Lawrence Tierney (* 15. März 1919 in Brooklyn; + 26. Februar 2002 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Er war vornehmlich als Darsteller von Gangstern bekannt und geriet auch selbst häufig mit dem Gesetz in Konflikt.
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Lawrence Tierney (* 15. März 1919 in Brooklyn; + 26. Februar 2002 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Er war vornehmlich als Darsteller von Gangstern bekannt und geriet auch selbst häufig mit dem Gesetz in Konflikt.
Leben und Karriere [Bearbeiten]
Lawrence Tierney wurde fünf Jahre vor seinen Brüdern Gerard Kenneth Tierney und Edward Tierney in Brooklyn, einem Stadtteil von New York City, geboren. Seine Eltern waren Lawrence (Polizist) und Mary Tierney (beging Selbstmord). Er war ein guter Schüler, der die Boy's High School in Brooklyn besuchte und ein Stipendium für das Manhattan College erhielt. Tierney zog es jedoch vor, das College zu verlassen und sich als Wanderarbeiter zu betätigen. So bekam er einen Job als Katalog-Model. Anfang der 1940er Jahre begann Tierney als Theaterdarsteller zu arbeiten und erhielt anschliessend einen Vertrag bei der Filmgesellschaft RKO. Er bekam zunächst Nebenrollen in Filmen wie Val Lewtons The Ghost Ship von 1943 oder dem Teenager-Drama Youth Runs Wild. Bekannt wurde Tierney durch seine Rolle des Gangster Dillinger in dem gleichnamigen Film Jagd auf Dillinger. Aufgrund seines Erfolges in diesem Film bekam er von PKO zahlreiche Rollen als harter Kerl oder Verbrecher, darunter zweimal als Gesetzloser Jesse James in den Western Badman's Territory (Land der Banditen) und Best of the Badmen (Der Rächer). Weiter verkörperte er den Mörder im Film noir Born to Kill, einen Soziopathen in The Devil Thumbs a Ride und einen Berufsverbrecher in The Hoodlum.
Tierney spielte 1952 in Cecil B. DeMilles Oscar-prämiertem Film The Greatest Show on Earth mit. Da er, wie in seinen Filmrollen, zum Genuss von reichlich Alkohol und körperlicher Gewalt neigte, kam er des Öfteren mit dem Gesetz in Konflikt und war so ein regelmässiger Gast im Gefängnis von Los Angeles. Sein Schauspielkollege Robert Mitchum, der 1948 wegen illegalem Drogenbesitzes dort einsass sagte zu den Wärtern: "We're keeping Lawrence Tierney's cell warm for ya." ("Wir halten Lawrence Tierneys Zelle für euch warm.")
Mitte der 1950er Jahre bekam Tierney immer seltener und nur noch kleinere Rollen. Nach seiner Mitwirkung im Drama A Child Is Waiting von John Cassavetes zog Tierney nach Europa, wo er jedoch wiederum Schwierigkeiten mit dem Gesetz bekam. In den späten 1960er, als er nach New York zurückgekehrt war, hielt er sich mit Gelegenheitsjobs, beispielsweise als Barmann, über Wasser. 1973 war er in eine Schlägerei verwickelt und 1975 wurde er im Zusammenhang mit dem Selbstmord einer Frau von der Polizei vernommen.
Dennoch gelang es Tierney seine schauspielerischen Qualitäten in weiteren Filmen unter Beweis zu stellen. So war er 1971 in Otto Premingers Film Such Good Friends, 1977 in Andy Warhols Bad oder 1981 in der Komödie Arthur zu sehen. Nach einer Entziehungskur kehrte er 1983 nach Hollywood zurück, um seine Karriere ernsthaft wiederzubeleben und arbeitete regelmässig für Fernseh- und Kinoproduktionen.
Neben seiner Rolle in der NBC-Produktion Polizeirevier Hill Street war Tierney auch in Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert zu sehen und spielte einen Sheriff in dem Fernsehfilm Dillinger von 1991. Er war ebenfalls als Superhirn "Joe Cabot" in Quentin Tarantinos Reservoir Dogs - Wilde Hunde zu sehen.
Tierney verstarb im Februar 2002 an einer Lungenentzündung. Er hatte zwei jüngere Brüder Gerald und Edward Tierney, beide ebenfalls Schauspieler. Sein Neffe ist Filmregisseur und Schauspieler Michael Tierney. Er hatte drei Kinder, darunter eine Tochter Elizabeth.
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