin ich 100%-ig einverstanden, so bietet sich mir die Gelegenheit, es endlich zu lesen!; -))) Esther, sehr schön Dein Openair-Bericht, die Meinung Deines Sohnes würd mich auch interessieren...; -) Martin, Dir wünsch ich einen schönen, sonnigen und warmen Urlaub! Robert, Dir gute Besserung! Und Patricia, *zwinkeroncino* musst Du mir erklären, die Bedeutung von onc kenn ich nicht; -)))
Patricia, ich finde, das hast Du eben sehr gut erläutert. Im Ernst! *zwinkeroni* Heute Abend läuft auf arte übrigens ein sehr schöner Film mit einem wunderbaren Filmtitel: "L'homme est une femme comme les autres". Die arte-Inhaltsangabe: Simon ist ein begabter Klarinettist und der letzte unverheiratete Sohn einer liberalen jüdischen Familie. Auf der Hochzeit seines Bruders gibt Simon ein kleines Konzert, was Rosalie, die Tochter einer streng gläubigen jüdischen Familie, so sehr berührt, dass sie das Zusammentreffen mit Simon als einen Wink des Himmels betrachtet und sich umgehend in Simon verliebt. Auch für Simon kommt die Bekanntschaft mit der bezaubernden Sopranistin wie gerufen, bietet ihm doch sein Onkel eine beträchtliche Summe Geld, wenn er endlich heiratet. Der Hochzeit stünde also nichts mehr im Wege, wäre da nicht ein kleiner Störfaktor: Simon ist schwul. Wens interessiert, dem wünsch ich viel Seh- und Hörvergnügen! arte, 14. 8. 2006, 20. 40 Uhr
Martin, Before Night Falls kenne ich auch, ein starker Film! Javier Bardem spielt sehr gut, und Johnny Depp überraschte ebenfalls. Wie schlimm musste es wohl Reinaldo Arenas ergangen sein: Der Traum von einem "Neuanfang", dann die bittere Enttäuschung... Coming Out werd ich mir wohl auch mal wieder anschauen, v. a. nach Werners sehr interessanten Details zur Premiere und Mauerfall: -) Ach dieses August(???) wetter: Temperaturen unter 10°, Schneefallgrenze runter auf 1800 m - stimmt, SC, da gibts Parallelen zum Film; -)))
Marty & Martin, der Film hat mir gefallen, obwohl ich zu Beginn ein wenig skeptisch war. Enid, Rebecca und Seymour werden neben dem Witzig-Schrillen doch fein gezeichnet... Mark & Patricia: Ich meine auch, Jacks Mutter wird ihre Vermutungen gehabt haben, wenn nicht sogar den Durchblick betr. Jack und Ennis. Sie weiss von den Hemden und "führt" Ennis zu ihnen. Eine tröstende Szene. Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es kein einziges Zeugnis ihrer Treffen, ihrer Liebe; kein Foto, kein Brief - gut, die knappen Postkarten. Aber sonst sind die Hemden das einzige "Zeugnis", was sie eben so unglaublich wertvoll macht. Ich denke mir auch gerne, dass Ennis noch einige Male Jacks Mutter besucht, ohne aber dem alten Twist über den Weg laufen zu müssen...
Marty: Oder ich hatte ebenfalls Tomaten auf den Augen... Werde den Film mir jetzt ansehen. Patricia, Dir wünsche ich trotz miesem Wetter einen schönen Filmabend, ebenfalls Dir Esther am Sonntag in Wien (leider kein Privatjet; -)) Ich wünschte mir die schöne Sommerhitze zurück, weisst Du Rat, Martin??? Grüsse an alle!
Martin, ich bin schon noch da; -) Hats mit "The Hours" geklappt? Die Deluxe-Version von Brokeback Mountain werde ich mir auch vormerken...: -))) Marty, Deinen TV-Tipp habe ich leider verpasst. Scarlett Johansson finde ich eine sehr interessante Schauspielerin. Lost in Translation hat mir sehr gefallen, ebenfalls Match Point. Holger: Oscar Wilde meinte: "Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiss, ob sie wiederkommen. "; -))))
Patricia, "Verdammt starke Liebe" hab ich noch nicht gelesen und das wird wohl wieder etwas länger dauern (neben meinem Bett wird der Bücher-Berg immer grösser; -)) Aber Ihr könnt ja schon früher mit Zirkeln beginnen... Die "Meeresfrüchte" sind eine fr. Sommerkomödie der Regisseure Jacques Martineau & Olivier Ducastel, die auch Drôle de Felix gedreht haben. Ich hatte auf den Film hingewiesen und Esther hat er erfreulicherweise auch gefallen: -))) Übrigens: Heute Nacht läuft "The Hours" auf ORF 2, eine m. E. gelungene Verfilmung des gleichnamigen Romans von Michael Cunningham. (Siehe Cineman-Homepage unten) CIAO!
Esther: Schön haben Dir die Meeresfrüchte "geschmeckt"; -) Was den Zirkel betrifft, so soll als nächstes "Verdammt starke Liebe" (Van Dick) dran sein - ab wann, weiss ich aber auch nicht, habt Ihr schon was ausgemacht? GOODBYE Holger: Ich habe Deinen Respekt und Deine Sensibilität sehr geschätzt - alles Gute!
Patricia, da haben wir wieder mal synchron getippt... *zwinkerino*
Martin, danke für Deine Rückmeldung, Deine Beiträge lese ich sehr gerne, und ich bin bestimmt nicht der einzige hier! Bruno, schön Dein Comeback und belle ferie in Ticino - gehts etwa ans Filmfestival in Locarno?
Statt im Openair-Kino mit Brokeback Mountain sass ich heute Abend vorm Computer!: -((( Diese Affenkälte und der Regen im August!!! Mit Skijacke ging ich nur EINMAL an ein Openair-Kino...; -) Angelika, hast Du etwa den Sommer versteckt???; -))) Dafür habe ich endlich meinen Zirkel-Beitrag fertig, sorry für die Verspätung: Jim Grimsley: Das Leben zwischen den Sternen --------------------------------------- Am Anfang fand ich das Buch enorm mühsam zu lesen. Das kann vielleicht mit der Übersetzung zu tun haben. Oder auch damit, dass in den ersten paar Kapiteln m. E. soviel "Nebensächliches" erwähnt wird. Ab Fords Rückblenden wurde es deutlich besser. Martin & Patricia, es ging mir genau gleich. Später gibts dann ab und zu auch noch Sätze, die ich gestrichen hätte, aber nach dem Lesen der Geschichte ist das nicht mehr so wichtig. Der Inhalt wurde wichtiger als die Form, ihre Lebensgeschichten interessierten mich immer mehr. Sehr trefflich beschrieben finde ich Fords Ängste und Unsicherheiten, als er sich selber eingestehen muss, dass er sich in Dan verliebt hat, als er Dan zum Essen einlädt, oder beim Eingestehen ihrer Liebe gegenüber ihrer Umwelt. Die Schritte vorwärts und die Schritte rückwärts. Wie sie sich einander nähern, sich einander entfernen, immer mehr fühlt man mit ihnen mit, freut sich oder trauert mit. Während Ford und Dan die Dinge meistern, immer wieder meistern müssen, hab auch ich sie wie Ihr ins Herz geschlossen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema AIDS im Buch fand ich gut. Die Krankheit hat uns, so meine ich jedenfalls, stark beeinträchtigt. Liebe bzw. Sex und Tod stehen seit AIDS leider fest miteinander in Verbindung. Beim „ Liebemachen“ kann man sich mit einer tödlichen Krankheit anstecken oder jemanden anstecken - dieser Gedanke zerreisst einem schier. Ford hat anfänglich grosse Mühe damit, was Dan merkt und womit er wiederum zu kämpfen hat - die Gefühle beider sind verständlich! Beide müssen sich mit schwierigen Fragen auseinandersetzen, auf die es keine allgemeingültigen Anworten geben kann. Sie müssen ihre eigenen Antworten finden, und ich denke, sie haben es schliesslich geschafft... Ein paar schöne Szenen, die mir einfallen: - Dans Mutter spricht gegenüber Cherise Klartext. Ihr Sohn hat jemanden für sich ausgewählt, somit gehört er zur Familie. Punkt. - Die Willkommensparty für Dan nach dem Umzug in „ Fords Haus“. Ihr Kuss, wenn man weiss, dass dieser lange nicht selbstverständlich war. Und sie zusammen mit Dorothy & Eva, Kathleen & Russell, der auf Ford & Dan sein Glas erhebt. Ein Moment des grossen Glücks, bevor nochmals ein heftiger (aber vielleicht klärender) Streit ausbricht. Stark auch Fords Klartext gegenüber seinen Eltern, als er ihnen unmissverständlich deutlich macht, dass er sich für Dan entscheidet. Angelika, Du hast recht, diese gemeinsamen Weihnachtsbesuche bei ihren Eltern sind von grosser Bedeutung. Lange hatte Ford gezögert, ab und zu noch mit einem Leben „ à la Savannah“ geliebäugelt. Beim Bruch mit Fords Eltern ist das Vergangenheit, ihre Beziehung erhält eine neue Qualität. Patricia: Die vielen nicht aufgelösten Anspielungen sind mir auch aufgefallen, man muss wohl fürs "volle" Verständnis auch die anderen Bücher lesen. Martin: Deine Interpretation des Friedhofs hat mir gefallen. GRÜSSE an alle!
Yeehaa! Danke für den Link, SC; -) Patrizia: Wegen dem Zirkel, ihr könnt von mir aus am 26. 7. loslegen, vielleicht schaff ichs auch bis dann. Esther: Viel Spass mit den "Meeresfrüchten", ich hoffe nur, der Film gefällt dir auch!!! Grüsse an alle!
Jetzt musste ich mich einfach wieder mal melden! Wie gehts euch? Ich hoffe gut. Heute bin ich richtig in „ Schreibstimmung“, habe nämlich wieder einmal den Film „ Crustacés & coquillages“ (mit der bezaubernden Valéria Bruni-Tedeschi) gesehen. Kennt ihn jemand von euch? Der dt. Titel heisst so viel ich weiss „ Meeresfrüchte“. Es ist eine kleine feine Sommerkomödie à la française... Eine Familie fährt in die Ferien an die Côte d’ Azur, mit dabei der Freund des Sohnes, der schwul ist. Die Eltern meinen, ihr Sohn sei auch schwul und ein vergnügliches Durcheinander mit Irrungen und Wirrungen nimmt seinen Lauf: Sommerhitze, le mistral, die Meeresfrüchte, die sie verspeisen (und die ihre ganz speziellen Wirkungen haben, Werner weiss da sicher mehr; -)...) setzen den ProtagonistInnen gehörig zu. Und da taucht plötzlich auch noch der Liebhaber der Mutter auf... Der Spielfilm ist alles andere als konventionell, sein Humor vielleicht etwas eigen, aber ich mag den alles in allem äusserst charmanten Streifen sehr. Damit würde man auch am Nordpol ganz leicht in Sommerstimmung geraten. Und der schwule Martin (!) ist eine Wucht; -))) Martin, DANKE für deine netten Worte im letzten Beitrag an mich! Ebenfalls ein Dankeschön an Sandra. Angelika und alle anderen Zirkelfreunde, mit dem englischen Buch bin ich bald fertig, und dann ist das „ Leben zwischen den Sternen“ an der Reihe! Und an die neuen ForumsteilnehmerInnen, Mark und Beatrice glaub ich: ein Willkommen auch meinerseits. Die besten Grüsse an ALLE, bis zum nächsten Mal!
SC Ralf Patrizia Marty Robert Esther Werner, das ist wirklich sehr nett von euch, da muss ich mich nochmal melden: Also ich nehme jetzt eine Auszeit, und kehre dann wieder zurück, versprochen. Esther, deiner Bitte werde ich nachkommen. Tschüss!
Never say never: Wie gesagt, bestimmt werde ich mal wieder reinschauen!: -)))
Ich war ein paar Tage weg und konnte die VIELEN Beiträge noch nicht nachlesen. Auch in den nächsten Wochen ist so viel los, dass ichs kaum ins Forum schaffe. Deshalb verabschiede ich mich und werde vielleicht später wieder mal vorbeischauen... Angelika, die Bücher "Leben zwischen den Sternen" und "Verdammt starke Liebe" habe ich mir besorgt, sobald ich sie gelesen habe, werde ich mich über E-Mail bei dir melden (meine E-Mail-Adresse ist übers yahoo-Forum zugänglich). Viele Grüsse euch allen, besonders Angelika, Martin, HS, Robin, Rilla, Esther, Edith, Patrizia, Bruno, Werner, Sandra, Marty, SC und Holger MÖCHETS GUET!!!
Danke Patrizia und Esther für eure Beiträge. Ja, in diesem Buch spielen die Frauen die Hauptrolle: Declans Krankheit führt die Familie wieder zusammen, die durch die Krankheit des Vaters "entzweit" wurde. Besonders gefallen hat mir die starke Frauenfigur Helen, die Toibin genau und glaubwürdig zeichnet - hier eine Parallele zum "Meister" Henry James... Ich hoffe, ihr alle vom Zirkel werdet Toibins Schreibkünste weiter verfolgen.
Nur noch eine kleine Anmerkung: In Deutschland gibts übrigens sehr gute Begleithefte zu aktuellen Filmen (gerade auch zu Filmen mit homosexueller Thematik), von der Bundeszentrale für polit. Bildung oder von Bildungsministerien herausgegeben extra für den Schulunterricht. Vielleicht wird es ja eines zu BBM geben...
Noch ein Nachtrag: die Kinder von heute sind die Eltern von morgen - über die Schule liesse sich einiges ändern, da stimme ich dir voll zu!
Zur Adoption: In Deutschland ist wenigstens die Stiefkindadoption bei homosexuellen Paaren erlaubt, das konnte die alte rot-grüne Regierung noch durchbringen, weitergehendes hatte die CDU im Bundesrat blockiert. Stiefkindadoption heisst, wenn einE PartnerIn eigene Kinder (aus einer früheren heterosex. Beziehung) in die Partnerschaft "mit" bringt, darf der neue Partner diese Kinder adoptieren. In der Schweiz dürfen eigentlich alle Einzelpersonen Kinder adoptieren, aber ein homosexuelles Paar, das sich ab nächstem Jahr eintragen (neues Partnerschaftsgesetz) lässt, leider NICHT - das war ein Kompromiss mit den bürgerlichen Parteien, damit das neue Partnerschaftsgesetz an der Volksabstimmung eine Mehrheit findet, vor gut einem Jahr wurde es erfreulicherweise auch angenommen [Zum ersten Mal stimmte eine Mehrheit in einer nationalen Volksabstimmung einem Partnerschaftsgesetz für homosexuelle Paare zu: -) ]. Auch verbietet das Gesetz die künstliche Befruchtung bei lesbischen Paaren, ebenfalls Teil des Kompromisses... Die Lage in Österreich kenne ich nicht, weiss nicht einmal, ob es ein Partnerschaftsgesetz für homosexuelle Paare überhaupt gibt... In den Niederlanden, Spanien (Rilla: Eviva Zapatero!), Kanada steht homosexuellen Paaren sogar die Ehe samt Adoptionsmöglichkeit offen. Dänemark, Schweden und Belgien haben Partnerschaftsgesetze und erlauben die Adoption - und ich glaube, Südafrika ebenfalls. Dies zur Information, bis bald wieder...
Für deine letzte Frage brauchst du dich nicht zu entschuldigen und ich antworte dir auch gleich: Dieses Thema, (vielleicht*) nie "eigene" Kinder zu haben, beschäftigt mich schon... *ganz werde ich die Hoffnung nicht aufgeben - wer weiss...
Colm Tóibín: Das Feuerschiff von Blackwater Dieser Roman gehört zu meinen Lieblingsbüchern, die Geschichte ist mir besonders nahe gegangen. Ich freue mich darauf, eure Meinungen über das Buch lesen zu können und mit euch zu diskutieren, was ich aber erst nach dem Wochenende richtig machen kann, denn ab Freitag bin ich für ein paar Tage weg... Das Buch macht u. a. deutlich, dass die gleichen Begebenheiten und Vorkommnisse von verschiedenen Personen unterschiedlich gesehen und gedeutet werden. JedeR hat eine eigene, andere Sicht, die nur ein Teil der Wahrheit(en) ist. Deshalb ist es nötig, dass die Leute miteinander reden, sich aussprechen, sich zuhören und verständigen, sonst nehmen Missverständnisse, Verletzungen, Irrtümer oder „ Einbildungen, Widerklänge, Schmerz und Vorurteile“ überhand. Die Familie, von der der Roman erzählt, „ wird“ gezwungen, diese Missverständnisse endlich auszuräumen. Helen erfährt plötzlich, dass ihr Bruder Declan Aids hat und es ihm sehr schlecht geht. Sie bringt Declan zu ihrer Grossmutter, wo darauf auch Helen und Declans Mutter Lily sowie Declans Freunde Paul und Larry eintreffen. Im Haus der Grossmutter versammelt können insbesondere Mutter Lily und Tochter Helen einander nicht mehr ausweichen und müssen sich ihrer Vergangenheit und ihrem Konflikt (in den auch die Grossmutter „ verwickelt“ ist) stellen, sich aussprechen. Helen hatte für sehr lange Zeit den Kontakt zu ihrer Mutter (auch zur Oma) völlig abgebrochen. Lily war weder zu Helens Hochzeit eingeladen noch kennt sie Helens Söhne Cathal und Manus. „ Ursache“ für den Konflikt war die schwere Krankheit und der frühe Tod des Vaters von Helen und Declan: Lily brachte ihre Kinder für längere Zeit zu den Grosseltern, währenddessen sie sich um ihren Mann im Spital kümmern musste. Lily erlebt die „ schwärzesten“ Tage ihres Lebens, die Kinder fühlen sich alleine und im Stich gelassen. Zuerst bekommt der Lesende v. a. Helens Sicht und Gefühle dargestellt, mit der ich von Anfang an sehr sympathisierte. In den Gesprächen zwischen Mutter und Tochter (die Grossmutter bringt ihre Sicht ebenfalls ein) werden aber immer mehr auch Lilys Beweggründe/Zwänge ersichtlich; es wird immer klarer, dass die Wahrheit nicht nur so aussieht, wie sie Helen erscheint. Nicht nur Helen und Declan haben Verlust, Angst und Alleinsein erlitten, sondern auch Lily. Während mehreren teils harten Streitgesprächen nähern sich Helen und Lily langsam wieder an. Beide haben ein Einsehen und schliesslich beginnen sie sich zu versöhnen: Im Auto, als sie Declan ins Spital zurück fahren und ihn mit gemeinsamem Singen zu beruhigen versuchen, finden sie wieder zusammen, was dann in ihrem letzten sehr liebenswerten, einfühlsamen Gespräch in Helens Zuhause zur Gewissheit wird. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte, es gibt noch viel mehr zu erzählen, bspw. die wunderbare aber auch sehr traurige Liebes- und Lebensgeschichte von Paul und François oder Declans Verhältnis zu Paul/François oder zur Mutter oder Declans Krankheit (die ich verfluche!)... Jedoch warte ich jetzt gespannt auf eure Beiträge!: -) Vielleicht kann ich mich morgen noch mal melden, und sonst halt nächste Woche...; -) Gute Nacht!
