M. Night Shyamalan ['ʃæ.mæ.lɔːn] (* 6. August 1970 in Mahé, Indien; eigentlich Manoj Nelliyattu Shyamalan) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler indischer Herkunft. Shyamalan drehte vor seinem Durchbruch Independent-Filme, die nur mässigen Erfolg hatten. Durch den Psychothriller The Sixth Sense fand er 1999 internationale Anerkennung. Der Film erzielte ein weltweites Einspielergebnis von rund 670 Millionen US-Dollar und erhielt unter anderem sechs Oscar-Nominierungen. Mit den darauffolgenden Filmen Signs - Zeichen, The Village - Das Dorf, The Happening und Die Legende von Aang konnte er nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen.
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M. Night Shyamalan ['ʃæ.mæ.lɔːn] (* 6. August 1970 in Mahé, Indien; eigentlich Manoj Nelliyattu Shyamalan) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler indischer Herkunft. Shyamalan drehte vor seinem Durchbruch Independent-Filme, die nur mässigen Erfolg hatten. Durch den Psychothriller The Sixth Sense fand er 1999 internationale Anerkennung. Der Film erzielte ein weltweites Einspielergebnis von rund 670 Millionen US-Dollar und erhielt unter anderem sechs Oscar-Nominierungen. Mit den darauffolgenden Filmen Signs - Zeichen, The Village - Das Dorf, The Happening und Die Legende von Aang konnte er nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen.
Shyamalans Filme sind dem Genre des Fantasy- bzw. Horrorfilms zuzuordnen. Sie erzeugen Spannung unter anderem durch subtile Bedrohungsszenarien und durch eine Psychologie der Angst. Die wesentlichen Konstanten in Shyamalans Werk sind melodramatische Ereignisse in einer Familie oder bedrohliche, mysteriöse Phänomene, denen meist die Kinder aufgeschlossen gegenüberstehen. Ebenfalls typisch sind kleinere Nebenhandlungen, die plötzlich eine wichtige Rolle im Film einnehmen, sowie die verschiedenen Bedeutungen der Farben. Des Weiteren enden die Filme oft überraschend ("Plot Twist").
Leben
Die Eltern Nelliate C. Shyamalan und Jayalakshmi Shyamalan wohnten in der Kleinstadt Mahé, an der Südwestküste Indiens. Nelliate, heute im Ruhestand, war von Beruf Kardiologe, seine Frau Gynäkologin. Beide entstammten Arztfamilien: Jayalakshmi hat acht Geschwister, von denen fünf Mediziner wurden, ihr Mann war einer von sieben Ärzten in seiner Familie. 1960 wanderten sie in die USA ein und liessen sich in einer Vorstadt von Philadelphia nieder. Vier Jahre später kam das erste Kind, Veena Shyamalan, zur Welt. Als Jayalakshmi erneut schwanger wurde, beschloss sie nach Indien zurückzukehren, um dort ihren Sohn zu gebären. Dort genoss sie die Anwesenheit der Familie, bis ihr zweites Kind, Manoj Nelliyattu Shyamalan, am 6. August 1970 in Mahé das Licht der Welt erblickte. Nach weniger als einem Jahr flog sie mit ihrem Sohn zurück in die USA.
Manoj Shyamalan wuchs in einem Vorort Philadelphias wohlbehütet auf. Er wurde von seinen Eltern wegen der Disziplin auf die römisch-katholische Privatschule Waldron Mercy Academy in Merion geschickt. Das rigide, disziplinierte Erziehungsverfahren störte ihn rückblickend nicht. "Im Gegenteil", erinnert sich Shyamalan, "ich war sogar ziemlich glücklich, weil alle die gleichen Schuluniformen besassen und ich mich so als indisches Aussenseiterkind gleich behandelt fühlte." Danach ging er auf die Episcopal Academy, ebenfalls eine Privatschule in Merion. Trotz der strengen Schulerziehung genoss er während seiner Kindheit und Jugend im Elternhaus viel Freiheit. Hinduistisch geprägte Lebenskultur zu Hause und strenger Katholizismus in der Schule - dieses "Wechselspiel" zwischen den beiden Religionen hat Shyamalan wohl zu einem "Wanderer zwischen den Welten gemacht", denn Bestimmung, Selbstfindung und die Suche nach höherer Erkenntnis werden später wichtige Themen in seinen Filmen sein.
Shyamalan zeigte bereits in frühen Jahren Interesse für den Film. Einerseits beeinflusste ihn ein Buch von Spike Lee, in dem dieser erzählt, wie er seinen ersten Film ohne Geld und Produzent gedreht hat. Andererseits sammelte er wertvolle Erfahrungen mit der Super 8-Kamera seines Vaters Nelliate. "Manche Kinder sehen Ärzte im Fernsehen und mögen, was sie zu sehen bekommen. Manoj schaute auch, und er mochte den Fernseher, nicht die Ärzte", stellte dieser später fest. Shyamalan begann im Alter von zehn bis zwölf Jahren - die Angaben variieren - die ersten Kurzfilme zu drehen. Mit sechzehn oder siebzehn - erneut sind die Quellen nicht eindeutig - hatte er, beeinflusst durch Filmemacher wie Steven Spielberg oder Alfred Hitchcock, fünfundvierzig kleine Eigenproduktionen realisiert, die er später auf DVDs zu seinen Filmen veröffentlichte.
Nachdem Shyamalan die Schule beendet hatte, entschied er sich, die New Yorker Universität Tisch School of the Arts zu besuchen, obwohl es seinem Vater lieber gewesen wäre, wenn er Medizin studiert hätte. Während des Studiums lernte er die indische Psychologiestudentin Bhavna Vashani kennen; 1993 heirateten sie und haben heute zwei Töchter. 1992 schloss Shyamalan sein Filmstudium mit einem Bachelor ab und änderte seinen Namen. Beeinflusst wurde er dabei von seinen ehemaligen Mitstudenten, die ihn mit Spitznamen Night genannt hatten. Er tauschte Nelliyattu durch Night aus und kürzte Manoj auf M. ab. So entstand sein aktueller Name M. Night Shyamalan.
Im Oktober 2001 gründete Shyamalan mit seiner Frau zusammen die M. Night Shyamalan Foundation (MNS Foundation), die sich das Ziel gesetzt hat, Armut und soziale Ungerechtigkeiten in Philadelphia zu bekämpfen. Gegenwärtig ist die Organisation aber auch überregional aktiv wie z.B. in Nagpur, Indien. Heute lebt Shyamalan mit seiner Familie in Philadelphia, wo er ausserhalb der Stadt die eigene Produktionsfirma Blinding Edge Pictures in einer umgebauten Farm untergebracht hat. Der Grund für sein Bleiben in dieser Gegend - trotz mehrerer Angebote aus Hollywood - ist auf die Nähe zur Familie, zu der Verwandtschaft und Gemeinde zurückzuführen. Shyamalan meint ausserdem, die Distanz zu Hollywood halte seine künstlerische Perspektive frisch und sagt: "Ich wohne in Pennsylvania, in der Nähe von Philadelphia. Dort schreibe ich meine Drehbücher und leite die Nachproduktion meiner Filme. Es ist eine idyllische Region, fast übernatürlich. […] Man findet dort sehr schöne und alte Häuser. Ich habe die Angewohnheit dort mit meinen Freunden spazieren zu gehen, und diese ruhigen, friedlichen Orte inspirieren mich für Angst einflössende Geschichten."
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