| Kathy Bates: «Die Kurtisanen hatten eine grossen Einfluss» |
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Kathy Bates erklärt die historischen Hintergründe von «Chéri».
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Beschreiben sie uns die Welt, in der «Chéri» spielt etwas näher. Es ist eine Welt, von der nicht mehr viele Leute etwas wissen. Die Geschichte spielt kurz nach der Jahrhundertwende. Zu dieser Zeit gab es die sogenannten Kurtisanen. Ihre Geliebten gehörten zu den Berühmtesten und Reichsten. Es waren Könige, Prinzen und Herzöge, von überall aus Europa. Die Kurtisanen wurden mit der Zeit zu einer starken Gruppe von Frauen. Sie wurden sehr wohlhabend und hatten einen grossen Einfluss. Im Film werden auch ein paar genannt, die man sehr gut kannte. Michelle Pfeiffer spielt die Kurtisane, zu der sich Chéri hingezogen fühlt. Der Film spielt am Ende ihrer glorreichen Tage. Sie sind durch ihren Beruf gealtert. Meine Figur Madame Peloux ist überhaupt nicht mehr im Geschäft. Und das ist auch der Grund warum ihr Geld so wichtig ist. Es gibt keinen Weg mehr ihr Leben so zu gestalten, als spiele Geld keine Rolle. Das ist der Grund warum sie Léa unterstützt und ihr hilft, so gut es geht.
Wie ist die Beziehung zwischen Léa und Madame Peloux? Es ist eine seltsame Freundschaft. Sie sind auf eine gewisse Weise Rivalinnen. Madame Peloux ist auf Léas Schönheit eifersüchtig. Es ist eine unausgesprochene Rivalität.
Und wie war die Beziehung zwischen Ihrer Figur Madame Peloux und Chéri? Madame Peloux war nicht wirklich eine gute Mutter. Und ich glaube das war bei allen Kurtisanen so, dass sie es nicht wirklich mochten, wenn ein Kind dabei war. Denn das Kind markierte in den Augen anderer sehr genau ihr Alter. Sie war zwei Jahre mit diesem Prinz oder Herzog zusammen und hat das Kind sehr oft in der Obhut von älteren Freunden oder Krankenschwestern gelassen. Er hatte eine sehr einsame Kindheit und ich glaube das hat seinen Charakter geprägt. Er hat keine wirklichen Wurzeln in seinem Leben.
[Kathy Bates wurde interviewt von Portmann Media]
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