Holger, ich verstehe dich und freue mich über deine beiden Beiträge! Genausogut finde ich Patrizias Gedanken: DISKUTIEREN - dank Dialog zu Erkenntnissen kommen, sich verständigen... das passt ja auch sehr gut zu unserem Zirkel-Buch "Feuerschiff" (besonders was die Mutter und Helen betrifft) dazu aber später...
Ich hab wieder "fleissig" nachgelesen und möchte nur kurz ein paar Dinge nachtragen: Patrizia, auch ich bin seit dem letzten BBM-Anschauen "kritischer" gegenüber Ennis eingestellt (was aber nicht heisst, dass ich ihn nicht verstehen kann; auch er liegt mir genauso am Herzen wie Jack...) Was Ennis' internalisierte Homophobie betrifft, hast du sehr gut argumentiert, Werner, ich finde auch, sie spielt eine wichtige Rolle bei Ennis. Angelika, erfrischend, wie du mit deinem Beitrag deutlich machst, dass die (schwule) Welt bunt ist...: -) Und Kerstin, manchmal triffst du es ausserordentlich präzise mit deinen Beschreibungen, manchmal forderst du mich aber auch richtig zum Widerspruch heraus; -))) Annie Proulx stellt doch mit BBM und ihren Kurzgeschichten den "amerik. Traum" in Frage (milde gesagt). Und: "Wenn man dort (USA) die Ärmel hochkrempelt und was macht bringt man es auch zu was. " Diesen Satz finde ich genauso zynisch.
Patrizia, schön hat dir der Film gefallen. Was hältst du von den beiden "Schreckszenen" in CRAZY? Die erste bei der Geburt hats schon in sich und bei der zweiten (Strasse) schrie eine Person im Saal, sodass das ganze Publikum zusammenzuckte...; -))) Noch was zu Countrymusik: Kennt jemand von euch oder du, SC, das neue Album von Emmylou Harris & Mark Knopfler "All The Roadrunning"? Würde mich interessieren...
Übrigens kannst du bei cineman den Trailer anschauen: http: //www. cineman. ch/movie/2005/Crazy/review. html Bei der Szene mit dem Rolling Stones-Lied (wenn ich jetzt nichts durcheinander bringe...) sitzt Zac in der Kirche, und anstatt Weihnachtslieder hört er den Chor und die KirchenbesucherInnen "Sympathy for the devil" singen. Eine richtig gelungene Szene!!!
Patrizia, der Film ist wirklich sehenswert, obwohl er vielleicht etwas zu lang geraten ist... (und auch für meinen Geschmack etwas mit relig. Symbolik übertreibt) Aber die beiden Schauspieler, die den jungen und älteren Zac spielen, sind GROSSARTIG. Ebenfalls die Szenen, die mit super Sound unterlegt sind: Rolling Stones' SYMPATHY FOR THE DEVIL oder David Bowies SPACE ODDITY - dieses Lied (kannte ich vorher nicht) hör ich seit ich den Film gesehen habe fast täglich; -) Also VIEL SPASS im Kino! Noch was zu den Untertiteln (CH), SC: der Film ist auch französisch untertitelt, da offenbar das Québec-Französisch nicht mal den Fr-Sprechenden verständlich ist...; -) Allen anderen: Beste Grüsse!
Liebe Zirkelfreunde, da bin ich aber froh, dass Toibins Feuerschiff bei euch so gut ankommt: -) Anschliessend Angelikas Vorschlag, "Das Leben zwischen den Sternen", bin ich einverstanden mit... Die nächsten paar Tage werd ichs wohl kaum ins Forum schaffen, allerspätestens zu D gegen CH bin ich garantiert zurück! Das wär was, aber ich vermute, Ralf, du würdest dann nur noch ROT sehen - kleine Vorschau: "Gottfried Keller schiesst den Ball knapp an Schiller vorbei, zu unserem Moritz, der euren Köhler mit links umdribbelt und den Ball DJ Bobo zuspielt; Dieter Bohlen rutscht aus, DJ Bobo mit einem Steilpass an den frei stehenden Stauffacher, Stauffacher läuft ALLEINE aufs Tor zu, FOOOUUUUL von Bismarck, im Strafraum, es gibt Elfmeter, Wilhelm Tell himself wird ihn schiessen - wird er treffen????????????; -)))))))))))))))
Zuerst einmal ein Dankeschön an Angelika, Werner und Edith für eure Rückmeldungen! Ein paar Gedanken zur Diskussion: Für mich hört die Souveränität eines Staates dann auf, wenn er die Menschenrechte massiv verletzt, Leute diskriminiert, entrechtet und verfolgt. Ich bin wirklich froh, dass wir in Europa mit der Menschenrechtskonvention und dem Menschenrechtsgerichtshof eine den Staaten übergeordnete Instanz haben, die zur Respektierung des Rechts verpflichtet. Das sollte global so sein... Auch bin ich der Meinung, dass die Menschenrechte universal sind. Jeder Mensch, gleich welcher Kultur oder Religion er angehört, hat das Recht zu leben, will in seinem Umfeld mitbestimmen können und will keiner Willkür ausgesetzt sein. Warum sollte das nur für EuropäerInnen und NordamerikanerInnen gelten??? Noch was zum Christopher Street Day: Ich meine, ohne den mutigen Widerspruch und Widerstand dieser mutigen VorkämpferInnen der 1960er und 70er würden wir wohl nicht dort sein, wo wir jetzt sind - und Proulx' Kurzgeschichte wäre wohl nie so gross und unübersehbar verfilmt worden... Grüsse an alle!
Werner, wie lautete denn die Stellungnahme der dt. Regierung zur Demo in Moskau, die du erwähnt hast, würde mich schon interessieren... Kerstin, ich finde es wichtig, auch die Situation in anderen Ländern zu beobachten und wenn nötig seine Kritik dazu zu äussern - nicht mit einer "überheblichen" Art, sondern im Wissen, dass auch im eigenen Land nicht alles perfekt ist. Und die Unterdrückten verdienen unsere Aufmerksamkeit und Solidarität. Aber sicher, Veränderungen können nicht allein von aussen erzwungen werden, stimmt auch. Ausserdem: Russland als Mitglied des Europarats ist an die Europäische Menschenrechtskonvention gebunden. Ein bedeutender "Vorteil", den wir EuropäerInnen haben: wir EuropäerInnen können gegen die Verletzung der Konvention unsere Staaten verklagen! Immerhin... Edith: Zum Thema Schule und Homosexualität ist in der Schweiz einiges in Bewegung, zwar noch nicht genug, ich hoffe die Projekte werden zum Standard... nochmals ein Link zu einem beachtenswerten Projekt, das ich vor einiger Zeit hier erwähnt hatte: www. hallowelt. ch Wünschenswert wäre es natürlich, dass es auch auf andere Schultypen ausgedehnt würde (aber man kann ja nicht alles auf einmal machen...) Und wer mehr zum Thema lesen will: http: //www. csdzuerich. ch/index. php? option=com_content&task=view&id=5&Itemid=6?=de Grüsse an alle!
Angelika, wie schön dass ich deinen Beitrag noch gesehen habe: -)) Aber jetzt ist wirklich Schluss für mich! Gute Nacht!
Kerstin, ging mir mit deinem Beitrag vorhin gleich... Gute Nacht an alle!
Danke für deine Antwort. Übergriffe (von wem auch immer) sind wirklich nicht zu tolerieren. Aber das wäre ja u. a. die Aufgabe der Polizei/Justiz - und wenn die Öffentlichkeit dazu schweigt, dann finde ich, stimmt doch mit der ganzen Öffentlichkeit etwas nicht mehr... Interessiert es die Mehrheit der Öffentlichkeit einfach nicht oder gibts vielleicht sogar eine gewisse, versteckte Sympathie???
@Robert: Noch was zu Filmen mit lesbischwuler Thematik: Da gibt es (inzwischen) schon einige hervorragende Exemplare, musste ich als Kinobegeisterter einfach noch anmerken...; -)
Ich finde, man sollte schon aufpassen, dass Homophobie und Sexismus nicht ausschliesslich zum Problem des Islams gemacht wird, gerade in Anbetracht der Haltungen anderer Religionen oder Konfessionen. Und es gab und gibt dazu auch innerhalb dieser Kreise unterschiedliche Ansichten, darf man auch nicht vergessen. Kerstin, ich erinnere mich gerade an deine "Erklärung" für den Hass auf Homosexuelle: Sie erscheinen als Gefahr fürs (Herrschafts-) System, da sie Regeln/Normen in Frage stellen! Ich finde das ein sehr wichtiger Aspekt, und da scheint mir der Link zum Patriarchat viel aussagekräftiger. Und wenn wir andere kritisieren, sollten wir auch kritisch mit uns selber sein - und die Geschichte des/der "eigenen" Landes/Kultur/Religion nicht vergessen. Probleme/Konflikte, die sich in einer multikulturellen Gesellschaft (die Schweiz war das seit Beginn des 19. Jh.!) ergeben können, sollen sicher nicht ignoriert oder vertuscht werden, das ist nicht meine Meinung, aber man sollte sie sehr vorsichtig, d. h. sehr differenziert angehen und ja, Dialog scheint mir auch der beste Weg zu sein. Ausserdem wäre m. E. schon viel erreicht, wenn man sich wieder darauf einigen könnte, dass Gewalt kein legitimes Mittel ist, weder in einer gesellschaftlichen noch familiären Auseinandersetzung. Das ein paar Gedanken meinerseits...
Kerstin, ich finde, die Zitate von Annie Proulx sind auch für die Filminterpretation hilfreich, auch wenn sie vielleicht mehr auf die Kurzgeschichte als auf den Film zutreffen. Jack scheint sich (zumindest im Film) früh seiner selbst bewusst zu sein, jedenfalls viel früher als Ennis. Und Jack gibt das vor Ennis sehr lange nicht zu erkennen - aus "Rücksicht" auf ihn und aus Angst, dass er Ennis verlieren könnte. Und ja, vielleicht ist die abgelegene Natur der einzige Zufluchtsort für die beiden in ihrer Umgebung...
Endlich konnte ich hier noch einmal vorbeischauen und wenns auch schon spät ist, melde ich mich „ kurz“; -) @Swisscowboy: Vielen Dank für deine Antwort, hat mich gefreut! Ja, wie verrückt die Welt ist, was alles gleichzeitig aber an verschiedenen Orten passieren kann... Dazu erinnere ich mich gerade an einen DOK-Film, den ich vor ein paar Wochen gesehen habe: „ Gay Sex in the 70’ s“ erzählt von der Community in New York City - grösser könnte der Gegensatz zu Ennis und Jacks Wyoming und Texas nicht sein! Die Vereinigten Staaten haben viele Gesichter... @Patrizia/Robert: Ich bin eigentlich auch der Meinung, dass die Liebe zwischen Ennis & Jack bei der zweiten Zeltnacht entfacht wird. Und spätestens beim Wiedersehen nach 4 Jahren sollte Ennis doch „ alles klar“ sein, aber ich meine, erst bei seinem „ I swear“ gesteht er sich seine/ihre Liebe ohne „ wenn und aber“ ein... Ich bin auch oft hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Thesen, Patrizia, nach dem Filmanschauen hat mich das BBM-Fieber wieder richtig gepackt!; -) @Ester: Ja, ich denke, wir ALLE hier wissen, wie sehr die beiden ein glückliches und gemeinsames Leben verdient hätten!!! Das würden wir Jack & Ennis von Herzen gönnen... @Kerstin: Ich finde, die Natur kann wunderschön, aber manchmal auch sehr grausam sein. In der Natur setzt sich der Stärkere durch - da sind mir menschliche Regeln schon sehr wichtig. Regeln, die einerseits die Gesellschaft, andererseits aber sehr wohl auch das Individuum schützen! Diese Regeln der Menschen müss(t) en jedoch immer aufs Neue kritisch und demokratisch hinterfragt werden und dürf(t) en die Menschenwürde nicht verletzen... Zum Schluss noch ein Zitat von Henry James: „ Drei Dinge sind im Leben eines Menschen wichtig. Erstens: Menschlichkeit. Zweitens: Menschlichkeit. Drittens: Menschlichkeit. “ Gute Nacht!
Das passt nicht zusammen, und Ennis merkt das endlich auch, dass er sich was vormachte! Seine "Drohung" folgt auf Jacks "Geständnis": Ennis ist in dem Moment voller Widersprüchlichkeiten, mit denen er kaum klarkommt: Seine eigene Homophobie einerseits, andererseits seine "Eifersucht" und das wackelnde Selbstbild...
Das mit den MTV Awards freut mich sehr für die beiden, danke für die good news, Marty! @alle: Den Film hatte ich längere (wirklich!) Zeit nicht mehr gesehen, gestern Abend habe ich ihn mir wieder einmal auf DVD angeschaut, ich hatte genügend Zeit und Ruhe dafür. Erneut war es ein sehr starkes, aufwühlendes Erlebnis, v. a. auch mit dem Wissen über all die verschiedenen Aspekte, die in diesem Forum diskutiert wurden. Immer wieder kamt ihr mir bei gewissen Szenen in den Sinn, eure Ansichten dazu... Ich musste manchmal zustimmen, in anderen Fällen verneinen...; -) Ein paar Dinge, die mir besonders aufgefallen sind: Ennis und Jack bei ihrem letzten Treffen, als sie am späten Abend über ihre „ Affären mit Frauen“ sprechen: Jack sagt: „ Tell you what, truth is... “ - er wartet wirklich lange, und BEINAHE sagt er nicht bloss, wie enorm er Ennis vermisst, sondern auch, dass er (deshalb) „ Beziehungen“ zu anderen Männern hat... Ich glaube, Martin, du hast das mal angesprochen. Erst am Morgen danach, bei ihrem Streit am See, kommt mehr zu Tage. Jack macht Ennis deutlich, dass er seinen Traum nie ganz aufgab, mit Ennis als Paar zusammenzuleben. Ennis merkt, er muss sich dem stellen, was er lange zu verdrängen versucht hatte: Dass Jack und er tief miteinander verbunden sind, und zwar durch eine grosse Liebe und nicht bloss durch eine etwas aussergewöhnliche Freundschaft. Jack gesteht Ennis noch mehr Wahrheiten: Dass er Sex mit anderen Männern hatte. Ennis muss somit seine Bilder, die er von sich selber sowie über sie beide hat, überdenken. Ich habe jetzt den Eindruck, dass Ennis sich wohl sehr sehr lange etwas vorgemacht hatte über ihre Beziehung (auch noch nach dem ersten Wiedersehen nach 4 Jahren), sich viele „ Ausreden“ zurechtlegte, um sich nicht mit seiner/ihrer Sexualität beschäftigen zu müssen... Mit seinen „ Männerbeziehungen“ zwingt Jack Ennis zur Erkenntnis, dass er, Jack, schwul ist, und dass es Ennis wahrscheinlich auch ist. Jack hatte ihn lange davor geschützt, jetzt zwingt er ihn zum „ Eingestehen“. Das bringt Ennis in Rage. Noch einmal hatte er versucht, alles von sich zu schieben mit den Worten „ what they got in Mexico for boys LIKE YOU. “ Doch die „ heterosexuelle Fassade“ beginnt in sich zusammenzufallen... Und als Jack sagt, „ I wish I knew how to quit you“, packt ihn die Angst und er selbst bricht zusammen... (natürlich spielen auch die anderen Gründe mit, die wir schon diskutiert haben. Noch ein Nachtrag zu Jacks Tod: Als Ennis die Karte mit dem Stempel „ verstorben“ zurückerhält, ertönt die gleiche Musik wie bei der Szene mit dem toten Schaf und der Flashback-Szene betreffend Earl und Rich bzw. Ennis Vater mit seinen beiden Söhnen. Für mich ein weiterer Hinweis im Film, dass Jack ermordet wurde, bestraft für sein „ Überschreiten der Grenze“. Klar, niemand kann sicher sagen, wie und warum genau Jack ermordet wurde, wer die Täter/Auftraggeber sind, ob Ermittlungen aufgenommen und wie genau/gründlich sie gemacht wurden, wie der Mord als Unfall vertuscht werden konnte - das bleibt Spekulation. Trotzdem sind für mich die Hinweise für die Mordthese recht deutlich. Dazu komme ich nochmals auf die Geschichte mit dem gelynchten Earl zurück, und stelle folgende Fragen: Wurde bei diesem Mord ermittelt? Wenn ja, wie „ gut/erfolgreich“ wurden diese Ermittlungen geführt? Und wie konnte es möglich sein, dass Earls Leichnam zumindest längere Zeit in einem Graben liegen blieb - als Warnung für alle anderen? Gabs überhaupt ein Begräbnis für ihn? Trotz dieser Fragen zweifelt wohl niemand an der Existenz dieses Verbrechens, oder irre ich mich? Sorry, ich will nicht unnötig auf diesem Thema herumreiten, ist nicht meine Art. Ich bin sehr wohl der Meinung, dass es verschiedene, unterschiedliche Interpretationen geben kann, dass man sich nicht immer einig werden kann und auch nicht einig werden muss! Ich wollte halt nochmals meine Ansicht erläutern, zu der ich übrigens nicht deshalb gekommen bin, weil ich mich gleich mit „ dem naheliegendsten“ abfinden würde... Trotz meinem Standpunkt diesbezüglich male sogar auch ich mir manchmal aus, wie alles anders hätte herauskommen können! Dass bspw. Cassie mit ihrem Satz in ihrem letzten Gespräch miteinander - „ girls don’ t fall in love with fun“ - Ennis die Augen öffnete, wie sehr Jack ihn liebte: Dass Jack ihn nicht für Spass liebte, sondern allen Widrigkeiten zum Trotz mit ihm gemeinsam sein Leben teilen wollte, bereit war, dafür alles, auch negative Folgen in Kauf zu nehmen, die guten genauso wie die schlechten Zeiten zusammen zu meistern... Und dass Ennis darauf sein letztes Geld zusammenkratzte, um seinen Wagen einigermassen funktionstüchtig herzurichten, sich mit diesem nach Texas aufmachte um Jack zu treffen (noch vor August!), sich für den Streit zu entschuldigen und vorzuschlagen, mit ihm zusammen irgendwo eine Ranch aufzubauen - und so Jacks Mördern zuvorkam...: -)
