Rowan Sebastian Atkinson (* 6. Januar 1955 in Consett, County Durham, England) ist ein britischer Komiker und Schauspieler. International bekannt wurde er vor allem durch seine Paraderolle als der Sonderling Mr. Bean.
[>>]Quelle: Wikipedia
Rowan Sebastian Atkinson (* 6. Januar 1955 in Consett, County Durham, England) ist ein britischer Komiker und Schauspieler. International bekannt wurde er vor allem durch seine Paraderolle als der Sonderling Mr. Bean.
Leben und Karriere [Bearbeiten]
Rowan Atkinson, der jüngste von vier Brüdern, wurde im englischen Consett in einer Landwirts- und Unternehmerfamilie geboren. Seine Eltern sind Eric Atkinson und Ella May (geborene Bainbridge), die am 29. Juni 1945 heirateten. Sein ältester Bruder ist der politische Ökonom und Publizist Rodney Atkinson. Neben Rodney sind Rupert und Paul, der als Kleinkind starb, seine weiteren Brüder. Atkinson wurde anglikanisch erzogen und besuchte die Durham Choristers Schule, die St. Bees Schule sowie die Newcastle University. Atkinson, der ursprünglich Elektroingenieur werden wollte und in Oxford studierte, begann seine Karriere 1979 bei der BBC als Ensemblemitglied der Comedy-Show Not the Nine O'Clock News, bei der auch Mel Smith, Pamela Stephenson und Griff Rhys Jones mitspielten.
Ab 1982 konnte man Atkinson in der Serie Blackadder sehen, in der er die Titelrolle des Edmund Blackadder (wörtlich: Kreuzotter) in vier Staffeln spielte. Die von Richard Curtis und Ben Elton geschriebene Serie spielt in vier verschiedenen Epochen, karikiert zahlreiche historische Persönlichkeiten der englischen Geschichte und nimmt die nationalen, kulturellen und politischen Eigenheiten und Eitelkeiten des englischen Volkes aufs Korn. Durch den Wortwitz und die satirischen Anspielungen auf die aktuelle britische Politik blieb der Erfolg auf den englischsprachigen Raum beschränkt. Ebenfalls 1982 spielte Atkinson im James-Bond-Film Sag niemals nie den Angestellten Nigel Small-Fawcett der Britischen Botschaft Nassau in einer skurril gestalteten Nebenrolle.
International bekannt wurde Atkinson vor allem als Mr. Bean, ein kindischer, neugieriger und egoistischer Sonderling, der im Alltagsleben vom Pech verfolgt zu sein scheint. Der Humor ist sehr körperbetont und kommt fast vollständig ohne Text aus, so dass eine Übersetzung nicht nötig ist. In der Rolle des Mr. Bean sind Atkinsons Markenzeichen seine Gestik und vor allem seine Mimik, die ihm den Spitznamen rubber face (Gummigesicht) einbrachte. In dem fünfzigminütigen BBC-Film Visual Comedy von 1992 analysiert und erläutert Atkinson in der Doppelrolle als Professor und als Schauspieler Kevin die Eckpunkte des stummfilmhaften Humors bei Mr. Bean. Dabei zeigt er, wie stark diese Figur in der Tradition der Komiker Charlie Chaplin und Buster Keaton angelegt ist.
Die gleichnamige Serie lief von 1990 bis 1995 im britischen Fernsehen. 1997 spielte er unter der Regie von Mel Smith in der Verfilmung Bean - Der ultimative Katastrophenfilm mit, die ein weltweiter Erfolg an den Kinokassen wurde. Ausserdem leiht er seit 2002 seiner Figur in einer Zeichentrickserie die Stimme.
Atkinson ist seit 1990 mit der Maskenbildnerin Sunetra Sastry verheiratet. Die Hochzeitszeremonie fand im Russian Tea Room in New York City statt. Trauzeuge war Stephen Fry. Das Paar hat zwei Kinder. Sohn Benjamin wurde 1993 und Tochter Lily 1995 geboren. und lebt abwechselnd in Oxfordshire Village/Waterperry, Northamptonshire Village/Apethorpe und London.
Der 1999 am Reedy-Creek-Observatorium in Australien entdeckte Asteroid (19535) Rowanatkinson wurde nach Atkinson benannt.
2003 kam die James-Bond-Parodie Johnny English - Der Spion, der es versiebte in die Kinos, in der Atkinson einen chaotischen, aber eingebildeten Geheimagenten spielt. 2004 folgten Medienberichte, nach denen er sich wegen einer schweren Depression in psychiatrische Behandlung begeben habe. Diese Berichte wurden von Atkinsons Management und Anwälten dementiert, es gab ein juristisches Verfahren. Atkinson gewann es, sodass danach Entschuldigungen und Widerrufe in den Medien erschienen. 2006 verkörperte er in dem Film Mord im Pfarrhaus eine der Hauptrollen, nämlich den zerstreuten Pfarrer Walter Goodfellow.
Am 29. März 2007 kam der zweite Mr. Bean-Kinofilm mit dem Titel Mr. Bean macht Ferien in die deutschen Kinos. In einem Interview in der Frankfurter Rundschau kündigte er an, sich von seiner Rolle als Mr. Bean zu trennen.
Am 17. Januar 2009 feierte die Neuinszenierung des Musicals Oliver! im Royal Drury Lane Theatre, London ihre Premiere. Bis zum 18. Juli 2009 war Atkinson dort Montag bis Samstag in der Rolle des Fagin zu sehen. Dieser trug, durchaus beabsichtigt, unverkennbare Züge der Figuren Mr. Bean und Blackadder. Sein Nachfolger in dieser Rolle ist der britische Comedian Omid Djalili.
Am 27. Juli 2012 trat er auf der Eröffnungsfeier der XXX. Olympischen Spiele zusammen mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Simon Denis Rattle im Londoner Olympiastadion als Orchestermusiker auf. Während er eine einzige immer wiederkehrende Note des Liedes "Chariots of Fire" auf einem Synthesizer spielte, drifteten seine Gedanken ab und es wurde eine Parodie auf die Anfangssequenz des gleichnamigen Sportlerfilms (dt.: Die Stunde des Siegers) eingespielt.
[<<]Dieser Text basiert auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Bild: Eva Rinaldi