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| John Lasseter: «Es ist wie in einem Traum» |
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Der Trickfilmproduzent John Lasseter über das Fundament der Pixar-Filme.
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Es ist schön, Sie hier in Cannes zu sehen. Was für ein aufregender Event und ich würde sagen «Up» passt perfekt dazu. Ja, und es ist so aufregend. Ich realisiere es immer noch nicht richtig, es ist wie in einem Traum. Unser Film eröffnet als erster Animation- und 3D-Film das Cannes Filmfestival. Es ist fantastisch und ich bin unglaublich aufgeregt.
Die Story gibt dem Film einen solchen Auftrieb, Sie muss die Animation an sich schon sehr inspiriert haben. Ja, bei Pixar sind die Story und die Figuren immer das Wichtigste. Denn genau das unterhält und bewegt das Publikum. Walt Disney sagte immer, dass für jedes Lachen auch eine Träne vorhanden sein sollte. Das ist sehr wichtig in unseren Filmen und wir richten uns danach. Wir wollten den Film lustig machen. Sogar sehr lustig. So dass der Humor direkt von den Figuren her kommt. Aber wir wollten auch gewisse Emotionen einbringen und diese werden durch die Entwicklung der verschiedenen Figuren erzeugt. Es ist der emotionalste und lustigste Film, den wir bei Pixar je gedreht haben. Es ist ein sehr spezieller Film geworden. Die Reaktionen, die wir gestern vom Publikum erhalten haben, waren fantastisch.
Gibt es immer eine Hauptidee auf der die Geschichte aufgebaut ist, wie zum Beispiel das Haus, das davon fliegt? Ganz am Anfang des Prozesses gibt es tatsächlich immer eine wesentliche Idee. Normalerweise ist es etwas Aussergewöhnliches. Jeder Film ist wieder anders. Man denkt sich dann bei dieser Idee: Das möchte ich gerne sehen, das könnte ein cooler Film werden. Ich freue mich jedes Mal darauf, zu sehen, woher schlussendlich die Emotionen kommen, welche Art von Geschichte erzählt wird und wie die Hauptfiguren sich verändern. Das ist unglaublich wichtig. Es ist der Grundstein des Filmes und muss von Anfang an vorhanden sein. Man kann das später nicht einfach so noch dazu fügen. Ich schaue ebenfalls auf den Gesamtrahmen des Filmes. Wie cool wäre es, auch an diesem Ort im Film zu sein und Zeit dort zu verbringen. Ich denke, in «Up» ist die Symbolik mit dem Haus, welches durch Ballone davon fliegt, so speziell. Es ist etwas, dass man sehen möchte. Ich habe so etwas noch nie vorher gesehen. Das ist auch unsere Arbeit bei Pixar. Wir möchten den Leuten gerne etwas zeigen, das sie vorher noch nie gesehen haben.
Die Details immer Film wurden sehr genau ausgearbeitet. Macht Sie die fortgeschrittene Technologie noch kreativer? Was ich an Computer Animation liebe ist, dass die Computer unsere Werkzeuge sind. Die heutigen Computer werden immer schneller und es gibt immer mehr Funktionen. Das sind die Werkzeuge, die wir benutzen. Die Schauspieler und die Figuren haben dadurch viel mehr Möglichkeiten. In «Up» hatten wir die Vision von einem klassischen Disney Film, von der Art wie er aussehen und sich anfühlen soll. Aber die Tatsache, dass es ein Animationsfilm in 3D ist, macht ihn wiederum so frisch.
[John Lasseter wurde interviewt von Portmann Media]
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