Zu euren Beiträgen, liebe Zirkelfreunde: Ich denke, wir sind uns über das Buch und die Geschichte ziemlich einig. [Nur damits keine Missverständnisse gibt: Ich meine nicht, dass Einigkeit unbedingt nötig sein muss! ] Zum "Nicht-wahrhaben-wollen": Ja, wer kann sich ernsthaft vorstellen, dass einem von Mitbürgern "plötzlich" die eigenen Bürger- und Grundrechte und schliesslich die Menschenwürde abgesprochen wird... (Obwohl Hitler seine grausamen Verbrechen früh schriftlich festgehalten und veröffentlicht hat!) Und zu Konradins Mutter: Ihr wurde der Hass sicherlich eingetrichtert. (Trotzdem, hatte sie nie einen kleinen Zweifel an diesem Irrsinn?) EINE Erklärung für die Existenz des Antisemitismus ist sicherlich - gilt auch für Rassismus, Sexismus oder Homophobie - dass Eltern/Autoritäten diese Formen des Hasses an ihre Kinder weitergegeben. Hier hat/hätte die Schule sicherlich einen wichtigen Auftrag, dass SchülerInnen ihre Ansichten kritisch hinterfragen lernen. Das Beispiel Konradin: Hier spielt aber wohl v. a. die Freundschaft zu Hans eine Rolle, dass Konradin spät aber immerhin umkehrt, zurückFINDET...
Ja, Rilla, du kennst sicher auch den Film, aus dem der Satz stammt; -)))))))
Diese schöne Szene, so hab ich gelesen, soll eine Reminiszenz Ang Lees an den Film "Butch Cassidy and the Sundance Kid" sein, in dem Robert Redford und Paul Newman (oder wohl eher ihre Doubles) von einem Felsen springen. Auch heisst es, dass in diesem Film verdeckt Homoerotik angedeutet werde - ich habe den Film leider noch nie gesehen, kenne einfach die berühmte Sprung-Szene... Noch etwas zur Diskussion 'wann ist ein Mann ein Mann bzw. eine Frau eine Frau': Ein schönes Zitat aus einem GROSSEN Film: "Du bist umso authentischer, je mehr du dem Bild ähnelst, das du von dir erträumst. "
Hallo Esther, wir scheinen heute die einzigen Zirkel-Aktiven zu sein; -) Zu Konradins antisemitischer Mutter gibt es auch viel zu besprechen. Wie sie zu ihrem Sohn sagt: "Du sprichst schon wie ein Jude. " Unglaublich. Was ich mich über solch Hass erfüllte Menschen frage: Glauben diese ihre irrationalen Hirngespinste wirklich selber, oder benutzen sie die Hetze um irgendwelche Ziele zu erreichen?
Ich bin zurück und möchte mich nur kurz zum "Thema des Abends" äussern: Auf der einen Seite etwas mehr Respekt, auf der anderen Seite etwas mehr Gelassenheit, würde ich gut finden...: -) Mein Beitrag jetzt hat zwar nichts mit BBM zu tun, denke aber, er ist für Film- und Bücherfans trotzdem interessant. Ich bin auf das Buch zufällig aufmerksam geworden, es erscheint erst Ende Juni, vorerst nur in Englisch: „ SURVIVING JAMES DEAN“ - DAS Buch für den Sommer 2006? (Sofern er kommt!) Mehr Infos dazu: http: //www. amazon. de/exec/obidos/ASIN/156980298X/qid=1149075464/sr=1-1/ref=sr_1_0_1/028-8276295-9629318
Fred Uhlmann: „ Der wiedergefundene Freund“ Es ist die Geschichte einer innigen Freundschaft zwischen den Jugendlichen Hans und Konradin, die beide am 19. 1. 1916 geboren sind und trotz gesellschaftlicher Unterschiede (Klasse/Stand) damals zueinander finden. Zwei Einsame treffen sich anfangs 1932 in der Schule und erleben ihren Frühling des Glücks... Die widrigen Umstände im Jahre 1932 stellen ihre Freundschaft immer stärker in Frage, lassen sie unmöglich scheinen. Ihre Umgebung äussert sich zunehmend feindlicher, insbesondere gegen Hans, dessen Familie „ jüdischer Herkunft“ ist, bis die Freundschaft offenbar zerbricht... Uhlmann hat ein starkes Zeitzeugnis verfasst, das mich sehr beschäftigt. Es ist nicht leicht darüber zu schreiben, womit soll man beginnen? Die Novelle ist reich an Themen, die unzählige Fragen aufwerfen... Ein paar Gedanken: Erstaunt bin ich über die Beschreibung der „ schwäbischen Idylle“ (1932) angesichts der vielen Krisen der Weimarer Republik: Weltwirtschaftskrise 1929, die das Ende der „ Goldenen Zwanziger“ bedeutete, Massenarbeitslosigkeit, enorme politische Instabilität, wachsender Extremismus und einsetzende Nazi-Propaganda, usw. Klar, die Geschichte wird aus der Perspektive eines 16-jährigen Schülers erzählt, der in seiner Welt der Bücher lebt und von der Suche nach dem Sinn des Lebens ergriffen ist. Dennoch frage ich mich: Ist Hans „ abgeschirmt“ von der „ anderen“ Welt durch seine bürgerliche Familie und die Lateinschule? Oder blieben Stuttgart und Baden-Württemberg länger „ verschont“ von den oben genannten Krisen? Vielleicht weiss jemand von euch mehr... Aufgefallen ist mir, dass Hans und sein Vater von „ Sturm“, „ Tornado“, „ Unwetter“ sprechen, wenn sie den Aufstieg der Nazis meinen. Sie beschreiben sie als eine „ Naturgewalt“ oder eine Naturkatastrophe, gegen die man nicht viel ausrichten kann und die relativ schnell ausgetobt hat... Was ich ebenfalls nicht verstehe: Wie die Nazi-Propaganda und ihre Hetze in Hans’ Umfeld immer mehr um sich greifen können. Dabei ist diese Propaganda ja so schwachsinnig, wider jede Vernunft! Offenbar schleichend nimmt die Unvernunft Besitz von seinen Mitschülern (von denen ein paar anfänglich noch kritische Fragen äussern), von seinen alten Lehrern, die schweigen - von Widerspruch, geschweige denn Widerstand vernimmt man nichts. Aus dem humanistischen, der Wissenschaft verpflichtetem Gymnasium wird eine der Nazi-Hetze verpflichtete Propaganda-Anstalt... Wie konnte das geschehen? Schliesslich „ versagt“ auch Konradin, der Hans trotz ihrer innigen Verbundenheit alleine lässt. Konradins Abschiedsbrief an Hans, als er dank dem rechtzeitigen Handeln seiner Eltern nach New York zieht, ist ein Schock [der Brief von Bollacher und Schulz scheint nichts dagegen]: Sogar Konradin glaubt an Hitler!!! Der Brief ist voller irrationalem Unsinn, Verblendung und "Grausamkeiten". Beim Lesen von Konradins Worten „ Du (Hans) hast mich tief beeinflusst. Du hast mich denken gelehrt, denken und zweifeln... “ muss sich Hans wohl völlig elend gefühlt haben. Immerhin bekommen Konradins Worte mit dem Ende der Novelle noch einen anderen Aspekt, da Konradin irgendwann doch noch zur Erkenntnis gekommen sein muss, zur Vernunft zurückgefunden hat. Hans hat seinen Freund wieder gefunden... Ich weiss, "nachher" ist man klüger, in der Rückschau ist vieles klarer als in der Gegenwart... trotzdem sind diese Fragen sehr wichtig. Noch eine Anmerkung: Hans lebt nach der Vertreibung aus seiner Heimat in den USA als Rechtsanwalt. Er, dem Nationalsozialismus entkommen, engagiert sich gegen die „ Rassentrennung“, ebenfalls ein Irrsinn, ausgerechnet in einem der Länder, denen wir EuropäerInnen die Befreiung verdanken. Das Leben, die Geschichte sind verrückt. Manchmal scheint die Welt trostlos...
Die Beschreibung der Väter trifft so m. E. nur auf den FILM zu. In der Kurzgeschichte, da stimm ich zu, versucht Proulx alle Figuren ungeschminkt zu beschreiben, zudem eher neutral. Ang Lee ist nicht mehr so neutral gegenüber den Figuren, meine ich, obwohl er sie wie gesagt sehr differenziert zeichnet, mit Ausnahme eben der Väter. Klar, bloss Schablonen sind sie auch wieder nicht, da gebe ich dir Recht, Patrizia. Von den Hemden weiss Jacks Vater m. E. nichts, dieses Geheimnis hat ausser Ennis wahrscheinlich nur die Mutter entdeckt. Warum Jacks Vater bei der schnellen Übergabe der Hemden nichts dazu sagt, beschreiben Patrizia und Danielle plausibel, er erkennt deren Bedeutung/Wert gar nicht: das „ Stück Stoff“ kann Ennis haben, aber die ASCHE bleibt dort! Wie Jacks Vater anschliessend nochmals deutlich zu verstehen gibt. Jemand hat einmal im Forum geschrieben, dass für sie/ihn Jacks Asche nicht mehr so wichtig sei, nur die (sorgfältig und mit viel Liebe ineinander gelegten) Hemden würden zählen. Das kann ich jetzt besser verstehen... Dass Jack trotz allem irgendwie an seinem Vater hing, er sich auch nur nach ein bisschen Anerkennung und Liebe seitens seines Vaters sehnte, das sehe ich auch so, Danielle. Wirklich bitter... @SC: Noch zur Mutter: Hätte sie wirklich eine Mitsprache, mehr Macht gehabt, wäre vieles anders im Hause Twist... Bei Ennis’ Besuch verhält sie sich enorm vorsichtig, muss genau abwägen, was sie sagt. Nur über ihre Blicke und Mimik gibt sie Ennis zu verstehen, dass sie offenbar über Jack und ihn „ Bescheid“ weiss. Auch versucht sie während des „ Gesprächs“ zwischen Jacks Vater und Ennis zu beschwichtigen, besänftigen, damit die Situation zwischen den beiden Männern nicht eskalieren kann. Ich empfinde diese Szene als sehr angespannt...
Kerstin, klar gibts keine Menschen, die ausschliesslich böse oder gut sind. Im Film werden die Väter aber bewusst mit einer Rolle versehen, wie es Robert beschrieben hat. Nieder mit dem Patriarchat!!!
Was für eine spannende Auseinandersetzung! Besonders deine Erläuterungen, Robert, finde ich hervorragend. Zu Alma jr. und die damit verbundene Hoffnung, da haben wir hier vor vielen Wochen schon darüber geschrieben und waren uns (so meine ich jedenfalls) schnell einig, dass wir Alma jr. und ihren Besuch im Film nicht missen möchten... @Kerstin: Was du in Jacks Vater siehst, kann ich nicht erkennen. Er will überhaupt nichts davon wissen, dass Jack und Ennis auf die Ranch ziehen sollen. Darauf spuckt er. Er verachtet Jack und ist der Meinung, dass Jack da hingehört, wo er jetzt ist. Niemals hätte er akzeptiert, dass Jack mit einem Mann zusammen als Paar auf der Ranch leben würde - da pfeift der störrische Bock doch auf die von dir so genannte "Altersvorsorge". Auch das Gespräch mit Ennis empfinde ich anders: Jacks Vater quält, demütigt, erniedrigt Ennis. Der Satz "Jack used to say... " spricht er voller Spott und Häme über die beiden. Er will, wie Robert schrieb, Jacks Liebe zu Ennis widerrufen, auslöschen. Zum Glück schreitet Jacks Mutter ein, weist Ennis den Weg zu Jacks Zimmer hin zu den Hemden, der eindeutige Beweis für Jacks Liebe. Dass die Mutter sich früher nicht genug für Jack wehrte liegt vielleicht daran, dass sie wohl genauso "Schläge" abbekommen und keine Chance gegen den Gockel gehabt hatte. Das ein kleiner Nachtrag von mir.
Anna: Menschen in Kategorien/Schubladen zu zwängen liegt mir ganz fern, will ich bestimmt nicht! Ich erinnere nur noch mal an den amerikanischen Text, der Marty mal (okay, ist schon ein Weile her...) zitiert hat, dort wird m. E. das Wesentliche gesagt. Edith: Ich sehe schon auch Fortschritte. Sie gehen zwar nicht immer ganz so weit, wie ich mir es wünsche und es gibt sicher noch viel zu tun... und manchmal frage ich mich, wie "sicher" die erreichten Fortschritte sind. Jedenfalls können wir hier uns für unsere Rechte und die völlige Gleichstellung offen/uneingeschränkt engagieren. Unser Engagement - plus die Unterstützung unserer heterosexuellen Freunde (!) - wird aber wohl immer nötig sein... und vergessen wir nie die Menschen, die unsere Möglichkeiten nicht haben. Ich wünsche allen eine schöne Woche!
Also ich verstehe die Diskussionen, ob Ennis nun schwul, queer, gay, bi oder was auch immer sei, immer weniger. Bisher habe ich mich nie dazu geäussert, weil es mir nicht wesentlich war. Jetzt wurde doch öfters darüber geschrieben, weshalb ich mich auch dazu äussere: Ennis liebt Jack, findet den Sex mit Jack besser als mit seiner Frau, denkt beim Onanieren an Jack... Ennis steht eher aufs gleiche Geschlecht. Es spielt doch keine Rolle, ob Ennis bloss EINEN Mann oder MEHRERE Männer liebt...
Angelika, mit "deinen paar Gedanken" stimme ich überein, ich hoffe, deiner Stimme gehts auch bald wieder besser...; -) Edith: Moskau: "Willkommen im 21. Jh. " - wie recht du hast! Ich ärgere mich sehr, es handelt sich ja nicht bloss um ein paar Rechstextreme, nein auch politische Amtsträger (Bürgermeister) und religiöse Oberhäupter (Metropolit/Rabbi/Mufti) beteiligen sich an der Hetze gegen Schwule, Lesben, Bisexuelle! Die NZZ am Sonntag berichtete noch ausführlicher. Im Tagi hatte ich vor ein paar Tagen gelesen, die russisch-orthodoxe Kirche findet, die "Menschenrechte" seien nicht auf Russland übertragbar!?!?!, Anhänger dieser Konfession beteiligen sich sogar an gewalttätigen Überfällen auf Lokale der Community. Es ist schon erschreckend, was sich in diesem Land (und anderen) wieder zusammenbraut...
Hier noch ein "hauseigener" Kommentar zum Film-Tipp: http: //www. cineman. ch/movie/2005/Crazy/review. html @Maik betr. deiner Meldung: Das tut mir leid, ich hoffe, es geht wieder besser... @Robert: Willkommen am Lagerfeuer!
Wer mehr darüber wissen will, was es für einen Sohn bedeutet, mit einem homophoben Vater aufzuwachsen, somit einen Kampf mit sich selbst und gegen seine eigenen Vorurteile führen zu müssen, der kann sich ab nächste Woche den Film "C. R. A. Z. Y. " ansehen. Der etwas zu lang geratene Film von Jean-Marc Vallée ist sehenswert, obwohl er natürlich nie in der Liga von BBM mitspielen kann! Der Hauptdarsteller Grondin spielt jedoch grossartig...
Edith, du "solltest" öfters schreiben, ich finde deine Beiträge immer sehr durchdacht und gut begründet. Der "autoritätsgläubige" Ennis, damit lieferst du ein weiteres Stück zum Puzzle Ennis. Streit am See: Es gibt bestimmt nicht bloss einen Grund, weshalb es zu diesem Streit kommt. Bei Jack ist der "Ausfall des Augusts" wohl der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte: Die ganze Zeit hat er sich aus Rücksicht auf Ennis zurückgehalten, seine Träume zwar angedeutet, aber gleich aufgehört, sobald Ennis abblockte. Da hat sich in all den Jahren viel angestaut, das plötzlich vulkanartig ausbricht... Bei Ennis spielt sicher wie bereits gesagt seine eigene (ihm anerzogene) Homophobie mit, der "Zwang" zum Eingeständnis; weiter der (gewachsene) ökonomische Unterschied (Ennis bleibt ein "armer Schlucker" - Jack doch recht wohlhabend geworden), aber schliesslich auch die grosse Angst, Jack verlieren zu können. Proulx hat Ennis irgendwo als enorm liebesbedürftig beschrieben. Immer wieder wurde er von nahestehenden Menschen verlassen, er ist hungrig nach Zuwendung und Liebe. Jacks Satz "I wish I knew how to quit you. " muss ein Stich mitten in Ennis' Herz gewesen sein... (Jacks Satz finde ich "unverzeihlich", doch er selbst sieht ein, was er angerichtet hat, als er den zusammenstürzenden Ennis sieht, ihn auffängt und mit seinen Worten tröstet.) Angelika hat glaube ich schon einmal diese riesige Verlustangst von Ennis beschrieben - die Frage bleibt jetzt, ob "Eifersucht" wirklich das treffende Wort ist? Jein???...; -)
Was ich dir noch sagen wollte: Der von dir zum 2. Mal zitierte Text finde ich sehr gut, ebenfalls deine anschliessende Bemerkung. Und dass Ennis keinesfalls dumm ist, da stimm ich dir gerne zu!
@Werner: Ich konnte deine Antwort erst jetzt lesen, sorry. Das Bild mit Ennis & Jack vor Alma in der Wohnung stehend finde ich eines der schönsten Filmbilder überhaupt! Von der "Altarszene" bin ich andererseits keineswegs enttäuscht, ich finde sie... unbeschreiblich. @Patrizia: Noch ein Nachtrag zu "carefully": das englische Wort enthält ja nicht nur die Bedeutung Sorgfalt, sondern auch Liebe und Herz steckt in ihm... Ja, WIE kann man das in Filmsprache übersetzen, da hast du recht... @Kerstin: Ich meine, du solltest beginnen, zumindest eine Kurzgeschichte zu schreiben; -)
Ich kann dir nur beipflichten, insbesondere was folgenden Satz betrifft: "Jack I swear-" he said, though Jack had never asked him to swear anything and was himself not the swearing kind". Sehr schön!!! Ich muss jetzt leider wieder weg, werde später vielleicht noch mal reinschauen. Machs guet!
Da hattest du wohl die längere Ausdauer letzte Nacht; -))) Zu "unserem Streitgespräch": Da werden wir uns wohl nie ganz einig werden, macht auch nichts! Patrizia hat in ihren Erläuterungen (15: 12) sehr vieles gesagt, dem ich mich sehr gut anschliessen kann. Ich will noch anfügen: Was du z. B. über die Liebe zwischen Jack und Ennis sagst, finde ich sehr treffend. In gewissen Dinge stimme ich mit deiner Analyse sehr wohl überein, auch als du früher mal Jack "verteidigt" hast...; -) Das mit dem Puzzle hast du ebenfalls sehr gut beschrieben. Ich meine, dass es keine absolute Wahrheit gibt, sondern verschiedene Wahrheiten - mit Widersprüchen müssen wir leben...
@Patrizia: Wie wirkt die Kurzgeschichte bevor man den Film gesehen hat? Ich denke, die Identifikation mit den Filmfiguren geht eindeutig besser und schneller als in der Kurzgeschichte. Beim Film war ich gleich von Anfang an, schon vor Aguirres Büro, von den beiden gefangen... Aber auch in der Kurzgeschichte wurden mir die beiden sympathisch, es ging ein bisschen länger. Und folgende Szenen haben auch im Buch sehr stark auf mich gewirkt: Das Wiedersehen nach 4 Jahren ("mein Liebling") / Motelszene / Rückblende. Und natürlich die beiden Hemden!!! Hier "übertrifft" der Film die Buchvorlage, weil Ennis im Film die beiden Hemden tauscht, sein Hemd über Jacks Hemd zieht, dieser Einfall finde ich perfekt! Das sind ein paar Eindrücke von mir, vielleicht hab ich auch was vergessen, ist halt lange her... @Patrizia/Angelika: Annie Proulx bezeichnet sich in ihrem Essay ja als "geografische Deterministin", wie du, Patrizia ja vorher erwähnt hast. Dass regionale Landschaften, Klima, Topografie die Menschen sehr stark beeinflussen. Dieser Theorie gegenüber bin ich etwas kritisch eingestellt, würde gerne genauer wissen/nachfragen, was Proulx' Ansichten sind... Aber dafür müsste ich mit ihr diskutieren können; -)))
