Genau wie damals auf dem Bildschirm geht es auch nun im Kino darum, dass junge Polizisten undercover in High Schools eingeschleust werden. In diesem Fall sind es Schmidt (Jonah Hill, der auch am Drehbuch mitschrieb) und Jenko (Channing Tatum), die zurück in die Schule geschickt werden, wo sie einen Drogenring aufdecken sollen. Die beiden, einst selbst Klassenkameraden und nun beste Freunde, sind ein ungleiches Duo: Schmidt ist der Typ Streber, der zu Fuß nicht der schnellste ist, aber Köpfchen hat, während Jenko zwar nicht allzu clever, dafür aber körperlich topfit ist. Im Einsatz werden allerdings die vorgesehenen Rollen vertauscht - Jenko landet in der Chemie-AG, Schmidt im Sport-Team. Und das ist nicht das Einzige, was schief geht.
Man muss die Vorlage, mit der Johnny Depp einst zum Teenie-Star wurde, nie gesehen haben um sich nun 21 Jump Street im Kino anzusehen. Es gäbe ohnehin so gut wie nichts wiederzuerkennen, denn der von Phil Lord und Chris Miller inszenierte Film übernimmt weder Figuren noch Plots. Und sich selbst auch nicht allzu ernst, weswegen der Tonfall hier ein gänzlich anderer ist, irgendwo zwischen Parodie und Actionkomödie. Viel Witz bezieht der Film dabei aus dem Glaubwürdigkeitsproblem, das erwachsene Männer zwischen Schulkids haben. Dabei geht es nicht nur um Jenkos wenig knabenhaften Körperbau, sondern vor allem um den Wandel, dem sich der Mikrokosmos High School seit der Schulzeit der Polizisten unterzogen hat. Rucksäcke, um nur ein Beispiel zu nennen, trägt man nicht länger an einem Riemen über die Schulter, sondern ganz ordentlich auf dem Rücken.
Neben vielen dieser feinen, cleveren Beobachtungen setzt 21 Jump Street aber natürlich auch auf sehr viel Plumperes, nämlich deftige Schenkelklopfer, anzügliche Schwanzwitze und exzessive Drogenräusche. Dass auch das Spaß macht, ist den Hauptdarstellern zu verdanken. Co-Autor Jonah Hill (kürzlich Oscar-nominiert für Moneyball) und der gerade omnipräsente Channing Tatum waren selten lustiger. Und den Fans der Serie sei verraten: einige Augen zwinkernde Gastauftritte von alten Bekannten gibt es auch zu vermelden.