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Harry Potter and the Half-Blood Prince

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 Interview
Matthew Lewis: «Ich bin auch in einer Band.»

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Matthew Lewis über das Abenteuer Harry Potter - und sein Leben daneben.

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Matthew, schön, Sie hier in Zürich zu treffen. Sie sind ja bereits gestern in der Schweiz eingetroffen...
Das ist richtig. Wir sind gestern Nachmittag angekommen.

Und was haben Sie den ganzen Tag gemacht?
Wir waren ein wenig in der Stadt und haben Schokolade gegessen. Ich war so was von vollgefressen. Eure Schokolade ist aber wirklich sehr gut. Ich habe mir welche gekauft und werde sie mit nach Hause nehmen. Ich glaube aber nicht, dass sie lange reichen wird (lacht). Nachher haben wir noch eine Bootsfahrt gemacht. Das war sehr schön und ich habe viel von Zürich und der Umgebung gesehen. Dann waren wir noch im FIFA-Hauptquartier. Ich mag Fussball sehr, deshalb war das auch eine tolle Erfahrung.

Zum Film: Sie spielen Neville Longbottom. Wie schlüpfen Sie jeweils in diese Rolle? Nach sechs Filmen muss es ja schon eine ziemliche Gewohnheitssache sein.
Es ist seltsam. Ich bin Schauspieler seit ich fünf Jahre alt bin und mit Harry Potter begann ich mit elf. Es war komisch, denn normalerweise spiele ich eine Figur nicht über einen so langen Zeitraum. Man merkt dann, dass man manchmal einfach auf Autopilot schaltet und ganz leicht in die Rolle schlüpfen kann. Ich glaube, ich kenne Neville nach neun Jahren auch schon ziemlich gut. Es ist also nicht so schwierig, mich in der Rolle jeweils wieder zurecht zu finden. Man muss aber darauf achten, dass alles trotzdem noch frisch bleibt und man nicht zu faul wird und es zu locker nimmt. Es gibt immer neue Elemente, die man in die Rolle integrieren kann.

Haben Sie auch etwas gemeinsam mit Neville?
Ich habe etwas sehr entscheidendes gemeinsam mit ihm. Ich bin auch extrem vergesslich und sehr ungeschickt. Ich bin aber in der Schule und auch bei den Frauen ein bisschen erfolgreicher als er. Oder ich hoffe auf jeden Fall, dass es so ist. Aber wie gesagt, ich bin wirklich sehr vergesslich und werde immer in dumme Sachen verwickelt.

In diesem Film kommt ihre Figur nicht so oft zum Zug. Wie war das für Sie?
Es war schon komisch, mich quasi auf den Rücksitz zu setzen. Dieser Film konzentriert sich extrem stark auf die Hauptfiguren Harry, Ron, Hermione, Dumbledore und Snape. Der ganze Dreh war für mich natürlich einiges lockerer als bei den Filmen zuvor, weil ich nicht so viel zu tun hatte. Ich habe es aber lieber, wenn ich mehr zu tun habe. Ich arbeite gerne. Wir sind jetzt schon dran, «Harry Potter and the Deathly Hallows» zu drehen. In diesem Film habe ich viel mehr Dialoge. Das geniesse ich sehr. Ich muss zwar sehr früh aufstehen und komme erst spät am Abend ins Hotel zurück. Aber ich geniesse diesen ganzen Arbeitsablauf. Es war also schon ein wenig schwierig für mich beim aktuellen Film, weil ich nicht so viel zu tun hatte. Aber als ich mir den Film anschaute, war es toll, denn ich konnte ihn als Fan sehen und nicht als Schauspieler, weil ich nicht so stark involviert war. So konnte ich die Geschichte einfach auf mich wirken lassen.

Wie ist es für Sie, ein Teil dieser unglaublich grossen Harry Potter-Franchise zu sein?
Es ist verrückt. Ich denke gerade wieder, dass ich erst elf war, als das angefangen hat. Wegen dem Erfolg der Bücher wussten wir schon, dass die Sache wohl ziemlich gross werden würde. Aber ich hätte nie gedacht, dass es diese Grössenordnung erreichen würde. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich einmal in die Schweiz reisen würde, um einem Fernsehsender Interviews zu geben. Es ist wahnsinnig. Aber gleichzeitig hatten wir immer eine sehr gute Zeit. Es war absolut fantastisch mit all den Leuten, die ich getroffen und den Orten, die ich besucht habe. Diese Erlebnisse werde ich nie vergessen.

Wie gehen Sie denn mit der Presse und dem wachsenden Interesse an Ihrer Person um?
Es geht ganz ausgezeichnet. Die meisten Presseleute, die ich getroffen habe, waren absolut fantastisch. Sie waren immer sehr nett zu mir. Ich glaube, das liegt auch daran, weil die Filme Leuten aus allen Bevölkerungsschichten gefallen. Es sind ja nicht nur Kinderfilme. Man merkt es auch bei den Journalisten, dass sie Harry Potter mögen, denn sie sind meist sehr gut aufgelegt. Ich hatte bisher wirklich noch nie Probleme mit der Presse.

Sie sagten, dass Sie momentan schon den nächsten Potter-Film drehen. Was für Pläne haben Sie denn ausserhalb von «Harry Potter»?
Das ist eine gute Frage. Ich habe vor etwa einem Monat einige Szenen für den nächsten Potter-Film gedreht. Dan (Radcliffe / Harry Potter), Rupert (Grint / Ron Weasley) und Emma (Watson / Hermione Granger) sind jetzt noch mitten in den Dreharbeiten. Ich werde dann im Oktober wieder dazu stossen, und habe jetzt also ein wenig Freizeit. Ich sitze oft zu Hause und schaue fern... Sehr viel sogar. Ich bin auch in einer Band und spiele Gitarre. Zum Glück haben wir im Moment auch richtig gutes Wetter in England. Die Weltpremiere war eine Ausnahme, wie Sie vielleicht gesehen haben. Es hat gegossen wie aus Kübeln. Aber davor war es wirklich gut und ich habe mich oft mit Freunden zum Barbecue getroffen. Ich werde mich mehr um meine Schauspielkarriere kümmern, wenn das ganze Harry Potter-Projekt dem Ende zugeht. Ich möchte mit der Schauspielerei schon sehr gerne weitermachen. Auch nach Harry Potter. Also muss ich mich in den nächsten Monaten vielleicht einmal nach etwas Arbeit umsehen.

[Matthew Lewis wurde interviewt von Portmann Media]




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