Da unterstellst du mir was, ich meine nicht Amerika, ich habe das sehr wohl regional eingeschränkt! Was das Thema "Selbstjustiz" betrifft, bin ich sehr kritisch eingestellt, auch was mein Land, die Schweiz, betrifft, keine Gesellschaft ist wohl je davor gefeit, Rückschritte zu machen. Also bitte, differenziert bleiben!
Du forderst einem ja richtig zum Schreiben heraus...: -) Also der "Wilde Westen" ist ja nicht gerade unbekannt für Selbstjustiz, die NICHT geahndet wird... da gibt es genügend Fälle/Geschichten, bei denen die Leute bewusst wegschauen, gerade wenn Minderheiten betroffen sind. LEIDER, deshalb schreibe ich auch von "unzivilisierter Gesellschaft".
Ups, da haben wir wohl gerade gleichzeitig geschrieben...; -) Also sicher ist, dass du für deine Ansicht NICHT gehasst wirst! Dieses Forum ist ja gedacht zum Diskutieren, und solange mit Argumenten gestritten wird, sind doch unterschiedliche Meinungen voll okay... So jetzt hör ich aber endgültig auf, GUTE NACHT!
Noch ein letzter Erklärungsversuch meinerseits zu den beiden: Randall spielt die Regeln der Gesellschaft mit, heiratet, obwohl er auf Männer steht. Zufällig trifft er auf Jack, der offenbar ähnlich zu empfinden scheint. Wohl eher ein seltener "Glücksfall" für ihn in Texas. Dass Jack auch verheiratet ist, findet Randall positiv - so haben beide mehr oder weniger ein sicheres "Alibi". Kerstin, es gibt (heute noch) verheiratete Männer, die gegen aussen ein "gewöhnliches" Leben führen (teils führen müssen), und heimlich sich ab und zu "ihren Spass" gönnen - das ist wirklich nichts Ungewöhnliches... Auf einmal kommt Jack mit der Idee, die Ehefrauen zu verlassen um gemeinsam eine Ranch aufzubauen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Randall zu viel wird, er sogar ausflippt, und (er) die Sache auffliegt (auffliegen lässt). Jack wird zum Sündenbock, zum bösen Verführer gestempelt und büsst in dieser unzivilisierten Gesellschaft mit seinem Leben... Ich weiss, nur eine Möglichkeit...
Randall und Jack: Trotz deiner Einwände von vorhin geh ich eher mit Martins Interpretation einig. Wir sehen ja bloss ihr erstes Zusammentreffen am Ball mit ihrem äusserst vorsichtigen "Abchecken"... Das heisst nicht, dass sie sofort eine langjährige Affäre starteten. Dass die beiden irgendwann eine Affäre hatten, schliesse ich wie Martin aus dem Gespräch zwischen Ennis & Jack ("Affäre mit der Frau eines Nachbarns" in seiner Version für Ennis). Nach der riesigen Enttäuschung mit Ennis sieht er vielleicht ein Leben mit Randall als Variante, und dieser Gedanke KÖNNTE für ihn zum Verhängnis geworden sein... Sicher Bescheid wissen werden wir wohl nie, es gibt aber doch Hinweise in der Kurzgeschichte wie im Film...
Ihr habt WEST SIDE STORY angesprochen: -) "Somewhere - there's a place for us"... kommt mir gerade in den Sinn, würde auch zu BBM passen, nicht?
@Angelika: Ich finde einfach, Proulx kann die Leute äusserst treffend beschreiben, ich kann sie mir gut vorstellen. Und auch ist die Geschichte sehr spannend erzählt, nach und nach erhalten wir immer mehr Informationen... das fand ich amüsant. Noch was zu den Fingernägeln der Freundin - ich glaube, ich werde meine künftig in Ruhe lassen...; -)
Danke, Martin, ich meine, der Film allein betrachtet (ohne Infos aus dem Drehbuch) ist doch recht plausibel: Streit am See, weil Ennis nicht wie geplant im August Jack treffen kann, sondern erst im November. Ennis fährt ab, Jack sieht ihm enttäuscht nach... Im August arbeitet Ennis. Im September/Oktober schreibt Ennis Jack eine Karte, um ihn im November endlich wieder zu treffen. Anstelle einer Antwort erhält er leider die schlimme Nachricht... Ennis' Karte ist übrigens auf der Website, die Rilla mal empfohlen hat, zu sehen... http: //web. mac. com/sic3/bbm/ > Fotogramas
Wegen eurer Diskussion um die Jahreszahlen hab ich auch nochmal im Drehbuch nachgeschaut: Das Treffen mit dem Streit am See wird mit 1981 datiert. Die Szene, als Ennis die Postkarte "verstorben" zurückerhält, mit dem Jahr 1982. Trotzdem muss man auch folgendes betrachten: Bei der Streitszene am See, als Jack nach dem Streit Ennis auffängt, wieder in die Arme nimmt und tröstet, steht im Drehbuch aber auch geschrieben: "Sie versuchten es wieder hinzubiegen (...) wie immer ENDETE NICHTS, begann nichts Neues, nichts wurde gelöst"... Mit ihrer Liebe wars also nicht vorbei. Es heisst auch nach der Rückblende-Szene (Umarmung): Jack schaut "SEINER ANDEREN HÄLFTE" nach, wie sie langsam verschwindet. Laut Drehbuchversion sind so auch noch weitere Treffen möglich, bis Ennis die Karte schreibt, die dann 1982 mit dem Stempel "verstorben" zurückkommt. Im Drehbuch steht nichts über den Text von Ennis auf dieser Karte, also auch nichts über den Termin November. Diese Details sind wichtig, da meiner Meinung nach der Film vom Drehbuch ABWEICHT(was ja nicht unüblich ist): IM definitiven FILM scheint mir das Treffen am See mit dem Streit wirklich ihr letztes Treffen zu sein. Und dass Jack irgendwann im selben Jahr umgebracht wird. Im Film steht auf der "Verstorben"-Karte ausdrücklich von Ennis geschrieben: "Was ist mit November? " Für mich ist hier wieder der November des gleichen Jahres gemeint, der Film spielt direkt auf ihren Streit um ein Treffen im August oder November an. Ich hoffe, habe mich verständlich ausgedrückt und nicht noch mehr Verwirrung angerichtet; -)
Annie Proulx - Der halbgehäutete Ochse (Weit draussen 1999) In Proulx' Danksagung meiner Ausgabe steht, dass die Geschichte auf dem alten isländischen Märchen von Porgeirs Bullen beruht (Leider habe ich dazu nichts Genaueres gefunden). Proulx schreibt weiter, dass ihr die Form der Kurzgeschichte sehr schwer falle, was ich doch recht merkwürdig finde. Beim Lesen der Geschichte habe ich mich dieses Mal amüsiert. In Wyoming scheint es zu wimmeln von ungehobelten Raubeinern. Trotz ihrer „ Eigenheiten“ wirken die Figuren aber nicht nur unsympathisch, man mag sie mehr oder weniger trotz ihres rauen Verhaltens. Ich denke, das hat etwas mit der Liebe der Autorin Land und Leuten gegenüber zu tun. (Sie schreibt im Anhang: „ Phantastisch ist in Wyoming nicht zuletzt der Umstand, dass es Menschen gibt, die entschlossen sind, auf einer Ranch in diesem widerspenstigen, unversöhnlichen Land ihren Unterhalt zu verdienen. “) [@Patrizia: richtige SympathieträgerInnen sind sie wirklich nicht... ] Zur Geschichte: Mero und Rollo träumen von einer erfolgreichen Ranch (!), wäre da nicht ihr alkoholsüchtiger „ Alter“ und dessen Freundin, die ihrem gemeinsamen Glück offenbar im Weg stehen. Aber auch die Umwelt ist rau und hart, „ wo kein Gras wuchs, nur breitblättrige Wolfsmilch und Choleradisteln, wo der Wind so viel Sand mit sich trug, dass die Windschutzscheiben blind wurden. “ Nachdem sich etwas zwischen Rollo und der Freundin des Alten anzubahnen scheint, wird es Mero eines Tages zu viel und er haut ab. Er macht sein Glück weit weg von seinen Verwandten und weit weg von Wyoming, ohne je zu seiner Familie zurückzukehren. Der Alte und Rollo gehen Bankrott. Dank der Unterstützung eines Australiers bringt Rollo, der zuhause geblieben ist, irgendwann die Ranch doch noch auf Trab. TouristInnen besuchen die „ Down Under Wyoming“ -Ranch, mit Emus und Kängurus scheint die harte Natur ausgetrickst. Aber ausgerechnet eines dieser Tiere wird Rollo zum Verhängnis, bevor es der Krebs tun konnte. Das Pech hat ihn eingeholt. Auch als der erfolgreiche Mero zur Beerdigung des Bruders erstmals in seine „ Heimat“ zurückkehren will, verfolgt ihn das Pech auf Schritt und Tritt, je näher er Wyoming und schliesslich der Ranch kommt. Wind und Schnee werden ihm zum Verhängnis. Mero, der nach 60 Jahren zurückkommt, enorm dickköpfig und Vegetarier geworden, findet nicht mehr nach Hause. Und der halbgehäutete Ochse, dessen „ verfluchte“ Geschichte der Auslöser für seine Flucht war, „ hatte ihn die ganze Zeit verfolgt. “ Es gibt (wohl) kein Entrinnen... [@Angelika: Mir kamen die Leute recht lebendig vor, bis halt die "Naturgewalten" zuschlugen; -). Vielleicht findet A. Proulx schon, dass die Menschen in Wyoming der harten Natur ausgeliefert sind... ]
@Edith: "Jack the human" - völlig einverstanden. Trifft auch auf Ennis zu, finde ich und will noch anfügen: Jack & Ennis stehen für die Geschichten von Millionen von Menschen! @alle: Wie schon mal gesagt, "In The Mood For Love" ist ein grossartiges Liebesdrama, übrigens ebenfalls von einem chinesischen Meister: Wong Kar Wai. @Zirkel: "We are queer and we stay here! " oder so ähnlich, oder?; -))))) Gute Nacht!
Ich habe nur wenig Zeit: Nee, Angelika, dein erster Bericht zum Buch war voll okay, hätte nicht länger warten wollen, denn deine Zeilen übers Feuerschiff haben mich sehr gefreut!: -)
@Werner: Schön, ist ja dann alles okay!: -))) @Edith: Viel Glück mit den Akeleien! So, bevor ich auf den Ochsen losgehe, Martin, schaue ich nochmal am Brokeback Mountain vorbei...; -) Bis spätestens am Mittwoch!
"Welcher Schwule kann mit einem Ball umgehen? " - das ist kein "Naturgesetz" sondern ein Klischee, und Klischees sind doch doof, da waren wir uns doch öfters einig hier, oder? Noch ein Link dazu, auf den ich gerade eben gestossen bin; -) http: //www. cream-team-cologne. de/
@Patrizia: Ich bin mit deinen Vorschlägen völlig einverstanden, danke für deine Vorarbeiten!
Ja, die Meldung hatte ich im Internet zufällig aufgeschnappt: "Ang Lee verfilmt Kurzgeschichte über zwei schwule Cowboys". Da mir die Filme von Ang Lee sehr gefallen, ging ich der Nachricht nach, las darin von Annie Proulx' Buch, und musste die Geschichte so bald wie möglich lesen! Und danach begann das lange Warten auf den Film - aber Vorfreude ist ja eine der schönsten Freuden...; -) Interessant dann das Filmfestival in Venedig 2005: Wusstet ihr, dass konservative Kreise aus Italien und den USA zu verhindern versuchten, dass der Film im Wettbewerb läuft? Festivalleitung und Jury liessen sich aber nicht beeinflussen, und der Film gewann bekanntlich sogar den Hauptpreis, den Goldenen Löwen!: -))))
Mit dem Start am Mittwoch (1. Proulx-Geschichte) bin ich einverstanden, Fred Uhlmann werde ich mir bestellen, aber der wöchentliche Rhythmus geht mir zu schnell: Ich bin nicht nur ein "Langsamleser" (Wow Angelika, wie schnell du das Buch gelesen hast!!!), sondern neben dem Forum hier gibts ja noch weitere Bücher/Filme/Veranstaltungen, für die ich mich in meiner Freizeit interessiere... (ich dachte mal an 1 Titel pro Monat...) Aber es muss ja nicht jedeR bei jedem Buch mitmachen... Gut fände ich, dass jemand "die Leitung" übernähme und Termine festsetzt, damit wir nicht endlos herumdiskutieren müssen - ich denke da an dich, Patrizia als Urheberin der Idee, was meint ihr alle dazu? Zu den Büchern: JedeR Teilnehmende soll doch einen Vorschlag machen (ich schlage nochmals "Das Feuerschiff von Blackwater" vor). Für die Vorabklärungen (Titel/Reihenfolge) könnten wir auch das Yahoo-Forum benutzen, alle eingetragenen Personen erhalten dort ja dirket eine E-Mail... aber vielleicht hat jemand noch eine bessere Idee.
Ganz herzlichen Dank für deine Antwort, du hast deinen Kommentar zum Buch sehr schön in Worte gefasst, hoffentlich gelingt mir das auch. Da wir das Buch vielleicht hier besprechen werden, beschränke ich mich auf folgendes: Die Geschichte Pauls über seine Beziehung mit François hat mich unglaublich bewegt!!! Und deine weiteren Einschätzungen teile ich auch. Werde mich gleich noch zum Zirkel melden...
Endlich sind sie gepflanzt, habe mich für die einheimischen Akeleien entschieden, Werner, da ich auch ein Anhänger des Naturgartens bin: Eine Gemeine und eine Dunkle Akelei (A. atrata/dunkelviolett), sowie die Alpen-Akelei, ihrem leuchtenden Blau konnte ich nicht widerstehen, ebensowenig dem Blau der Teufelskralle... @Buch-Zirkel: Das Buch von Uhlmann hab ich noch nicht, dafür aber die zwei Jahre alte Ausgabe "Weit draussen" von Annie Proulx (ja so lange fieberte ich dem Filmstart entgegen; -)) mit den Kurzgeschichten. Es ist erstaunlich, es ging mir gleich wie euch, nach BBM konnte ich bisher die anderen Geschichten nicht lesen, hoffte immer auf ein Zeichen von Ennis oder Jack! Aber wir können von mir aus jetzt mit einer Proulx-Geschichte starten... und jedeR kann dann ein Buch für den Zirkel nominieren. @Martin: "The Piano" gehört ebenfalls zu meinen Lieblingsfilmen! Jane Campion zaubert traumhafte Bilder auf die Leinwand... @Sandra: Schön kennt noch jemand den Film mit Kretschmann, er gefällt mir genauso!; -) @Angelika/Elke: Fussball-WM: "Bend It Like Beckham" ist doch toll! Trotz Becks bin ich nicht für England, sondern drücke "meiner" Squadra azzurra die Daumen; -))) Bis bald wieder...
Also mir gefällt die Idee auch, aber die liebe Zeit! ("Wir haben nie genug Zeit. ") Aber ich kanns ja mal versuchen, mach also mit...; -) Danke Martin & Angelika! @Holger: Auch ich hoffe du bleibst dem Forum erhalten als aufgeklärten Menschen. Wenn du ein Thema besprechen willst, stell einfach eine Frage in den Raum, bin mir sicher, dass geantwortet wird... @SwissCowboy: Sehr erhellend die Forschungsergebnisse, die du uns präsentiert hast. Kann mir gut vorstellen, dass homophobe Leute sehr unsicher betreffend sich selbst sind. Wer sich mit sich auseinandersetzt, sich seiner bewusst ist, der kann gut damit umgehen, dass Menschen verschieden sind.
Ich wollte im Web nach Infos für dich googeln - seltsam, dass zum Film fast nichts zu finden ist... fasse ichs halt selber zusammen: "Wir zusammen allein mit dir" ist ein TV-Film von Wilma Kottusch (D 1995). Er handelt von Wolf (Kretschmann), der in einem Kinderhort arbeitet. Eines Tages bringt eine Mutter ihren kleinen Jungen in den Hort, holt ihn aber nicht mehr ab. "Der gute Wolf" (so stellt er sich dem Kind vor) nimmt ihn mit nach Hause und sorgt für ihn (ein Traum scheint wahr geworden...). Nur kurz vorher lernte er André kennen, verliebt sich in ihn. Das Kind "kompliziert" ihre frische Beziehung - und da taucht auch plötzlich die Mutter des Jungen wieder auf. Offene Fragen/Missverständnisse müssen geklärt werden... Ich hoffe, es ist verständlich geschrieben, mehr will ich nicht verraten.; -) Mir gefällt der Film sehr, insbesondere Thomas Kretschmann in seiner Rolle des schwulen Wolfs. Schade, dass er nur selten zu guten Hauptrollen kommt... Hoffentlich kommt der Film bald mal wieder im TV...
Zum "Portrait des Meisters... ": Ich denke, dass das Buch auch ohne umfassende "Vor-Lektüre" verständlich ist. Auf jeden Fall bringt die "fiktionale Biografie" über James' Lebensabschnitt Ende des 19. Jh. sehr viel Interessantes zutage, mir gefällts sehr! Ein kurzer Beschrieb zum Buch: http: //www. rezensionen. ch/buchbesprechungen/henry_james/3446206647. html Noch was zu Thomas Kretschmann: Kennst du den Film "Wir zusammen allein mit dir"? Dort spielt er traumhaft... @Werner: Danke für deine Präzisierungen betreffend der Akelei. Sehr interessant! Bei mir ist bald Blitz & Donner angesagt: Ob wohl Ennis & Jack in der Nähe am Herumtollen sind?; -)
Eine Akelei oder wohl zwei werde ich auch noch pflanzen, eine blaue und eine rosafarbene [in der engl. Version steht "Wild Columbine"/Aquilegia canadensis, die ist rosa]. Somit pflanze ich eine für Jack (blau) und eine für Ennis (rosa), selbstverständlich nebeneinander!; -) Molto grazie, MARTIN, für deine Nachforschungen über die Blume und ihren italienischen Namen, das passt und wird vielleicht kein Zufall sein: -))) Noch zu Henry James, ich habe natürlich längst nicht alles von ihm gelesen, zum Glück gibts ja auch sehr gelungene Verfilmungen seiner Erzählungen. @Angelika und Martin: Im Buch "Portrait des Meisters... " von Toibin werdet ihr u. a. der "echten" "Daisy Miller" oder "Isabelle Archer" begegnen; -))) @Gökmen/Angelika/u. a.: "The L Word" habe ich bereits auf dem Westschweizer Fernsehen TSR gesehen, die Serie ist wirklich sehenswert, ihre Protagonistinnen sehr sympathisch! "Queer As Folk" kenne ich auch, das britische Original fand ich grosse Klasse! Die erste Staffel der US-Version auf Pro7 wirkt etwas verstaubt, ist ja auch schon ein paar Jahre alt - schade, dass sie nicht früher ins deutschsprachige TV gelangte...
