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Harry Potter and the Order of the Phoenix

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 Interview
Daniel Radcliffe: «Man wird nun einen düstereren, einsameren und viel wütendenderen Harry sehen als in den letzten Filmen.»



Harry Potter ist fast erwachsen. Ob auch Daniel Radcliffe einen reiferen Umgang mit den Kollegen pflegt, verrät er im Interview.

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Daniel, toll Sie wiederzusehen. Das ist nun schon das fünfte Mal und wir gewöhnen uns alle langsam an die ganze Publicity-Sache. Wie sehen Sie das?
Ja, mir geht es genauso. Langsam aber sicher gewöhne ich mich daran und ich fühle mich in diesem Jahr schon viel selbstbewusster mit meinen Antworten im Vergleich zu früher.

Apropos Selbstbewusstsein: Sie haben ja die Entwicklung der Figur von Harry Potter mitgemacht. Er wächst ja durch die Bücher hindurch auf, und dieser Teil ist nun viel erwachsener und psychologischer geworden und aus seiner Sicht heraus auch introvertierter. Können Sie uns ein bisschen mehr über die Entwicklung der Figur Harry im Film erzählen?
Ich denke, man wird nun einen düstereren, einsameren und viel wütendenderen Harry sehen als in den letzten Filmen. Das kommt sowohl daher, dass er missverstanden wird, als auch von all dem, was er bisher alles durchgemacht hat. Das hat sich anscheinend alles ziemlich aufgehäuft und er weiss nicht so recht damit umzugehen. Aber gerade das macht ja Harry so sympathisch: Er geht durch die Hölle und am Ende steht er immer noch da mit einer intakten Integrität.

Wo in den vorangegangenen Filmen noch eine gewisse Distanz herrschte gegenüber der Erwachsenenwelt, führt Harry diesmal eine ziemlich direkte Beziehung zu allen Erwachsenen, die vorkommen - also jetzt eben nicht nur Voldemort, sondern auch sein Pate und andere. Hat das zu einer veränderten Zusammenarbeit mit den älteren Schauspielern geführt? Obwohl zwar auch Sie jetzt schon praktisch ein Erwachsener sind.
Nein, die erwachsenen Schauspieler waren schon immer sehr gut zu mir und sie haben mich nie bevormundet. Aber ich sehe Ihren Punkt und: Ja, es ist vielleicht wahr, dass ich tatsächlich anders mit ihnen zusammengearbeitet habe als zuvor. Besonders Gary und ich hatten eine viel erwachsenere Beziehung in diesem Film. Er betrachtete mich auch als einen ganz normalen Schauspieler, mit dem er zusammenarbeitet. Also, Gary und ich haben uns wirklich sehr gut verstanden, und es war toll, mit ihm zusammenarbeiten zu können.

Gewisse Dinge gehen womöglich leichter von der Hand, weil Sie das Set nun schon zum fünften Mal besuchen, Sie kennen die Figuren... Was diesmal vielleicht etwas schwieriger gewesen sein könnte, ist, dass sich die Special Effects verändert haben, was sich dann auch aufs Schauspielern bezogen hat. Ist das richtig?
Die Technik, die zur Schaffung der visuellen Effekte führt, hat sich permanent weiterentwickelt. David Heyman, der Produzent, hat etwas sehr gut dargelegt: In einem Interview sagte er, dass man in den ersten paar Filmen die Effekte mit den Kreaturen und die Special Effects kombiniert habe - dann haben sie jedoch herausgefunden, dass es sehr schwierig ist, diese beiden Dinge parallel zu handhaben. In diesem Film beschränkt sich deshalb alles auf die Special Effects, es sind alles nur noch visuelle Effekte. Dadurch sieht man keinen Unterschied mehr zwischen den Kreaturen und anderen Effekten. Daher, ja, hatten wir öfters Interaktionen mit Dingen, die eigentlich gar nicht da waren, aber auch daran haben wir uns nach mittlerweile sieben Jahren gewöhnt.

Wie kommen Sie mit den ständig wechselnden Regisseuren zurecht?
Sehr gut. Es gibt ja nicht wirklich grosse Umstellungen. Aber dennoch ist es für uns jedes Mal so, als ob wir ein völlig neues Projekt beginnen würden. Auch wenn wir die meisten Leute, mit denen wir zusammenarbeiten, bereits kennen. Aber das Drehbuch ändert natürlich immer und ausserdem sind die Pausen zwischen den einzelnen Filmen ziemlich lange. Zurück ist am Set ist es für uns dann wie ein Neustart mit jedem neuen Regisseur, selbst wenn man die Figuren ziemlich gut kennt,. Und das ist toll. Ich muss hier aber auch anfügen, dass ich wirklich sehr glücklich darüber bin, dass David Yates, der jetzige Regisseur, auch den nächsten Film übernehmen wird.

[Daniel Radcliffe wurde interviewt von Portmann Media]




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