Jordi Savall i Bernadet [ˈʒɔɾði səˈβaʎ] (* 1. August 1941 in Igualada, Katalonien) ist ein spanischer Musikwissenschaftler und Gambist im Bereich der historischen Aufführungspraxis, der auch eigene Kompositionen zur Aufführung bringt.
[>>]Quelle: Wikipedia
Jordi Savall i Bernadet [ˈʒɔɾði səˈβaʎ] (* 1. August 1941 in Igualada, Katalonien) ist ein spanischer Musikwissenschaftler und Gambist im Bereich der historischen Aufführungspraxis, der auch eigene Kompositionen zur Aufführung bringt.
Leben
Jordi Savall studierte am Conservatori Superior de Música de Barcelona. Er war Schüler von Wieland Kuijken in Belgien und ab 1968 von August Wenzinger in Basel. Seine Interessen für alte Musik führten ihn zu Wenzingers Schola Cantorum Basiliensis, deren Leitung er 1974 übernahm. Im selben Jahr gründete er Hespèrion XX (jetzt: Hespèrion XXI), ein Ensemble, das sich speziell dem Repertoire der frühen Musik der iberischen Halbinsel verpflichtete. 1987 gründete er die Capella Reial de Catalunya, die sich auf die Interpretation mittelalterlicher geistlicher Musik spezialisiert hat.
Jordi Savall hat sich durch weltweite Auftritte sowie durch umfangreiche Tonaufnahmen den Ruf eines bedeutenden Interpreten und Musikwissenschaftlers für alte Musik erworben. Er wurde einem grösseren Publikum bekannt durch die Musik zu dem mehrfach ausgezeichneten französischen Film Die siebente Saite (1991). Ferner komponierte er die Musik zum Film Marquise: Die Rolle ihres Lebens aus dem Jahre 1997, bei dem Véra Belmont Regie führte.
Jordi Savall war seit 1968 mit der Sopranistin Montserrat Figueras verheiratet. Ihre Tochter Arianna Savall sowie ihr Sohn Ferran Savall sind ebenfalls musikalisch tätig. Ab 2009 lehrt Savall als Gastdozent im "Juilliard Historical Performance Program" der Juilliard School in New York City.
Das 1998 durch Savall gegründete Label "Alia Vox" konnte bis 2010 mehr als 2 000 000 CD vermarkten, nicht zuletzt durch Savalls starke Präsenz in den Konzertsälen und den Medien, als durch Niederlassungen in 45 Ländern .
[<<]Dieser Text basiert auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Bild: Georges Seguin (Okki)