Gern geschehen!
Angelika, auch dir viel Lesevergnügen mit dem "Feuerschiff"! Ein paar Buchtipps habe ich noch, sie sind natürlich für alle Interessierten hier; -) Zuerst nochmal zu COLM TOIBIN: Auf www. colmtoibin. com sind ein paar interessante Kurzgeschichten online, halt nur auf englisch. Sein letzter Roman, The Master/Porträt des Meisters in mittleren Jahren, ist wohl eher für eingefleischte HENRY JAMES-Fans, ein Schriftsteller, der mir ebenfalls ausserordentlich gut gefällt! Einer der für mich besten Gegenwartsschriftsteller ist ALAN HOLLINGHURST aus Britannien, sein letztes Buch: "The Line Of Beauty"/Die Schönheitslinie" ["Selten ist die Suche nach Liebe, Sex und Schönheit so exquisit in Romanform gegossen worden. "]. Unverständlicherweise wurden (noch) nicht alle seine Romane auf deutsch übersetzt... Und ein Roman, der zu meinen liebsten Büchern gehört, stammt von Arundhati Roy: "Der Gott der kleinen Dinge". Die Kerngeschichte darin handelt - wie könnte es anders sein; -) - von einer verbotenen Liebe... So, ich denke ich hör mal auf, es wurden ja sehr viele Bücher von euch genannt. DANKE! Vielleicht noch eines: Michael Cunninghams "The Hours"/"Die Stunden" - das wurde zudem sehr schön verfilmt mit Nicole Kidman, Meryl Streep und Julianne Moore...
Sehr schön, dein Plädoyer für Jack...; -) @Martin: Viel Spass beim Lesen (und beim Kinderhüten) und gib mir irgendwann mal Bescheid, was du von Colm Toibins Buch hältst... @Patrizia: Der Text von T. Willmann ist ausserordentlich gut. SCHöNES WOCHENENDE an alle
@Ester: Zu deinem Zitat "wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein", da bin ich ganz deiner Meinung. Und man sollte zuerst versuchen, die Leute zu verstehen, bevor man über sie Urteile fällt. @Marty: Auf deine Frage über lustige Filmszenen wollte ich dir auch antworten, Holger kam mir zuvor; -) @Gökmen/Rilla/Martin: Was Monroe betrifft, gehts mir gleich wie Martin (elektrisches Messer) und Rilla (mit Pfeife im Sessel thronend). Der Film geht differenziert mit den Charakteren um, da hat Patrizia (Verständnis für Alma im Laden) wieder recht, erfreulicherweise wird niemand einseitig gezeigt. Beim Thanksgiving, am Tisch, sieht Alma meiner Ansicht nach sehr unglücklich aus. Sie sieht Ennis, wie er liebenswürdig mit den Töchtern umgeht. Und Monroe, wie er den Truthahn schneidet. Ich stelle mir vor, dass sie dabei vielleicht ihr füheres Leben mit dem jetzigen Leben vergleicht, vergleicht was sie "hatte" und jetzt "hat". Danach in der Küche hält sie es nicht mehr aus, all das Verdrängte bricht aus ihr aus, sie "greift" Ennis irgendwie "an", stellt ihn bloss... Ich meine Alma ist frustriert ("vom Regen in die Traufe gelangt"). Und ob Monroe Alma wirklich liebt, da bin ich mir nicht so sicher... Aber das ist nur meine Interpretation.
Ich finde du wiederholst dich, obwohl auf deine Kritikpunkte hier schon mehrmals eingegangen wurde! "Kollektive Heiligsprechung": Mehrere Leute beschrieben Jack & Ennis als Menschen aus "Fleisch und Blut" (alles andere als heilig), die keine makellosen Helden sind. Ich finde ihr Verhalten nicht immer "tadellos", kann sie aber verstehen und ihr Handeln sehr wohl nachvollziehen angesichts der äusseren und inneren Zwänge, denen sie ausgesetzt sind. Und mag deshalb nicht über sie urteilen. "Kollateralschaden": Dieses Unwort heisst doch, dass jemand bei seinen Handlungen bewusst in Kauf nimmt, unbeteiligten Dritten zu schaden. Davon kann bei Ennis & Jack m. E. nicht die Rede sein. "Nebengeschichten der Ehefrauen": Ich meine, den beiden Ehefrauen wurde hier von vielen sehr grosses Mitgefühl entgegengebracht und einiges über sie geschrieben. Gewiss sind sie ebenfalls Opfer, aber völlig unschuldig sind sie auch nicht, zum Heiraten brauchts ja bekanntlich zwei: Lureen, KÖNNTE man hart urteilen, hat sich den erst besten Rodeo-Typen ausgesucht und gleich Tatsachen geschaffen. Später immer unglücklicher und verbittert in ihrer Ehe mit Jack bleibt sie untätig, ändert nichts an ihrer Situation, verdrängt, wie sie bspw. auch die Lernschwierigkeiten ihres Sohnes nicht wahrhaben will... Alma zieht irgendwann die Konsequenzen und trennt sich von Ennis (aber ohne sich mit Ennis zuerst einmal über ihre "Entdeckung" auszusprechen - einfacher gesagt, ich weiss!) Und Alma hat bei der zweiten Heirat wieder "unglücklich" gewählt, sie ist erneut enttäuscht. Hart geurteilt könnte man sagen, dass sie nach der Liebe sich für materielle Sicherheit entschieden hat... Ich mag auch hier nicht über Alma urteilen, ich kann sie sehr wohl verstehen nach den vielen Entbehrungen im Leben mit Ennis... Und zuletzt (jetzt wiederhole ich mich auch) ist da ja Alma jr. - ohne Ennis und Almas Heirat gäbe es sie nicht!
Die Schlussszene mit Alma jr. ist auch mir sehr wichtig, sie ist immerhin ein Hoffnungsschimmer. Im Buch steht übrigens, dass Ennis wohl bei Alma jr. einziehen werde/müsse - ganz allein ist er also nicht. Ich bin sehr froh, dass Ennis eine Tochter hat, und erst noch eine, die zu ihm hält. @Rilla: Danke, ich grüsse zurück an die ganze Münchner Kinogruppe und wünsche eine schöne Zeit am Brokeback Mountain...
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Ja, deine Äusserungen haben (auch) mich getroffen, gerade dein Wyoming-Satz. Dazu möchte ich dir noch ein paar Dinge schreiben: Hast du schon mal vom brutalen Mord an Matthew Shepard gehört? Das war im Wyoming der 1990er, du brauchst nicht bis ins Mittelalter zurückzugehen (aber dazu haben andere schon viel Richtiges gesagt). Vielleicht ein "Einzelfall"??? Schon ein Fall ist mir einer zuviel! Und von Annie Proulx, diese Quelle ist wohl unverdächtig, kann man weiter erfahren, dass Wyoming die höchste Suizidrate der USA hat - und dass gerade ältere, alleinstehende Männer die grösste Gruppe bilden... Dies war mein kleiner "Nachtrag", nun heisse auch ich Gökmen willkommen...
Zuerst einmal: Ich finde die Besetzung Ledger/Gyllenhaal perfekt, sie spielen grossartig, ich wünsche mir keine andere Besetzung! Aber was ich vorhin über FilmemacherInnen geschrieben habe, gilt auch für die SchauspielerInnen. Wieso müsste es zwangsläufig anders herauskommen, wenn Schwule die Rollen gespielt hätten? Das verstehe ich nicht. Zwei Personen können eine Rolle verschieden verkörpern, weil sie zwei verschiedene Individuen sind, egal ob homo oder hetero.
EGAL, welches Geschlecht, welche Hautfarbe oder sexuelle Orientierung FilmemacherInnen haben, was zählt ist die Qualität ihrer Arbeit, und die ist sicher NICHT abhängig von irgendeiner "Kategorie"! [Und bitte: was soll schon "typisch schwul" sein??? ] Die Qualität ist im Falle von BBM grossartig, da sind wir uns doch (mehr oder weniger) einig. Ang Lee, ebenso Annie Proulx und die SchauspielerInnen können sich offenbar ausgezeichnet in andere Menschen einfühlen, Respekt!
... Lagerfeuer nach 4 Jahren, neben dem Fluss, es ist schon Nacht, da sieht Jack einfach traumhaft schön aus: In goldenes Licht getaucht erzählt er von seinem Plan, der gemeinsamen Ranch mit Ennis. Ennis winkt gleich ab, mit beiden Beinen fest am Boden, Jacks Blicke werden leicht vorwurfsvoll. Dann berichtet Ennis von seinem "Kindheitserlebnis" - darauf drücken Jacks Blicke sein Mitgefühl, Verständnis aus, die "Vorwürfe" sind vergessen, und er tröstet Ennis, streichelt seine Wange... Die Szene gefällt mir immer besser! Ein Dankeschön an Angelika & SwissCowboy für eure Rückmeldungen.: -)
Sehr schön finde ich, dass dieses "Schweizer Forum" so international ist, Leute aus mehreren Ländern finden zusammen. Wollte das nur mal geschrieben haben...
@Patrizia: Du hast wegen dem Buch (gebunden) nachgefrat? Ich kenne die Taschenbuch-Versionen nicht, hatte mich für die gebundene Ausgabe entschieden, da im Beschrieb von extra Bilder und "deluxe hardcover" die Rede war. Nun: aussergewöhnlich schön finde ich die gebundene Ausgabe nicht gemacht, die Bilder (teils klein) etwas lieblos aneinander gereiht... @Katja: Bin da etwas erstaunt über deinen Bericht, hatte mir Luxemburg ganz anders vorgestellt - sympathisch und modern...
bei mir zuhause angekommen...; -) Und die erste Szene, die ich mir angesehen habe, heisst "Re-united" - mehr brauch ich nicht mehr zu sagen... Gute Nacht und sweet dreams! "die zukunft gehört denen, die an die schönheit ihrer träume glauben. " e. roosevelt
Ja, davon hab ich schon gehört und das Buch (im Beschrieb steht ja 'Die Geschichte einer "unmöglichen" Liebe'!) ist auf meiner Liste, bin aber noch nicht zum Lesen gekommen... Werd ich jetzt bestimmt nachholen; -) Schöne Woche!
Freut mich, hoffe es gefällt dir. Belle ferie!
Danke für eure Buch-Tipps: Diese Bücher kenne ich wiederum nicht, werde mich darüber erkundigen...
Unbedingt empfehlenswert - handelt zwar nicht von Cowboys, sondern von einer irischen Familie, von "Menschen aus drei Generationen: von ihren Konflikten, Geheimnissen und unausgesprochenen Wünschen. " Gute Nacht alle!
meine Frage: Kennt jemand den Schriftsteller Colm Toibin und seinen Roman "Das Feuerschiff von Blackwater" (The Blackwater Lightship)? Ich bin fast sicher, wem BBM gefällt, ist auch von diesem Roman begeistert...
Ja, Jane Austens Geschichten mag ich sehr, und sie wurden eigentlich immer überzeugend verfilmt. Die BBC-Version von Stolz und Vorurteil kann ich dir wie Rilla nur empfehlen: der Kino-Film von letztem Jahr ist sehr schön gemacht, aber die BBC-Serie ist einfach unschlagbar! "Ten thousand a year! "; -)
Jane Austen weiss ja am besten Bescheid, dass sich die Liebe nicht immer an die gesellschaftlichen Konventionen halten kann...
Auch Heteros machen mit Der Verein ist absichtlich sehr offen und richtet sich explizit auch an Heterosexuelle. Aktivmitglieder können nur Kantonsschüler sein, Passivmitglied oder Gönner hingegen können alle werden, die das Ziel unterstützen, Vorurteile gegenüber Lesben und Schwulen an den Mittelschulen abzubauen und ein Klima der Akzeptanz zu fördern. Der Verein hat derzeit rund 30 Mitglieder, davon die Hälfte aktiv – die meisten aus der Kanti Baden, andere von der Neuen Kanti in Aarau und der Kanti Olten. Darunter auch einige Heteros, vor allem Freunde der homosexuellen Mitglieder. Im Moment ist der Verein vor allem in Baden aktiv, aber die Fühler nach Aarau und Olten sind ausgestreckt. Kürzlich hat «HalloWelt! » in Olten im Jugendkulturhaus Färbi einen Anlass zum Kennenlernen durchgeführt, der allerdings nicht besonders gut besucht war. «Wohl auch, weil die Färbi zu weit weg von der Kanti ist», sagt Ruben Ott. Eigentlich wollten sie sich auf dem Schulgelände vorstellen, doch wurde ihnen das von der Schulleitung untersagt – sie durften nur gerade ein Plakat aufhängen. «Wir möchten nicht, dass Veranstaltungen für Einzelanliegen bei uns stattfinden», begründet Rektor Bruno Colpi die Absage. Dies habe nichts mit dem Thema zu tun, sondern gelte für alle Sonderaktionen. Dass Homosexualität bei einigen der 1100 Schülerinnen und Schüler «ein Thema sein kann», sehe er schon, sagt Colpi, «aber es ist eines von vielen». Anders reagierten die Schulleitungen in Baden und Aarau. «Ich finde es mutig, was sie machen», sagt Hansrudolf Stauffacher, Rektor der Kantonsschule Baden. «Und unter den 1000 Schülern an unserer Schule gibts sicher auch einige Schwule und Lesben. » Stauffacher findet den Verein «eine gute Sache» und sieht nicht den geringsten Grund, «Hallo- Welt! » Steine in den Weg zu legen. Im Gegenteil: «Würden sie deswegen diskriminiert werden, würde ich mich für sie einsetzen. » Er lehnt Schüleraktionen auf dem Gelände nur dann ab, wenn es «Richtung Sekte oder politische Propaganda» geht. «Es gibt uns, und es ist kein Problem» Auch Daniel Bürgisser, der in der Schulleitung der Neuen Kanti Aarau sitzt und Colombos Maturarbeit betreut hat, findet es wichtig, dass Homosexualität thematisiert wird. «Die Schule steht voll hinter dem Projekt. » Das Problem sei vor allem, dass Jugendliche Mühe hätten, sich zu outen. «Und wenn sie sich verlieben, tun sie das meist in Heteros – das führt dann natürlich zu Problemen. » Die Aktivitäten von «HalloWelt! » beschränken sich bisher auf kleinere Aktionen. Zum Comingout Day letzten Herbst haben Vereinsmitglieder morgens auf dem Badener Schulgelände Flyer verteilt, am Kanti-Ball haben sie die Garderobe der Tänzerinnen und Tänzer betreut. «Wir wollen mitmachen im Schulalltag», sagt Ruben Ott, «Präsenz zeigen und so signalisieren: Es gibt uns, und es ist kein Problem. » Link zum Verein: www. hallowelt. ch «Tages-Anzeiger» (Zürich) vom 26. 4. 2006, Seite 20
Lebensberichten, die hier immer wieder zu lesen sind, möchte ich einen enorm positiven Artikel platzieren, den ich heute Morgen gelesen habe. IVO & RUBEN: Hut ab vor ihrer Courage!!!!! TEIL 1 Das Comingout in der Schule erleichtern --------------------------------------- An der Kantonsschule Baden engagiert sich eine Gruppe von Schülern für ein «schwulen- und lesbenfreundlicheres Klima». Ihr Verein «HalloWelt! » kommt nicht überall gleich gut an. Von Ralf Kaminski Baden. – «Heterosexistisch» nennen Ivo Colombo (20) und Ruben Ott (21) das Leben an der Mittelschule. Sie sind beide schwul und haben sich während ihrer Schulzeit in ihren Klassen geoutet – Ott in der Kanti Baden, Colombo in der Neuen Kanti Aarau. Leicht war das nicht; lange war da die bange Frage, wie wohl die anderen darauf reagieren würden. Colombo hatte gar psychische Probleme, auch weil er sich hoffnungslos in einen Hetero verliebte, und war eineinhalb Jahre in psychologischer Behandlung. Als sie es schliesslich wagten, stellten sie fest: So dramatisch ist es gar nicht. «Es gibt schon ein paar, die Mühe damit haben», sagt Ott, «die ignorieren das einfach oder wechseln rasch das Thema. » Colombo machte ähnliche Erfahrungen – und noch ein paar mehr: «Am stärksten haben die freikirchlich Engagierten reagiert. Einer sagte mir, es sei schade um mich, und bot an, mir ein Buch zu schenken, einen Ratgeber, wie man durch den Glauben von Homosexualität geheilt werden kann. » Insgesamt aber ist ihr Comingout akzeptiert worden. Alles in Butter also? Eben nicht. Ott und Colombo möchten, dass künftige Generationen von Kantonsschülern es leichter haben, dass die Mittelschulwelt etwas weniger «heterosexistisch» wird, dass Homosexualität im Unterricht und auf dem Pausenplatz ein Gesicht erhält. Rund fünf Prozent aller Menschen sind schwul oder lesbisch, und für die meisten ist ihre sexuelle Orientierung genau in jener Zeit erstmals ein Thema, in der sie die Mittelschule besuchen. Doch oft erleben sie dort nur etwas: dass das Wort «schwul» als Schimpfwort verwendet wird. Wenn sie Glück haben, kommt Homosexualität im Deutschunterricht vor, bei der Lektüre eines Buchs, oder in der Biologie. Doch nirgends in der Schweiz gibt es Lehrpläne, die zur Behandlung dieses Themas verpflichten (siehe Kasten rechts), es bleibt also ganz den Lehrkräften überlassen. Basis: Eine prämierte Maturarbeit Ivo Colombo und Ruben Ott wollen nun zumindest eine Klimaänderung erreichen und haben im letzten Herbst an der Kantonsschule Baden den Verein «HalloWelt! » gegründet, zusammen mit drei Mittelschülerinnen von Baden und Olten. Das Konzept dafür hatte Colombo zuvor an der Neuen Kanti Aarau als Maturarbeit entwickelt – dazu gehörte auch das Gestalten von Flyer und einer Homepage. Die Arbeit ist von der Schule als eine der drei besten 2005 ausgezeichnet worden und später als eine der fünf besten im ganzen Kanton Aargau. Derzeit steht sie national im Wettbewerb mit 46 weiteren Arbeiten bei «Schweizer Jugend forscht».
Ich bin da ganz Ralfs Ansicht. Ennis bezieht sich auf seine Abrede (einmalige Sache/Ich bin nicht schwul). Die zweite Liebesnacht fehlt im Buch, nur der Film "widerlegt" mit dieser Filmszene Ennis & Jacks Abrede BEREITS am BBM (wie ich ja bereits geschrieben habe). Im Buch wird die Abrede erst mit der Wiedersehensszene nach 4 Jahren "endgültig widerlegt"...
