Oprah Gail Winfrey (* 29. Januar 1954 in Kosciusko, Mississippi, USA) ist eine Talkshow-Moderatorin und Unternehmerin. Sie ist bekannt für The Oprah Winfrey Show, die bei weitem erfolgreichste Talkshow des amerikanischen Fernsehens. 2006 hatte die wöchentliche Show 21 Millionen Zuschauer in 105 Ländern.
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Oprah Gail Winfrey (* 29. Januar 1954 in Kosciusko, Mississippi, USA) ist eine Talkshow-Moderatorin und Unternehmerin. Sie ist bekannt für The Oprah Winfrey Show, die bei weitem erfolgreichste Talkshow des amerikanischen Fernsehens. 2006 hatte die wöchentliche Show 21 Millionen Zuschauer in 105 Ländern.
Winfrey ist Eigentümer des Produktionsunternehmen HARPO Productions, welches ihre und viele andere erfolgreiche US-amerikanische TV-Formate produziert. Sie ist die erste Afroamerikanerin, die Milliardärin wurde. Laut dem US-Wirtschaftsmagazin forbes verdiente sie, im Zeitraum Juni 2009 bis Juni 2010, 315.000.000 US$. Durch ihren enormen Einfluss in den amerikanischen Medien belegt sie in der Liste The World's Most Powerful People des Wirtschaftsmagazin Platz 45.
Leben
Oprah Winfrey wurde als uneheliche Tochter minderjähriger Eltern geboren. Sie selbst gab an, im Alter von 9 Jahren sexuell missbraucht worden zu sein . Mit 15 Jahren wurde sie ungewollt schwanger, ihr Kind starb kurz nach der Geburt. Sie nahm Drogen und war esssüchtig. Aufgrund dieser schwierigen Biographie gilt sie bei vielen ihrer Zuschauer als besonders glaubwürdig.
Karriere
Ihre Karriere begann Oprah Winfrey als Nachrichtenmoderatorin in Baltimore, Maryland. 1983 wechselte Winfrey nach Chicago als Gastgeberin auf WLS-TV für die Morgentalkshow AM Chicago. Die erste Sendung in Chicago wurde am 2. Januar 1984 ausgestrahlt.
Die Talk-Show wurde aufgrund ihres Erfolges in The Oprah Winfrey Show umbenannt, die in vielen syndizierten Fernsehsendern läuft und heute nur noch Oprah heisst. Diese besinnt sich auf das traditionelle Format einer Talk-Show, die Moderatorin lädt hier Personen ein, die an Armut leiden oder Opfer unglücklicher Unfälle sind. Dadurch begann sie sich bald für wohltätige Zwecke einzusetzen. Sie versucht, offen über verschiedene Aspekte des Lebens zu berichten, auch über unbequeme wie sexuellen Missbrauch in der Kindheit und Drogenmissbrauch bei Erwachsenen. Ihre besondere Stärke ist es, zu ihren Gästen oft eine intensive Beziehung aufzubauen, so dass diese sich öffnen, viel erzählen und preisgeben, so dass hochemotionales Fernsehen entsteht. Oprah selbst ist seit über 20 Jahren mit dem Unternehmer Stedman Graham liiert.
In den 1990er Jahren gründete sie ihren Oprah's Book Club im Fernsehen. Viele Autoren stellen ihre Bücher bei Oprah vor, Bill Clinton war zum Anlass der Veröffentlichung seiner Autobiografie ebenfalls zu Gast. Der Buch-Club ist ein Indikator für die Bestseller-Listen der USA und als Kaufempfehlung bedeutsam. Damit hat Winfrey einen grossen Einfluss auf die US-Medien. Nach Angaben der Zeitschrift TV Guide betrug 2007 ihr Jahreseinkommen 260 Millionen USD. Im Jahr 2009 verdiente sie laut Forbes Magazine 315 Mio. USD. und wurde zur einflussreichsten Prominenten gewählt.
Am 20. November 2009 kündigte Oprah Winfrey an, 2011 mit ihrer Talkshow aufzuhören. Ihre letzte Sendung soll am 9. September 2011 ausgestrahlt werden.
