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The Dark Knight

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 Interview
Christopher Nolan: «Die Schauspieler hatten eine genaue Idee von ihren Figuren.»

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Der Regisseur ist zufrieden mit dem Film und freut sich über den Erfolg.

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Christopher, schön Sie zu sehen. Die Box-Office-Zahlen sind bekannt und alle sind glücklich. Es muss sich toll anfühlen, dass der Film die Leute so anspricht.
Nun, wenn man einen Film dieser Grösse dreht, macht man ihn für ein breites Publikum. Man hat also immer den Druck, dass möglichst viele Leute sich den Film ansehen werden. Aber die Grösse des Erfolges freut uns natürlich schon.

Was in diesem Film sehr gut funktioniert ist die Charaktertiefe, die Sie jeder Figur verleihen. Offensichtlich ist es nicht so einfach, jeder Figur ein komplett eigenes Leben zu geben. Wie viel wissen Sie persönlich eigentlich über die Hintergründe jeder Figur? Zum Beispiel beim Joker: Wie ist er zu dem geworden, was er ist?
Es gibt bei jeder Figur bestimmte Dinge, die wir festlegen. Zum Beispiel, wer sie sind und was sie motiviert. Dann gibt es noch viele andere Dinge, die wir zum Teil nicht so genau wussten. Ich vertraute in dieser Beziehung auf unsere grossartigen Schauspieler. Mit Leuten wie Christian Bale, Heath Ledger, Michael Caine, Gary Oldman, Maggie Gyllenhaal und Aaron Eckhart zu arbeiten ist toll. Sie sind alle unglaublich talentiert und sie finden selbst heraus, was mit ihrer Figur abseits der Leinwand passiert. Sie kamen zum Set mit einer genauen Idee von ihrer Figur und davon, was sie zum Frühstück gegessen und sonst getan hat bis zum Zeitpunkt, wo sie ins Bild kommt.

Ist es beruhigend für Sie, wenn Sie wissen, dass die heutige Technologie Ihrem Film Flügel verleihen kann? Vorausgesetzt, man kann das so nennen (lacht).
Ja, sehr. Ich bin fasziniert von der Technologie des Filmemachens. Ich versuche immer dieses spezielle Feeling zu erreichen, das man bei den Filmen spüren konnte, die man als Kind gesehen hat. Dafür muss man als Filmemacher alle zur Verfügung stehenden Technologien nutzen so weit das möglich ist. Wir haben das bei diesem Film versucht, indem wir gewisse Teile im IMAX-Format gedreht haben, um so die Zuschauer mitten in die Action mitnehmen zu können.

Sie sind selbst ein Batman-Fan. Falls Sie einen weiteren Batman-Film drehen würden: Welche berühmten Figuren aus den Batmangeschichten würden Sie gerne wieder auf der Leinwand sehen? Catwoman, Mr. Freeze, oder eine andere dieser berühmten Figuren?
Da habe ich absolut keine Ahnung. Wir haben alles, was wir sehen wollten in den aktuellen Film gepackt. Ich habe diesen Film erst gerade fertig gestellt und habe mir noch keine Gedanken über künftige Projekte gemacht.

Aber welche dieser Figuren mögen Sie persönlich?
(zögert) Das möchte ich nicht sagen, denn das würde wahrscheinlich missinterpretiert (grinst).

Also befassen wir uns mit den Figuren, die wir bereits haben. Was denken Sie macht den Joker zu einer solchen Symbolfigur in der Filmbranche?
Ich denke, das Körperliche dieser Figur macht sehr viel aus. Die Clownvisage, einfach die ganze Idee dieses psychotischen Clowns. Das macht ihn zu einer Symbolfigur. Ich glaube, das hat Heath (Ledger) bei seiner Darstellung sehr geholfen. Wir mussten eine Figur kreieren, die zwar menschlich, aber trotzdem sehr furchteinflössend ist. Wir haben herausgefunden, dass die visuelle Komponente sehr wichtig ist, weil auch Batman darauf setzt. Wir haben trotzdem probiert manchmal etwas wegzulassen. Wir überlegten uns, ob der Joker wirklich die ganze Zeit dieses Clown-Make-Up, einen violetten Anzug und die grünen Haare tragen muss. Dann haben wir aber festgestellt, dass wenn man nur etwas von diesen Dingen wegnimmt, es nicht mehr der Joker ist. Die Figur strahlt auch nicht mehr dieselbe Macht aus. Der Joker identifiziert sich wirklich sehr stark über die optischen Eigenschaften.

[Christopher Nolan wurde interviewt von Portmann Media]




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