Nochmals zur 17: Es könnte wirklich so gedeutet werden mit dem XVII - VIXI: Ennis "hat gelebt", ist nach Jacks Verlust so gut wie "tot". Aber dann kommt ja zum Glück Alma jr., lädt ihn zur Hochzeit ein, Ennis sagt zu - die Hoffnung SIEGT!
Hab Link und Text zum Glück selber abgespeichert, da ich noch nicht zum Hinsurfen kam... Danke an Danielle! So: I HAVE to quit you! (für heut Nacht...)
Nachttrag: "Der Unglückscharakter der Siebzehn in Italien wird aus einem Anagramm der römischen Zahl Siebzehn (XVII) zu VIXI gedeutet, das im Lateinischen ich habe gelebt also ich bin tot bedeutet. " Mehr auf www. wikipedia. de "siebzehn" wörtlich eintippen! Viel Spass beim Grübeln!; -)
Dies wurde schon ein zweites Mal für dich geschrieben! Hast es wohl beim Blättern verpasst... http: //community. livejournal. com/wranglers/854388. html Etwas runterscrollen bis man in einem Beitrag die Zusammenstellung der Musikstücke findet. Dort ist dann farblich hervorgehoben "Part One" und "Part Two". (leider nicht so hervorgehoben wie üblich, dass man gleich merkt, hier kann man auf etwas klicken) Mit dem Cursor dann auf einen dieser beiden Parts gehen und doppelklicken. Dann erscheint irgendeine savefile-Seite, dort runter bis zum grossen Download-Balken und darauf klicken. Es erscheint nochmals eine neue savefile-Seite, dort dann auf die Textzeile "Jetzt downloaden" (oder so ähnlich) klicken. Dann dauert es einige Zeit, bis alles gedownloadet ist.
Dein Zitat: "Für mich ist der Himmel gleichzusetzen mit Endlosigkeit und vor allem mit grenzenloser Freiheit. Könnte es also sein, daß sich Jack aus dem Korsett engstirniger Moralvorstellungen befreien will... " Ich finde auch, dass Jack im Verlauf des Films beginnt, sich langsam aufzulehnen, immer stärker versucht, für sich oder das, was er für richtig hält, einzustehen. Als Bsp. das Thanksgiving-Essen: Jack fordert von Sohn & Schwiegervater, Lureen und auch ihn selbst zu respektieren. (Hier ist Lureen sichtlich erfeut über Jack: irgendwie auch ein Zeichen ihrer Verbundenheit?) Gute Nacht an alle Neuen wie auch an alle Bisherigen!
Es wurde hier oft über die beiden Liebesnächte von Ennis & Jack am Brokeback Mountain geschrieben, da ist mir aufgefallen, dass der Film dabei vom Buch „ ein wenig“ abweicht. Ich versuchs so KURZ wie möglich zu erläutern... Im Buch wird nach der ersten Liebesnacht im Zelt erzählt, dass es so den Sommer weitergegangen sei zwischen Ennis & Jack (schneller, harter Sex, „ lachend und schnaufend“). Weiter heisst es, dass Ennis einmal sagte: „ Ich bin nicht schwul. “ und Jack antwortete: „ Ich auch nicht! Einmalige Sache. Geht niemanden was an ausser uns. “ Diese Abrede relativiert im Buch die Beziehung/Liebe zwischen Ennis & Jack auf dem BBM, schwächt sie ab. ANDERS im Film: Da folgt auf die erste Liebesnacht gleich die Dialogsszene (Abrede): ENNIS [und nicht Jack! ] sagt: „ It’ s a one-shot thing we got goin’ here. ” JACK: “ Nobody’ s business but ours. ” ENNIS: “ You know I ain’ t queer. ” JACK: “ Me neither. ” Trotz der gegenseitigen Abrede/Beschwichtigung folgt im Film danach die zweite Liebesnacht im Zelt, ausgesprochen zärtlich, die ausschliesslich im Film so erzählt wird: Ennis „ überwindet“ sich, folgt seinem Herzen und geht zu Jack, sie küssen sich, Ennis schmiegt sich an Jacks Brust, sie umarmen und lieben sich... Diese zweite Liebesszene im Film relativiert meiner Ansicht nach die Dialogsszene und somit auch ihre vorherige Abrede, dass sie nicht schwul seien. Also gerade umgekehrt. Ihre Liebe wird im Film hervorgehoben/betont. Ein kleiner Unterschied, aber für mich ein bedeutender. Deshalb gefällt mir der Film auch eine Spur besser... Was meint ihr? ----- @Robin: Schön, wieder von dir zu lesen! @Ricardo: Deine Ausführungen über E&J/Erde&Himmel gefallen mir. @SwissCowboy: Kann ich auch schwer verstehen, dass Leute, welche Benachteiligungen selber erfahren haben, trotzdem andere ausgrenzen...
Ennis kann überhaupt nicht damit umgehen, dass jemand anders weiss, dass er schwul ist. Er hat sogar Angst, dass die Leute es ihm ansehen könnten. (Sich es selber einzugestehen ist das eine, "geoutet" zu sein noch einmal etwas anderes...) Dann macht ihm Alma ausgerechnet an Thanksgiving - im Nebenraum die Kinder - deutlich, dass sie längst erkannt hat, was zwischen Jack und ihm vorgeht. Und zwar auf eine unfaire Art und Weise. Sie drängt ihn in die Ecke, die Situation eskaliert und Ennis muss vor den Augen seiner Kinder "flüchten", was ihn zusätzlich demütigt. Er flippt aus und lässt seine Wut am erst besten aus... Bei allem Verständnis für Alma, finde ich, ist sie an diesem Abend ja auch sehr frustriert über ihre zweite Ehe. Sie ist unglücklich mit Monroe, so quasi "vom Regen in die Traufe" gelangt. Wie er mit dem elektrischen Messer den Truthahn schneidet, sagt ja einiges aus...
@Patrizia: Dieser Satz liest sich vielleicht härter, als er gemeint war, zumal ich davon ausgehe, dass jeder ein Herz hat! Ich meinte, dass die Geschichte niemanden, der vorbehaltslos zuhört, ganz kalt lässt. @Swiss Cowboy: Was schreibst du "geplappert"??? Deine letzten Aussagen über Ennis & Jack treffen ins Schwarze!
Für mich steht auch erstmals Ennis & Jacks Liebesgeschichte im Vordergrund, die jede & jeden mitten ins Herz trifft, die eines besitzen. Nach mehrmaliger Auseinandersetzung mit der Geschichte werden jedoch weitere Ebenen interessant, beispielsweise die sozialkritische. Die Geschichte portraitiert die ländliche, patriarchale, von Gewalt geprägte Gesellschaft des Westens präzise, zeigt das harte (Über) Leben, bricht die Mythen des Westens und des amerikanischen Traums. In einer Filmszene sprechen Ennis & Jack über Pfingsten. Beide wissen nicht, was sie bedeutet. (Ich vermute, diese Szene könnte Ang Lee hinzugefügt haben.) Ich interpretiere das so, dass viele nicht (mehr) über ihre Religion/Kultur Bescheid wissen, und so die Religion für die rigiden Moralvorstellungen missbraucht werden kann, welche einer vernünftigen Überprüfung nicht standhalten. Ich weiss, ein kleines Detail im Film - aber die Geschichte besteht aus unzähligen solcher Details, die einem nach und nach auffallen und zusammen ein grossartiges, stimmiges Ganzes ergeben... ------- noch was zum Schnurrbart: Ist er nicht auch ein 1980er-Zeitmerkmal? Mir kommt da gerade ein Bild mit dem älteren Rock Hudson in den Sinn...
Deine Zusammenstellung (was ist "männlich"/"weiblich"???) finde ich sehr erhellend! Ang Lee sagte zum Thema Geschlechterrollen in einem Interview, dass gerade die "männlichen" Cowboys Arbeiten verrichten mussten (Kochen, Wäschewaschen, Tiere pflegen, usw.) die Mann früher als "Frauenarbeiten" bezeichntete...
@Danielle: Im Drehbuch steht folgendes: "Ennis steht auf dem Anhänger eines Heuwagens, sehr ähnlich James Dean im Film 'Giganten' und wirft den Kühen Heuballen zu. " Das als Nachtrag zu deinem guten Vergleich. @Ralf: Merci für deine netten Worte! @Ramona: zu deiner Frage wurden hier schon viele Antworten gesucht. Ein kurzer (nicht vollständiger) Überblick möglicher Interpretationen des Schwurs: - Ennis' Erkenntnis seiner Liebe/alles anders machen, wenn ers ändern könnte. - Jacks Asche auf dem BBM verstreuen - Jacks Andenken nie vergessen - Ennis' Liebesbezeugnis an Jack -... @Dennis: Schön, dass du nachfragst und nicht Klischees als gegeben betrachtest! Deshalb mein Tipp: Hört euch die Geschichten von Schwulen & Lesben an, liest Bücher und schaut Filme über sie/von ihnen an, und je mehr ihr das tut, desto klarer wird euch, dass Schwule & Lesben einzigartige Individuen sind, jeder & jede ein kleines Universum für sich, jedeR anders, weil sie Menschen sind.
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@Werner: Sehr schön deine botanischen Ausführungen! @Ester: Lieb von dir! Der BBM-Day am 13. Oktober dachte ich mir eher als "Erinnerungstag" an Ennis & Jack und ihre Geschichte. Für ein Treffen ist wohl der Sommer besser. Grüsse an alle!
Am 13. Oktober 1997 wurde die Kurzgeschichte zum ersten Mal veröffentlicht - erklären wir aficionados den 13. Oktober zum Brokeback Mountain Day? [@Sandra: Ich hoffe, du kannst noch atmen... ]; -)
Die rege Auseinandersetzung mit Brokeback Mountain ist gerade ein Qualitätsmerkmal für die Geschichte, lasst euch da nichts Negatives einreden... Ein Buch ist nicht fertig, wenn es gedruckt ist, ein Film ist nicht fertig, wenn er abgedreht/geschnitten ist (wenn Kunstwerke überhaupt je "fertig" sind...) Die Betrachtung durch das Publikum ist genauso wichtig, ebenso das Analysieren, Interpretieren und Diskutieren. Ich finde es spannend, mich mit anderen auszutauschen - dank Internet gehts sehr einfach. Das Zusammenspiel zwischen AutorInnen und Publikum funktioniert bei diesem Werk einfach grossartig! Ennis & Jack sind lebendig geworden, in unseren Köpfen und Herzen. Oft bringt Fiktion die Wirklichkeiten besser als alles andere zu Tage...
Bin deiner Meinung, finde den Film perfekt wie er ist, könnte aber mindestenes doppelt so lange im Kino zuschauen...; -) Brokeback Mountain ist ein kostbarer, beinahe unerschöpflicher Schatz. Beinahe unglaublich finde ich, dass Annie Proulx es schafft, auf wenigen Seiten so viele Landschaften, Lebensläufe, Geschichten, Wahrheiten auszubreiten. Sie schreibt alles, was man wissen muss und lässt einem trotzdem vieles offen, das man sich selber "ausmalen" muss - darum ist das Ganze so enorm spannend und bereichernd.
Dieses Buch kann ich euch nur empfehlen, es liefert Antworten auf einige (natürlich nicht alle!) Fragen, die uns hier auch beschäftigen. Besonders die Essays von Proulx und den DrehbuchautorInnen sind sehr interessant. Ein paar Auszüge, die ich spannend finde, für diejenigen, die das Buch nicht haben: ANNIE PROULX: Getting Movied „ Die Landschaft ist zentral für diese ländliche Geschichte“. Das ländliche Wyoming beschriebt sie u. a. als hart, abgelegen, isoliert, geprägt von der Viehzucht, dominiert von weissen/männlichen Werten, freiheitsversprechend aber lebensfeindlich, homophob. Brokeback Mountian sei „ die Geschichte über destruktive, ländliche Homophobie“. Homophobie der Gesellschaft einerseits, andererseits aber auch die Homophobie der beiden Hauptfiguren (besonders Ennis), die in dieser Gesellschaft aufgewachsen sind und mit den Vorurteilen infiltriert sind. Die beiden Charaktere, schreibt sie weiter, stammten von abgelegenen, harten und unwirtlichen Ranches. Beide wollten Cowboys sein, Teil des Mythos des „ grossartigen Westens“ - jedoch ohne Erfolg: Ennis sei und bliebe ein grob geschnitzter Ranch-Gehilfe und Jack habe (ausgerechnet) Rodeo als Ausdruck des Cowboy-Lebens gewählt. Die beiden Charaktere wären für sie enorm real geworden, lebendiger als Leute aus Fleisch und Blut. Was die Beziehung zwischen Ennis & Jack zusätzlich komplizierte: dass beide sich derart ineinander verliebten, wie man sich nur einmal im Leben verlieben könne. Annie Proulx wollte beides erforschen: „ Eine lang anhaltende Liebe und deren Preis, den man dafür möglicherweise bezahlen muss, homophobe Antipathie und Ablehnung. “ „ Ich versuchte Jack & Ennis Tiefe und Komplexität zu verleihen und das reale Leben zu spiegeln, indem ich diese Liebe gegen die sozialen Konventionen auflaufen/stossen liess, denen beide gehorchten: beide heirateten und zeugten Kinder, beide liebten ihre Kinder und auf eine Art auch ihre Ehefrauen. “ Weil es eine ländliche Geschichte sei, seien Familie und Kinder so wichtig. Mit Alma & Lureen erweitere sich die Story, die beiden Frauen (zuerst unschuldig vertrauend) müssten sich harten Lektionen über das reale Leben stellen. „ Alma & Lureen geben der Geschichte eine universale Verbindung, dass Männer und Frauen einander nötig haben, manchmal auf ungewöhnliche Weise. “ Über den Film schreibt Proulx: „ Meine Geschichte wurde nicht verstümmelt, sondern ausgeweitet in einen grossen und packenden Bilderreigen, der den Verstand durchrüttelt und die Herzen quetscht. “ Ungern gibt sie als Schriftstellerin zu, „ dass Filme in unserer Zeit mächtiger sein können als das geschriebene Wort“. LARRY McMURTRY: Adapting Brokeback Mountian „ Der Westen ist unglaublich schön, so schön, dass er nicht wenige täuscht: sie sehen die Härte und Strenge der Leben der Leute nicht, die in den öden kleinen Städten wohnen und sich nachts den Sand aus den Ebenen von ihren Zähnen bürsten müssen. “ „ Wenn du allzu oft diese Hügel anschaust oder neben den plätschernden Flüssen liegst, meinst du ein Liebeslied zu hören, wo ein Lied des Todes gesungen wird. “ DIANA OSSANA: Climbing Brokeback Mountain Brokeback Mountain sei ein Film, „ der den Mythos des amerikanischen Westens umstürzt sowie seine ikonenhaften Helden“.
Nagellack an Lureens Finger: Ich deute es als einen Hinweis, dass Jack ermordet worden ist und Lureen es weiss. Lureen kriegte beim Denken an den brutalen Mord zittrige Hände... Sonst zeigt sie keine sichtbare Reaktion auf Jacks Tod, am Telefon hat sie sich im Griff (den Schein gegen aussen wahren) - "kalt wie Eis". Roter Nagellack/Blut: Ob Lureen mit dem Mord direkt etwas zu tun hat, oder hinter Jacks "Doppelleben" gekommen ist und ihn "verraten" hat, ohne die Konsequenzen zu bedenken, oder ganz unschuldig ist... dafür gibts keine sicheren Anhaltspunkte und alles bleibt Spekulation.
Mit deinem Schlusssatz bin ich wieder einverstanden: -), Ennis & Jack gehören zusammen. Aber das Leben nimmt halt seinen Lauf, und "Umwege" können auch sehr wertvoll sein und führen auch zum "Ziel". Ennis hat Alma auf seine Art doch geliebt (meine Interpretation), aber nicht so wie er Jack liebt, klar. Bei Jack und Lureen seh ichs auch eher so wie du. Noch etwas zu Alma: Im Drehbuch (lese ich auch gerade...) heisst es, dass sie "innert Sekunden um Jahre altert", als sie Ennis & Jack "ertappt".
Ich sehs wirklich anders als du. Zumindest Ennis liebt seine Töchter ausserordentlich! Kinder sind nicht immer nur "Sonnenschein", auch dem besten Vater und der besten Mutter geht mal die Energie aus nach einem harten Tag, wenn die Kinder zudem auch noch krank sind und ununterbrochen weinen... Die beiden Szenen, die du ansprichst, zeigen meiner Meinung nach, wie hart das (Über-) Leben für Alma & Ennis ist, wie sies kaum schaffen, für sich und ihre Familie aufzukommen und Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen ( - auch ohne Ennis heimliche Beziehung zu Jack, die das Ganze noch zusätzlich kompliziert...) Ausser dem grossartigen Liebesdrama enthält die Geschichte gerade auch in den Nebengeschichten einiges an scharfer Gesellschaftskritik, wie ich meine. Unfair von Ennis? Ich weiss nicht: Ja, er hat Alma geheiratet, die Kinder sind geboren - das kann er nicht mehr rückgängig machen. Auch aus „ Fehlern“ kann sich Gutes ergeben, das Leben nimmt manchmal verrückte Wendungen... Und auf deine andere Frage: In der Schweiz haben wir das Glück, die Filme meist in Originalsprache mit UT zu sehen.
Ich meine, Alma wollte sich scheiden lassen, im Gegensatz zu Ennis, der sich im Gerichtssaal unglaublich verletzt, gedemütigt fühlt. Er empfindet die Scheidung wohl als Schande und Versagen seinerseits. Zudem weiss er ja nicht, dass Alma ihn zusammen mit Jack gesehen hat... Ennis muss sehr gelitten haben in diesem Moment - und diese Szene sagt auch viel über ihn aus. Was die beiden Ehefrauen betrifft: Sie spielen in den "Nebengeschichten", trotzdem, finde ich, wird im Film einiges und in präziser Weise über sie erzählt...
