Katie Leung: «Wir haben den Kuss vorher auch nicht geübt, denn wir wollten, dass es realistisch rüberkommt. So wie der erste Kuss halt sein soll.»
Sie berichtet, wie sie die Rolle der Cho Chang gekriegt hat. Und warum sie während dem ganzen Film weinen musste.
Hallo Katie. Schön, Sie hier in der Schweiz zu treffen. Wie war die Schweizer Premiere für Sie? Es war sehr aufregend und ich hatte viel Spass. Ich hätte nie so viele Leute erwartet. Es gibt unglaublich viele Harry Potter-Fans in der Schweiz, das ist toll. Es war wirklich grossartig und es hat mich sehr gefreut, wie wir von den Fans unterstützt wurden. Ich hoffe, sie haben den Film genossen.
Wie kamen Sie zu Ihrer Rolle in den Harry Potter-Filmen? Ich ging einmal nach London. Einfach so, ganz normal. Ich ging eigentlich nur so zum Spass mit meinem Vater hin. Ich hatte im Vorfeld einen Aufruf zum Casting für die Rolle der Cho Chang im Fernsehen gesehen. Also ging ich einfach mal hin. Ich musste dann in den kommenden Wochen einige Male vorspielen und dann ging ich zu den Studios, wo der Film gedreht wurde, um einen Screen-Test zu machen. Dort lernte ich auch den Regisseur und einige der Darsteller kennen. Ein paar Wochen später erfuhr ich, dass ich die Rolle hatte. Das war unglaublich (lacht).
Welche Szene im Film hat dir am besten gefallen? Von «The Order of the Phoenix»?
Ja. Ich liebe die Szenen mit Sirus Black und Harry Potter. Einfach, weil ich wusste, dass Sirius am Schluss sterben wird. Es war herzzerreisend und sehr ergreifend, die beiden zu sehen, wie sie ihre persönlichen Momente zusammen haben. Eigentlich war es auch sehr traurig, das zu sehen, aber ich habe es trotzdem genossen. Es hat mich sehr berührt und ich habe den ganzen Film geweint (lacht).
Sie wissen, wir müssen einfach über die Kuss-Szene mit Daniel Radcliffe sprechen. Wie war das für Sie? Es war sehr nett. Es ist eine sehr süsse Szene und es war toll, mit Daniel zusammenzuarbeiten. Er hat es geschafft, dass ich mich sehr wohl fühlte. Wir haben es vorher auch nicht geübt, denn wir wollten, dass es realistischer rüberkommt. So wie der erste Kuss halt sein soll. David Yates, der Regisseur, war auch grossartig. Er hat am Set eine sehr intime Atmosphäre geschaffen. Es waren zwar zehn bis zwanzig Leute anwesend, was sich nach viel anhört, aber das sind eigentlich überhaupt nicht viele. Es ging alles ganz problemlos.
Mit dieser Szene haben Sie viele Harry Potter-Fans eifersüchtig gemacht. Wie gehen Sie damit um? (lacht) Nun, bisher habe ich noch keine negativen Rückmeldungen von Mädchen erhalten. Es waren alle immer sehr nett zu mir. Es war einfach grossartig, denn ich fühlte mich dadurch noch glücklicher, dass ich Harry Potter als erste küssen durfte (lacht).
Denken Sie, dass «Harry Potter» Ihnen zu einem guten Start in Ihre Schauspielerkarriere verhelfen konnte? Definitiv, denn was gibt es besseres als Harry Potter? Es sind einfach gewaltige Filme mit vielen tollen Schauspielern und viele Leute sehen sich die Filme an. Es ist definitiv ein guter Start und ich bin glücklich, dass ich damit anfangen durfte. Ich freue mich schon auf den nächsten Film, dessen Dreharbeiten im September beginnen. Wir werden sehen...