Karl Stig-Erland Larsson (* 15. August 1954 in Umeå; + 9. November 2004 in Stockholm) war ein schwedischer Journalist, Schriftsteller und Herausgeber des antirassistischen Magazins Expo.
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Karl Stig-Erland Larsson (* 15. August 1954 in Umeå; + 9. November 2004 in Stockholm) war ein schwedischer Journalist, Schriftsteller und Herausgeber des antirassistischen Magazins Expo.
Leben
Nach dem Besuch des Gymnasiums und mehreren Jahren in wechselnden Jobs (u.a. bei der schwedischen Post) wurde Stieg Larsson 1979 bei der schwedischen Nachrichtenagentur TT (Tidningarnas Telegrambyrå) angestellt. Er arbeitete dort die nächsten 19 Jahre hauptsächlich in der graphischen Abteilung, verfasste aber auch Essays, kleinere Artikel und Buchkritiken. Seit 1982 war er als Skandinavienkorrespondent für die britische antifaschistische Zeitung Searchlight Magazine tätig. 1991 veröffentlichte er zusammen mit Anna-Lena Lodenius das Buch "Extremhögern", das sich mit dem schwedischen Rechtsradikalismus befasst. Im Jahre 1995, als sieben Menschen von Rechtsextremisten ermordet wurden, gründete er die Expo-Stiftung, zu der auch das gleichnamige Magazin gehört. Seitdem war er Herausgeber des antifaschistischen Magazins Expo.
Larsson galt als einer der weltweit führenden Experten für anti-demokratische, rechtsextreme und neonazistische Bewegungen. Auch war er freiberuflich als Kriminalschriftsteller tätig. Noch kurz vor seinem Tod konnte er drei Kriminalromane um den Journalisten Mikael Blomkvist und die skurrile Meister-Hackerin Lisbeth Salander fertig stellen. Für seinen Autorennamen änderte Larsson seinen Vornamen von Stig in Stieg, um Verwechslungen mit dem Drehbuchautor und Regisseur Stig Larsson zu vermeiden.
Stieg Larsson starb 2004 an den Folgen eines Herzinfarktes. Er hinterliess bei seinem Tod die ersten drei von einer Reihe von zehn geplanten Büchern. Die Bücher vier, fünf und sechs liegen als Exposés und teilweise als fertiggestelltes Manuskript vor. Ein Streit um diese Manuskripte zwischen seiner Lebenspartnerin Eva Gabrielsson, seinem Bruder sowie seinem Vater verhinderte bislang weitere Veröffentlichungen.
Die ersten drei Bücher wurden als Millennium-Trilogie posthum veröffentlicht und ein internationaler Erfolg. Ebenfalls posthum erhielt er 2006 den Skandinavischen Krimipreis (Glasnyckeln) für Verblendung, welches ein Jahr zuvor bereits vom schwedischen Buchhandel zum besten Buch des Jahres gewählt worden war.
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