und es gibt so viel zu lesen, ich möchte oft zustimmen und manchmal widersprechen, beschränke mich aber auf folgendes: Ein paar Mal wurde inzwischen darüber diskutiert, warum Ennis & Jack geheiratet und Familien gegründet haben. Auch hier finde ich, sind sie nicht allein verantwortlich oder gar „ schuldig“. Ennis war ja bereits verlobt, bevor er Jack getroffen hatte, und „ konnte“ (so interpretiere ich seinen Charakter) sein Versprechen gegenüber Alma nicht einfach brechen. Und im Buch steht, er hätte erst nach einem Jahr gemerkt, dass er wegen der Trennung von Jack sich am Strassenrand übergeben musste (- und er somit für Jack viel mehr empfand als "übliche Freundschaft"). Nach über einem Jahr war wahrscheinlich auch seine erste Tochter schon geboren, von dieser Verantwortung wollte sich Ennis ebenfalls nicht davonstehlen. Und zu Jack in der Filmversion: Lureen hat sich Jack, der damals gerade das Rodeo gewann, regelrecht geangelt. Ich INTERPRETIERE ihr Verhalten als „ Rebellion“ gegen ihren übermächtigen, herrischen Vater - sie wurde schwanger und bestimmte „ ihren“ Ehemann. Der Vater konnte „ Rodeo“ zwar nicht ausstehen, duldete aber die Hochzeit, um keinen unehelichen Enkel zu haben... und für Jack bedeutete es eine gewisse Sicherheit, sich in die vermögende Familie einzuheiraten. (Ohne dass ich ihm vorwerfen will, dies mit voller Absicht getan zu haben, es hat sich halt ergeben...) Dies ein paar Erklärungsversuche (wie gesagt meine Interpretation) für ihre „ Doppelleben“ - mal abgesehen davon, dass die Liebe zwischen Ennis & Jack nicht akzeptiert worden wäre... Klar muss es unglaublich schmerzhaft für Alma und später auch Lureen (die wohl lange nichts mitgekriegt hat) gewesen sein, als sie die „ Wahrheit“ über Jack und Ennis erkannt hatten. Der Film bringt auch viel Verständnis für die beiden Frauen auf, finde ich. Genauso bin ich vorsichtig mit Urteilen über Ennis & Jacks Verhalten/Entscheidungen. Wer versucht, sich in die beiden hineinzudenken/-zufühlen, sieht vieles differenzierter, nicht schwarz-weiss. [Die Wahrheit ist nicht so oder so, sondern meistens so und so, lautet ein Zitat von G. Chaplin... ] Ich kanns auch nicht als „ Fehler“ ansehen, dass die beiden Kinder haben - was wäre bspw. mit Ennis am Schluss ohne Alma jr.? ------------- Noch etwas zu Jack: Seine Beschreibung im englischen Text (Rillamirilla), dass er alleine nichts zu Stande bringe, sondern immer jemanden an seiner Seite brauche, gefällt mir und es macht Jack umso menschlicher, wie ich meine... ---------- Und noch etwas: Ich denke nicht, dass Brokeback Mountain so schnell von den Leinwänden verschwinden wird. Und was Open Air Kino im Sommer betrifft: BERN (dort wird er bestimmt laufen, nehm ich mal an) kann ich nur empfehlen: Bevor die Leinwand für den Film hochgefahren wird, hat man von den Publikumsplätzen aus zuerst freie Sicht auf die prächtigen Berner Alpen - Yeehaa!
Sehr schön gesagt bzw. geschrieben. Noch ein kleiner Nachtrag, damits keine Missverständnisse gibt: Für mich persönlich sind Jack & Ennis trotz aller Tragik ganz klar "Winners"...
Scarlett: Ob du dir den Film ansehen willst, ist deine Sache. Ohne ihn anzuschauen würde ich aber nicht Urteile fällen. Und schon gar nicht so moralisierend: Wie hättest du denn gehandelt, hättest du für deine Liebe mit dem Tod bezahlen müssen? Und: Ja, sie sind Loser (mit einem o geschrieben), aus armen Familien stammend, ohne Perspektiven, denen kaum Chancen geboten sondern das Leben schwer gemacht wird - insbesondere in dieser harten Gesellschaft! Trotzdem sind es MENSCHEN, vor denen ich trotz ihren Mängeln (wer hat die nicht) Respekt habe. Menschen, die die Liebe ihres Lebens gefunden haben - und das ist unbezahlbar!
Schön, dass es dich gibt! Hab keine Zeit um mehr zu schreiben, musste einfach schnell eure Beiräge lesen...; -)
An Martin 1: Danke für deinen Hinweis, ich glaube, ich habe den Film auch schon mal gesehen, ist jedoch lange her. Ich werde ihn mir aber jetzt bei der nächsten Gelgenheit ansehen! An Thomas: So ähnlich könnte ich mir den weiteren Verlauf der Geschichte gut vorstellen, Alma jr. & Ennis innig miteinander verbunden und schliesslich Ennis & Jack für immer vereint am Brokeback Mountain... Und noch etwas zum Lied "Quizas Quizas Quizas"(gefällt mir auch so sehr): Ich habe die Version von Nat King Cole aus dem Filmsoundtrack von "In The Mood For Love" - schon wieder ein Film über Liebe, die nicht sein darf (hatte ich ganz vergessen...) Eigentlich seltsam: So viele Geschichten über dieses Thema - wann lernen eigentlich die Leute, dass man Liebende lieben lassen soll???
Ich meine, seit sich Menschen Geschichten erzählen, erzählen sie sich solche über verunmöglichte, „ verbotene“ Liebe (Pyramus & Tisbe/Romeo & Julia/West Side Story/usw.). Mit BBM ist eine weitere hinzugekommen und ich hoffe es werden immer wieder neue verfasst, denn diese Liebesdramen sind wie von euch auch schon gesagt NIE und NIMMER langweilig! Von einer mit einem GROSSARTIGEN ENDE möcht ich euch (sehr gekürzt!) erzählen: Wers interessiert, der oder die lese weiter... Tristan & Isolde (im 12. Jh. schriftlich aufgezeichnet): Tristan hatte den Auftrag, die schöne Königstocher Isolde von Irland ihrem zukünftigen Ehemann Marc, dem König von Cornwall, zuzuführen. Während der Überfahrt nach Britannien tranken die beiden versehentlich von einem eigentlich für Isolde und Marc bestimmten Liebestrank. Tristan und Isolde verliebten sich sofort unsterblich ineinander. Trotzdem wurde Isolde mit Marc verheiratet. Heimlich bestand die Liebe zwischen Tristan und Isolde fort, bis die verbotene Liebe aufflog. Es folgten Verurteilung, Flucht, Versteck - bis Marc die beiden wiederfand: Isolde kehrte zum gnädigen Marc (er wollte die beiden eigentlich töten) zurück. Und Tristan heiratete, um Isolde zu vergessen. Am Ende der Geschichte wurde Tristan in einem Kampf schwer verletzt und verlangte nach Isolde, die zu seiner Heilung kommen sollte. Bei Einfahrt des Schiffes log aber Tristans Frau Tristan an, Isolde sei nicht angekommen, worauf Tristan vor Enttäuschung starb. Isolde kam zu spät und starb gleich neben Tristan aus Kummer. Beide wurden getrennt auf jeder Seite einer Kapelle begraben. Sie sollten auch nach dem Tode getrennt bleiben. Aber ihre Liebe war stärker: Eine Weinrebe auf Tristans Grab durchstach Tristans Herz, ein Rosenstock auf Isoldes Grab Isoldes Herz. Beide Pflanzen wuchsen schnell über das Dach der Kapelle, umarmten und verbanden sich. Ihre Blätter, Blüten sowie die Früchte der Rebe und der Rose vermischten sich. Man sagt, dreimal hätte man die Stöcke zurückgeschnitten, dreimal hätten sie sich darauf wiedervereinigt.
Willkommen, sehr einverstanden mit deinem Beitrag!!! "Das ist insofern merkwürdig, als man den Eindruck gewinnt, das Spezifische des Films solle getilgt werden, um das breitere, möglicherweise konservative Publikum nicht zu vergraulen. " - gerade das versuchte ich zu bemängeln... Klar bestimmt nicht ausschliesslich die Gesellschaft über ein Individuum, aber auch ein Individuum kann nie alles für sich frei entscheiden, nur seinem Willen folgen... es ist eine Mischung aus beidem. Deutlicher für mich in Annie Proulx' Kurzgeschichte: Sie rechnet meines Erachtens ab mit dem Mythos des "Wilden Westens", wo sich jeder und jede frei und selbstbestimmt verwirklichen könne - stattdessen rigide Konventionen, Kontrolle und harter Kampf ums Überleben - deshalb hat der Film wohl auch nicht wenige Gegner!
Ich kann nicht allzu hart urteilen über Ennis. Die Konsequenzen, sich "der Liebe ganz hinzugeben", hätten äusserst brutal sein können. Wie er im Buch einmal selbst sagt: "am Leben bleiben möcht ich auch". Jack ist eher der Typ, der sich auflehnt, sich wehrt: Er flucht über die unfairen Arbeitsbedingungen von Aguirre, und (im Film) steht er schliesslich gegen seinen Schwiegervater (der nur Häme und Verachtung für "Rodeo" übrig hat) auf, um den Respekt gegenüber seiner Frau Lureen und auch gegenüber sich einzufordern (Thanksgiving / Lureen scheints zu gefallen!). Eine Szene, die ich sehr interessant finde...
Ich meine ja eine VARIANTE, eine Abwandlung dieses Grundmusters, da muss nicht alles gleich sein. Und klar gibts verschiedene Varianten unmöglicher Liebe - aber wie brisant die Männerliebe immer noch ist, sieht man ja an den vielen Reaktionen auf diesen Film...
Ich bin genau deiner Meinung. BBM ist eine schwule Variante des Romeo-Julia-Musters über Liebe, die nicht sein darf, verboten ist, die entgegen Verstand & Herz unterdrückt und gar mit dem Tod bestraft wird. Dass es sich in diesem Falle um eine Männerliebe in den 1960-80ern handelt, verstärkt die Brisanz und Tragik der Geschichte enorm. Klar ist: Liebe ist Liebe, egal wer wen liebt - und deshalb sind schwule Geschichten auch universal und fürs ganze breite Publikum offen.
GRACIAS MUCHO MUCHO MUCHO. Usted es grande: Der Link zur spanischen Website ist super, dank den unzähligen Fotos konnte ich mir jetzt meinen eigen "Trailer" zusammenstellen;) Abrazo
Zuerst an Roger 2: Danke für deinen Beitrag! Nicht nur einmal musste ich in Kritiken oder Berichten diverser Medien über BBM folgendes lesen: Dieser Film sei keine „ schwule sondern eine universale Liebesgeschichte“ (kann schwul nicht auch universal sein???), „ schwule Aktivisten“ würden diesen Film „ falsch interpretieren“ und „ vereinnahmen“, die Bezeichnung „ schwule Cowboys“ sei „ lächerlich“ oder das Publikum soll sich keine Sorge machen und ins Kino gehen, denn „ dies ist kein Schwulenfilm“. Ein „ Journalist“ meinte sogar, es habe gar nichts mit Homosexualität zu tun, dass zwei Männer, über längere Zeit isoliert in der abgelegen Natur, ihre sexuelle Energie „ entladen“ würden... ????? Ich ärgere mich über solche Artikel, finde sie belehrend, doof und ungemein beleidigend! Wie sieht ihr das? Wohltuend anders hingegen der Artikel der WoZ: http: //www. woz. ch/artikel/inhalt/2006/nr07/Kultur/12946. html (besonders der letzte Abschnitt)
Und vorhin hab ich noch etwas vergessen: Nur im Film wird gezeigt, dass Ennis die Hemden AUSTAUSCHT, sein Hemd über Jacks Hemd legt und Jack somit für immer umarmt und beschützt. Die ausgetauschten Hemden sind ein enorm kraftvolles Symbol, das ich nicht missen möchte und das (für mich) eindeutig Ennis aufrichtige Liebe zu Jack bezeugt!
Ich bin ebenfalls eurer Ansicht, trotz aller Tragik überwiegt die Hoffnung. Im Film zwar viel stärker als in der Kurzgeschichte: Im Film wird bspw. die Güte und das Mitgefühl von Jacks Mutter sowie die Verbundenheit und Liebe von Alma jr. zu Ennis viel stärker betont. Überhaupt finde ich die exakten Ergänzungen/Ausweitungen des Films hervorragend, sie stehen nicht im Widerspruch zu Proulx' Kurzgeschichte, sondern bereichern sie, unterstreichen vortrefflich, was Annie Proulx uns mitteilen will.
Ich habe mir einmal mehr die Rückblende-Szene angesehen (YouTube), und genau wie ihr beschrieben habt, Jacks Blicke sagen alles: Zuerst der junge Jack, der Ennis nachschaut, wie er davon reitet: Sein Blick ist voller grenzenloser Liebe, zärtlich verträumt, in Zauber versunken, erfüllt und zufrieden mit einem feinen Lächeln. Voller Zuversicht atmet er das Glück ein, wissend, Ennis kommt zurück und hoffend, dass nichts unmöglich sei. Zum Dahinschmelzen... Dann der Schnitt, man sieht Ennis nach der Auseinandersetzung im Wagen davonfahren, die Kamera geht zurück auf den älteren Jack: Er schaut bitter enttäuscht, tief verletzt, hart auf den Boden zurückgeholt, voller Trauer und Bedauern, bestürzt über den möglichen Verlust. Verzweifelt sein Blick, er weiss nicht mehr weiter, Hoffnungslosigkeit ergreift ihn - ist alles verloren? Es scheint mir, dass ein Teil von Jack bereits hier stirbt. Es "tschudderet" mich (für unsere deutschen und österreichischen Freunde: schweizerdt. für kalt den Rücken runterlaufen), Tränen sind unvermeidlich - was für ein Wechselbad der Gefühle in so kurzer Zeit!
"Jeder hörte respektvoll die Meinungen des anderen an, jeder war froh, einen Gefährten gefunden zu haben, wo er keinen erwartet hatte. " Das steht im Buch über Jack & Ennis - ich las es heute wieder und ihr seid mir in den Sinn gekommen... Beste Grüsse an alle!
Ein weiterer Grund (neben den schon genannten), dass dieser Film so berührt und bewegt, ist, dass die beiden Hauptfiguren keine idealen Superhelden sind, sondern sehr präzise "gezeichnet" werden, als Menschen mit Ecken und Kanten, mit Hochs und Tiefs, mit Vorzügen und Fehlern, mit Sonnen- und Schattenseiten - eben Menschen aus Fleisch und Blut. Die Geschichte ist zwar erfunden, sie beschreibt aber die Realität und das Leben so genau und vortrefflich, wie das kein Dok-Film machen könnte. Für mich ist sie so WAHR...
Schön, dass ich hier wieder so viele wunderbare Beiträge lesen darf, macht weiter so. Ich finde es gar nicht ungewöhnlich, dass man sich nach einem guten Film oder Buch mit anderen darüber austauschen will! Die Rückblende mit der Umarmung finde ich eine der besten Szenen der Filmgeschichte überhaupt. Voller Zärtlichkeit, Geborgenheit, Wärme und Menschlichkeit. Es ist ein Moment des absoluten Glücks, für beide stimmt alles, auch für Ennis, der die anfängliche Zurückhaltung nach dem "Ausbruch" ihrer Liebe offenbar abgelegt hat; keine Bedrohung von aussen und noch kein Gedanke ans Übermorgen, dass sie irgendwann weg vom BBM müssen... Der älter gewordene Jack sehnt sich nach diesem Augenblick des uneingeschränkten Glücks zurück, er wünschte sich, dass dieser Moment nie aufgehört hätte. Und mit der Rückblende gelingt es dem Film, Jacks grosse Sehnsucht auf uns ZuschauerInnen vollkommen zu übertragen, was ich grossartig finde - ich könnte den beiden stundenlang zuschauen... Es ist eindeutig, Jake Gyllenhaal spielt grandios, ebenso Heath Ledger! Aber das müsste ich euch ja gar nicht schreiben...;)
Gut, nach der Buchversion kann Jacks Schwiegervater nicht der Mörder sein, da hast du, Werner, recht. Die Täter bleiben offen. Für mich ist einfach klar, dass nachdem Jacks "Affäre" wahrscheinlich aufgeflogen ist, die Gesellschaft im ländlichen Westen dies keineswegs duldete und "kurzen Prozess" machte: Wer gegen die "Regeln" verstösst, muss bestraft werden - und so wurde Jack umgebracht. Bei einem bleib ich aber: Ennis wars sicher nicht. Hätte Ennis Jack umgebracht, hätte er wirklich die ausgeklügelte Idee gehabt, sich mit dieser Karte seine Unschuld vortäuschen zu lassen??? Das passt nicht zu Ennis und ist für mich einfach sehr weit hergeholt...
Im Buch wie im Film kommt es für mich deutlich heraus, dass Jack umgebracht wurde, nachdem man Jack mit dem "Nachbarn" erwischte. Wer genau ihn umgebracht hatte, ist offen (ich denke Jacks Schwiegervater steht dahinter), sicher ist aber, dass es NICHT Ennis war: Ennis schickte Jack ja wieder eine Karte (fürs Treffen im November?) und diese Karte wurde zurückgeschickt mit dem Vermerk "verstorben". Und: ein Dankeschön an Bruno! Schön, dass dus auch so siehst.:)
Ich denke, Ennis ist gegen Ende der Geschichte total vereinsamt: Die "Freundin", mit der er sich ein paar Mal traf (und die ihn offenbar sehr liebt) hat ihn verlassen, und er "landet" in einem Wohnwagen, die Hemden und die Postkarte sind neben der Erinnerung die einzigen Dinge, die ihm geblieben sind... Nur ein Mensch gibt ihn trotz allem nicht auf, das ist seine Tochter Alma jr. - sie ist ein wahrer Engel!
Also von einer "Schuld Jacks" kann meiner Meinung nach nicht gesprochen werden. Klar wäre Ennis' Leben anders verlaufen, wenn er Jack nie getroffen hätte, vielleicht stabiler und gewöhnlicher. Vielleicht hätte er eher eine bessere Existenz aufbauen können ohne die vielen Treffen mit Jack am BBM und ohne diese intensive, geheim zu haltende Liebe (aber das ist in dieser harten Gesellschaft des "Wilden Westens" nicht gesichert...) Am Ende erkennt Ennis, dass er mit Jack die Liebe seines Lebens gefunden hatte, so deute ich jedenfalls den Satz "Ich schwöre es", als Liebesbekenntnis und dass ers jetzt anders machen würde, könnte ers noch ändern. Eine Szene, die mir immer wieder den Atem raubt, ist das erste Wiedersehen vor Ennis & Almas Zuhause: Das kraftvolle Zusammentreffen der beiden Körper bei der innigen Umarmung - wie zwei Magnete ziehen sie sich an...
Ich schaue hier immer wieder vorbei, um eure Kommentare zu lesen, hoffentlich gehts noch lange so weiter! Noch etwas zu Ennis: Ihm wird immer alles genommen. Er verliert seine Eltern, darauf deren Ranch. Er kann seine Ausbildung nicht beenden, später verliert er immer wieder seine Jobs, um sich am BBM mit Jack treffen zu können. Seine Ehefrau trennt sich von ihm, geht mit den Kindern weg, und schliesslich verliert er Jack, seine grosse Liebe. Am Ende, als Alma jr. ihn zur Hochzeit einlädt, da entscheidet er sich nach kurzem Zögern bewusst für seine Tochter, er will sie nicht auch noch verlieren und nimmt die Einladung an - eine Szene in diesem grossartigen Film, die einem etwas Trost und Hoffnung gibt.
Was für ein film! Ennis und Jakes geschichte wird unglaublich präzise erzählt. Ang Lee übersetzt die kurzgeschichte brilliant auf die leinwand, ihm und den drehbuchautorInnen ist eine der besten adaptionen überhaupt gelungen. Und: mehrmaliger kinobesuch erhöht den genuss! Übrigens: alle songtexte zum soundtrack gibts hier: http: //www. cmlyrics. com/index. php? option=com_content&task=category§ionid=39&id=789&Itemid=45