Weitere Aktivitäten
- Winfrey ist in den Vereinigten Staaten auch als Philanthropin bekannt. So gründete sie z.B. "The Angel Network" (Das Engelsnetzwerk), wo sie Geld für wohltätige Zwecke sammelt. Die Zeitschrift Business Week führte Winfrey 2005 mit einem geschätzten Spendenvolumen von 300 Mio. USD. in einer Liste der spendabelsten Philanthropen. 2004 gründete sie mit 40 Mio. USD die Oprah Winfrey Leadership Academy for Girls in Südafrika, eine Schule für benachteiligte Mädchen aus verarmten Verhältnissen. Da die Schule über Luxus-Einrichtungen wie einen Beauty-Salon u.ä. verfügt, wurde Winfrey dafür kritisiert, das Geld nicht für die Aufnahme von mehr Schülerinnen in das Programm genutzt zu haben.
- Neben ihrem eigenen Magazin "O and O at Home" (O und O zu Hause) besitzt sie auch den Fernsehsender Oxygen. Sie ist Präsidentin von Harpo Productions.
- Oprah Winfrey ist auch Gelegenheits-Schauspielerin, zum Beispiel in der Verfilmung von Alice Walkers Die Farbe Lila. Sie produzierte die Filmumsetzung von Toni Morrisons Menschenkind, ausserdem produzierte sie den Fernsehfilm The Wedding aus dem Jahr 1998 mit Halle Berry in der Hauptrolle.
- Winfrey ist Autorin und Trägerin des "Bob Hope Humanitarian Award", den sie bei der Emmy-Verleihung 2002 bekam.
- Mit 2,5 Milliarden US-Dollar auf dem Konto ist sie die erste schwarze Frau, die Milliardärin wurde.
- Winfrey unterstützte die Präsidentschaftskandidatur 2008 von Senator Barack Obama und trat mit ihm zusammen bei Wahlkampfveranstaltungen auf.
Kritik
Winfrey ist auch oftmals Gegenstand von Kritik. So wird ihr z.B. vorgeworfen, mit ihrer Popularität und der Medienmacht ihrer Show nicht immer verantwortungsvoll umzugehen. The Washington Post warf ihr einen zu unkritischen Umgang mit ihren politischen Gästen vor. Weiterhin wurde ein Auftrittsverbot für Sarah Palin während der Präsidentschaftswahlen kritisiert. 2005 geriet Winfrey in die Kritik, weil sie den Pariser Filial-Mitarbeitern des Modehauses Hermès Rassismus zum Vorwurf machte, da diese ihr 15 Minuten nach Ladenschluss keinen Einlass mehr in das Geschäft gaben. Weiterhin wurde kritisiert, dass sie Bücher welche sie in ihren Buch-Club-Sendungen vorstellt und welche dann regelmässig zu Bestsellern werden, nicht kritisch behandelt (z.B. 2008 die Buchvorstellung des spirituellen Lehrers Eckhart Tolle, A New Earth: Awakening to Your Life's Purpose). Weiterhin akzeptierte Winfrey eine unkritische und einseitige Präsentation von Hormonprodukten und Krebsheilmitteln, welche von Medizinern abgelehnt werden, durch Suzanne Somers im Jahr 2009 vor einem Millionenpublikum.
Bücher
- Make the Connection: Ten Steps to a Better Body and a Better Life, von Bob Greene und Oprah Winfrey, 1999; ISBN 0-7868-8298-0.
- Journey to Beloved, by Oprah Winfrey and Ken Regan, 1998; 0786864583.
- The Uncommon Wisdom of Oprah Winfrey: A Portrait in Her Own Words, von Bill Adler (ed) und Oprah Winfrey, 1997; ISBN 1-55972-419-6.
- A Journal of Daily Renewal: The Companion to Make the Connection, von Bob Greene und Oprah Winfrey, 1996; ISBN 0-7868-8215-8.
- In The Kitchen With Rosie: Oprah's Favorite Recipes, von Rosie Daley und Oprah Winfrey, 1994; ISBN 0-679-43404-6.
Filmographie
- 1985: Die Farbe Lila
- 1987: Schmeiss' die Mama aus dem Zug!
- 1997: Wie ein Vogel ohne Flügel
- 1998: Menschenkind
- 2001: Schwer verliebt
- 2007: Ocean's Thirteen
- 2009: Küss den Frosch
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