Lars von Trier, bürgerlich: Lars Trier (* 30. April 1956 in Kopenhagen) ist ein dänischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er gilt als einer der markantesten und umstrittensten europäischen Filmemacher der Gegenwart.
[>>]Quelle: Wikipedia
Lars von Trier, bürgerlich: Lars Trier (* 30. April 1956 in Kopenhagen) ist ein dänischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er gilt als einer der markantesten und umstrittensten europäischen Filmemacher der Gegenwart.
Familie [Bearbeiten]
Lars von Trier ist der zweite Sohn von Inger Høst (1915-1989) und Ulf Trier (1907-1978). Inger Høst und Ulf Trier lernten sich während der deutschen Besetzung Dänemarks in der dänischen Widerstandsbewegung kennen, wo sie Juden halfen, über den Øresund ins sichere Schweden zu fliehen. Nach von Triers Angaben waren seine Eltern Kommunisten, gehörten einer Gemeinschaft von Nudisten an und erzogen ihn antiautoritär.
Lars von Triers Onkel mütterlicherseits war Børge Høst, ein Filmregisseur, der wohl sein Interesse fürs Filmemachen weckte. Bereits als Grundschüler drehte er mit einer Super-8-Kamera kleine Animationsfilme, später dann Kurzfilme mit seinen Freunden. Sein erster dokumentierter Animationsfilm von circa 1967 hiess Turen til Squashland (Die Reise ins Zucchiniland) und dauerte eine Minute. Von Trier zeigte bereits in seiner Kindheit Belastungsstörungen und konnte einige Zeit nicht die Schule besuchen. Daher wurde er psychiatrisch betreut. Trotzdem spielte er 1969 eine der zwei Hauptrollen in der dänisch-schwedischen Kinderfernsehserie Hemmelig sommer. Seit seiner Kindheit leidet er unter Depressionen und Phobien. Mit zwölf Jahren besuchte er deshalb ein Tagesheilungszentrum.
Seine Mutter gestand ihm kurz vor ihrem Tod, dass sein biologischer Vater ihr ehemaliger Vorgesetzter im Sozialministerium Fritz Michael Hartmann sei. Die ehemals deutschstämmige Familie Hartmann lebt seit 1762 in Dänemark und hat einige bedeutende dänische Musiker, wie den Komponisten Johann Peter Emilius Hartmann, hervorgebracht. Nach eigenen Angaben war von Trier tief enttäuscht darüber, keine jüdischen Wurzeln zu haben. Er habe sich in der Rolle eines Aussenseiters, der aus einer Gruppe von Verfolgten stammte, sehr gut gefühlt. In der Synagoge habe er sich immer zugehöriger gefühlt als in evangelischen oder katholischen Kirchen.
In seiner ersten Ehe war von Trier bis 1996 mit der dänischen Regisseurin, Drehbuchautorin und Schauspielerin Cæcilia Holbek Trier verheiratet, die genauso wie er an der Dänischen Filmschule studiert hat. Während der zweiten Schwangerschaft von Cæcilia Holbek Trier verliebte er sich in die verheiratete Bente Frøge, eine Erzieherin, die seine Tochter in der Kindertagesstätte betreute. Drei Wochen nach der Geburt seiner zweiten Tochter verliess er offiziell seine Ehefrau, um mit Bente Frøge zusammenzusein. Dieses Verhalten führte nicht nur zu beträchtlichen Verletzungen bei seiner verlassenen Frau, den beiden Töchtern u. a., sondern auch zu einem gewaltigen Medienecho in Dänemark. Bente und Lars von Trier heirateten nach beider Scheidung 1997. Bente Trier brachte nach einigen Jahren Zwillingssöhne zur Welt.
[<<]Dieser Text basiert auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Bild: Georges Biard