Vitus
Director: Fredi M. Murer
Cast: Teo Gheorghiu, Julika Jenkins, Bruno Ganz

On a Clear Day
Director: Gaby Dellal
Cast: Peter Mullan, Billy Boyd, Ron Cook

Pride and Prejudice
Director: Joe Wright
Cast: Matthew Mac Fadyen, Keira Knightley, Judi Dench

Crustacés et coquillages
Director: Olivier Ducastel, Jacques Martineau
Cast: Valeria Bruni Tedeschi, Jean-Marc Barr, Romain Torres, Gilbert Melki

Bin jip
Director: Ki-duk Kim
Cast: Seung-yeon Lee, Jae Hee

Mar Adentro
Director: Alejandro Amenabar
Cast: Javier Bardem, Belén Rueda, Lola Duenas

Ricordare Anna
Director: Walter Deuber
Cast: Bibiana Beglau, Giuseppe Cederna, Jean Pierre Cornu, Tina Engel, Hans-Joachim Frick

Un long dimanche de fiançailles
Director: Jean-Pierre Jeunet
Cast: Audrey Tautou, Gaspard Ulliel, Dominique Pinon

El abrazo partido
Director: Daniel Burman
Cast: Daniel Hendler, Adriana Aizemberg, Jorge d'Elia

Comme une image
Director: Agnès Jaoui
Cast: Marilou Berry, Jean-Pierre Bacri, Agnès Jaoui

5 x 2
Director: François Ozon
Cast: Valeria Bruni Tedeschi, Stéphane Freiss, Françoise Fabian

Diarios de motocicleta
Director: Walter Salles
Cast: Gael García Bernal, Rodrigo De la Serna, Mía Maestro

Sommersturm
Director: Marco Kreuzpaintner
Cast: Robert Stadlober, Kostja Ullmann, Alicja Bachleda-Curus


Just a Kiss
Director: Ken Loach
Cast: Shabana Bakhsh, Eva Birthistle, Gerard Kelly

Les petites gens
Director: Nariman Turebayev
Cast: Erjan Bekmuratov, Olge Kerimov, Lyazat Dautova

Before Sunset
Director: Richard Linklater
Cast: Ethan Hawke, Julie Delpy, Vernon Dobtcheff

Cachorro
Director: Luis Miguel Albaladejo
Cast: José Luis Garcia-Pérez, David Castillo, Mario Arias

La mala educación
Director: Pedro Almodóvar
Cast: Gael García Bernal, Fele Martínez, Javier Cámara

Il est plus facile pour un chameau...
Director: Valeria Bruni Tedeschi
Cast: Valeria Bruni Tedeschi, Chiara Mastroianni, Jean-Hugues Anglade, Denis Podalydès, Roberto Herlitzka

In the Cut
Director: Jane Campion
Cast: Meg Ryan, Mark Ruffalo, Kevin Bacon

Kamchatka
Director: Marcelo Piñeyro
Cast: Ricardo Darín, Cecilia Roth, Héctor Alterio, Fernanda Mistral, Tomás Fonzi

Yossi & Jagger
Director: Eytan Fox
Cast: Yehuda Levi, Ohad Knoller, Assi Cohen

My Life Without Me
Director: Isabel Coixet
Cast: Sarah Polley, Scott Speedman, Deborah Harry

The Station Agent
Director: Thomas McCarthy
Cast: Peter Dinklage, Paul Benjamin, Patricia Clarkson, Michelle Williams

The Hours
Director: Stephen Daldry
Cast: Nicole Kidman, Julianne Moore, Meryl Streep, Ed Harris, Claire Danes

L'Auberge espagnole
Director: Cédric Klapisch
Cast: Cécile De France, Xavier De Guillebon

Hable con ella
Director: Pedro Almodóvar
Cast: Javier Cámara, Leonor Watling, Darío Grandinetti

My Big Fat Greek Wedding
Director: Joel Zwick
Cast: Joey Fatone, Bruce Gray

Gosford Park
Director: Robert Altman
Cast: Emily Watson, Kristin Scott Thomas, Alan Bates, Stephen Fry

Stille Liebe
Director: Christoph Schaub
Cast: Emanuelle Laborit

Le fate ignoranti
Director: Ferzan Ozpetek
Cast: Margherita Buy, Stefano Accorsi, Serra Yilmaz, Andrea Renzi, Gabriel Garko

Le fabuleux destin d'Amélie Poulain - Amélie de Montmartre
Director: Jean-Pierre Jeunet
Cast: Audrey Tautou, Matthieu Kassovitz, Jamel Debbouze, Rufus

Sous le sable
Director: François Ozon
Cast: Charlotte Rampling, Bruno Cremer, Jacques Nolot, Alexandra Stewart, Pierre Vernier

In the Mood for Love
Director: Kar-wai Wong
Cast: Tony Leung Chiu Wai, Maggie Cheung, Lai Chen

Billy Elliot
Director: Stephen Daldry
Cast: Julie Walters, Jamie Bell, Jamie Draven, Gary Lewis, Jean Heywood

Get Real
Director: Simon Shore
Cast: Ben Silverstone, Brad Gorton, Charlotte Brittain, Stacy Hart, Kate McEnery

Todo sobre mi madre
Director: Pedro Almodóvar
Cast: Cecilia Roth, Eloy Azorín, Marisa Paredes, Penélope Cruz, Candela Peña

Suddenly Last Winter
Director: Gustav Hofer, Luca Ragazzi
Cast: Gustav Hofer, Luca Ragazzi
diesen film muss man einfach gesehen haben.

Loin
Director: André Téchiné
Cast: Stéphane Rideau, Lubna Azaabal

I cento passi
Director: Marco Tullio Giordana
Cast: Luigi Lo Cascio, Luigi Maria Burruano, Lucia Sardo, Paolo Briguglia, Tony Sperandeo

Antonia's Line
Director: Marleen Gorris
Cast: Willeke van Ammelrooy, Els Dottermans, Dora van der Groen, Veerle van Overloop, Esther Vriessendorp

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