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Good Night, and Good Luck

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George Clooney und David Strathairn George Clooney und David Strathairn
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 Interview
«Es ist nicht lustig, bei sich selber Regie zu führen!»



George Clooney und sein Hauptdarsteller David Strathairn über Politik, Macht und die Pflicht, kritische Fragen zu stellen.

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Cineman: David und George, es ist ein grosses Vergnügen, Sie hier wegen «Good Night, And Good Luck» zu treffen. Es handelt sich um einen sehr interessanten Film, weil er ein aktuelles Thema anspricht: Die Redefreiheit. Das ist sowohl heute als auch früher eine prekäre Thematik. Das war sicher einer der wichtigsten Punkte im Film, nicht?
Clooney: Es gab einen Grund, weshalb wir den Film machten. Die Geschichte wiederholt sich immer wieder, wenn man sich nicht ständig daran erinnert, was geschah. Das passierte uns über die Jahre sehr oft. Nach Pearl Harbor haben wir ziemlich viele Japaner interniert. Nachdem die Russen eine Bombe gebaut hatten, begannen wir mit der McCarthy-Ära. Man muss aufpassen und kritisch sein. Die Angst davor, die Dinge auszusprechen, ist etwas antipatriotisches. Es ist nicht das Recht von jedem, sondern die Pflicht, die Dinge auszusprechen und die Regierung immer zu hinterfragen. Darauf ist unsere Regierung abgestimmt. Es ist immer gut, uns ab und zu daran zu erinnern, wenn Angst eingeflösst wird, um diese Freiheiten einzuschränken.

Ihr Einstieg in eine Zeitperiode, in der Journalisten in den USA mehr drauf hatten als heute, ist sehr spannend. Wie ist es, an einem solchen Film zu arbeiten und gleichzeitig Parallelen in den Medien zu entdecken?
Strathairn: Es ist etwas Besonderes, weil es dich inspiriert. Man möchte alles so klar und korrekt wie möglich umsetzen und diesen Zeitpunkt in der Geschichte festhalten, in dem Journalismus, Nachrichtenerstellung und deren Ausstrahlung noch in den Kinderschuhen steckten. Das Instrument Fernsehen war im Begriff, die Welt zu erobern. Es ist eine Referenz, wie es damals war und was daraus wurde. Es war aufregend zu wissen, dass wir eine Art Geschichtslektion erteilen. Es waren Momente der Inspiration für viele Journalisten, um grundlegende Barrieren zu überwinden. Wenn der Film die Leute dazu bewegt, wieder über Ästhetik, Ethik und die Prinzipien, für die man lebt, nachzudenken - grossartig!
Clooney: Es gibt auch heute noch Journalisten, die ihr Leben verlieren, weil sie versuchen, eine Geschichte aufzudecken! Es ist nicht so, dass es nicht existiert. Es gibt heute unterschiedliche Formen und manchmal ist es schwierig, die richtige Information zu finden. Aber das gibt es noch.

George Clooney, Sie treten für den Film gewisse Star-Eigenschaften ab und zeigen grosse Selbstsicherheit...
Clooney: Das habe ich schon oft getan. In einem anderen Film, bei dem ich Regie führte («Confessions of A Dangerous Mind»), hatte ich nur eine kleine Rolle. Das war schon in einigen Filmen so. Ich finde es nie schlecht, in einem guten Film mitzuwirken - egal, wie gross der Film oder welche Rolle es ist. Ich denke, es ist schön, in einem guten Film mit dabei zu sein. Ob dies ein guter Film ist? ...zumindest die Idee ist gut.
Strathairn: Nur wegen Georges Star-Power war ein Film wie dieser überhaupt realisierbar! Toll!
Clooney: Es ist nicht lustig, bei sich selber Regie zu führen! «Schnitt! Ich finde, du bist sehr gut, George!» - «Oh, danke!»

[George Clooney und David Strathairn wurde interviewt von Portmann Media]




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