Jennifer Joanna Aniston (* 11. Februar 1969 in Sherman Oaks, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.
Sie wurde bekannt durch die Rolle der Rachel Green in der erfolgreichen Sitcom Friends, in der sie von 1994 bis 2004 spielte und die ihr Kritikerpreise wie den Emmy, den Golden Globe und den Screen Actors Guild Award einbrachte.
Seit dem Ende der Serie spielte Aniston vor allem in Mainstream-Kinofilmen wie Bruce Allmächtig (2003), … und dann kam Polly (2004), Trennung mit Hindernissen (2006), Marley & Ich (2008) und Er steht einfach nicht auf Dich (2009).
Besondere Anerkennung bei Filmkritikern erhielt sie für ihre schauspielerischen Leistungen in Independentfilmen wie The Good Girl (2002) und Freunde mit Geld (2006).
Zuletzt war die Schauspielerin in den Komödien Der Kautions-Cop (2010), Meine erfundene Frau und Kill the Boss (2011) im Kino zu sehen.
Leben und Karriere
Frühe Jahre und Anfänge der Karriere
Jennifer Aniston wurde im Februar 1969 in Sherman Oaks, einem Stadtteil von Los Angeles geboren. Ihr Vater, der Schauspieler John Aniston, kam als Yannis Anastassakis auf Kreta zur Welt, emigrierte aber bereits als Kind mit seinen Eltern in die USA, wo er seinen griechischen Vor- und Nachnamen offiziell anglisieren liess, bevor Aniston geboren wurde. Ihre Mutter ist die US-amerikanische Schauspielerin Nancy Dow, deren Vorfahren aus Schottland und Italien kommen. Aniston hat zwei Halbbrüder: John Melick (* 1959) arbeitet als Regieassistent und stammt aus der ersten Ehe ihrer Mutter; Alexander Aniston (* 1989) entstammt der zweiten Ehe ihres Vaters mit der Schauspielerin Sherry Rooney. Ihr Patenonkel war der Kojak-Darsteller Telly Savalas, der beste Freund ihres Vaters.
Zusammen mit ihrer Familie lebte Aniston als Kind ein Jahr in Griechenland, verbrachte dann aber den Grossteil ihrer Kindheit in New York City. Ihre Eltern liessen sich scheiden, als Aniston neun Jahre alt war. Daraufhin wurde sie von ihrer Mutter alleine in New York aufgezogen, während ihr Vater nach Los Angeles zog, wo er seit 1985 in der Fernsehserie Zeit der Sehnsucht die Rolle des Victor Kiriakis spielt.
Aniston besuchte die New Yorker Rudolf Steiner School, wo sie in der Theatergruppe mitspielte und ihr Interesse für Kunst entdeckte. Als sie elf Jahre alt war, wurde eines ihrer Gemälde im New Yorker Metropolitan Museum of Art ausgestellt. 1987 machte Aniston ihren Abschluss an der Fiorello H. LaGuardia High School of Music & Art and Performing Arts. Nach ihrem Abschluss trat sie im Jahr 1988 in den Off-Broadway-Produktionen For Dear Life am Public Theatre und Dancing On Checkers' Grave auf. Da ihre Gagen nicht besonders hoch waren, verdiente sie sich ihren übrigen Lebensunterhalt als Fahrradkurierin und Kellnerin.
Auf der Suche nach lukrativeren Rollenangeboten zog Aniston 1989 nach Los Angeles und erhielt im folgenden Jahr ihre ersten Engagements in der kurzlebigen TV-Serie Molloy und im Fernsehfilm Das total verrückte Ferienlager. Eine Hauptrolle spielte sie anschliessend in der Serie Ferris Bueller, basierend auf dem Kinofilm Ferris macht blau, die jedoch nach 13 Folgen wieder eingestellt wurde. Es folgten einige Gastrollen in Fernsehserien wie Zurück in die Vergangenheit und schliesslich die erste Hauptrolle in einem Kinofilm, dem Horrorstreifen Leprechaun - Der Killerkobold (1993), der jedoch weder bei Kritikern noch an den Kinokassen ein grosser Erfolg wurde, mittlerweile aber unter Filmfans einen gewissen Kultstatus erlangt hat. Nachdem ihr nächstes Engagement in der erfolglosen Fernsehserie Muddling Through nach nur zehn Folgen endete, zog Aniston kurzzeitig in Erwägung, die Schauspielerei aufzugeben.
Durchbruch und Fernsehkarriere
1994 sprach Aniston für die Rolle der Monica Geller in einer neuen Sitcom über sechs Freunde in New York City vor. Die Produzenten besetzten die Rolle schliesslich mit Courteney Cox, jedoch wurde Aniston die Rolle der Rachel Green angeboten. Wenig später erhielt sie auch das Angebot, bei der Comedy-Show Saturday Night Live mitzumachen, doch die Schauspielerin entschied sich für Friends. Die NBC-Serie startete im Herbst 1994 und wurde schnell ein grosser Zuschauererfolg mit weit über 20 Millionen US-amerikanischen Zuschauern pro Episode.
Durch die Serie wurde Aniston zur Mode-Ikone und ihre damalige Frisur während der ersten und zweiten Staffel, der "Rachel Look" (im Englischen auch einfach nur "The Rachel"), war Thema in vielen Modemagazinen und wurde von Frauen weltweit kopiert. In einem Interview mit der Zeitschrift Allure gestand die Schauspielerin allerdings später, dass sie selbst die Frisur gar nicht mochte: "‚The Rachel‘ war wohl der hässlichste Haarschnitt, den ich je gesehen habe."
Aniston erhielt für ihre Rolle viele Kritikerpreise, darunter 2002 den Emmy und 2003 den Golden Globe.
Friends wurde 2004 nach zehn erfolgreichen Jahren eingestellt. Das Serienfinale am 6. Mai 2004 wurde in den USA von 52,5 Millionen Zuschauern verfolgt. Aniston über das Ende der Serie in einem Interview mit Oprah Winfrey vom 7. Mai 2004: "Friends war das Grossartigste, was mir passieren konnte. Die Serie hat mir alles gegeben, all die beruflichen Möglichkeiten, die ich jetzt habe, und diese wundervollen Menschen, die ich durch Friends kennenlernen durfte. All das verdanke ich dieser Serie."
Für die letzten beiden Staffeln erhielten alle sechs Hauptdarsteller eine Gage von einer Million US-Dollar pro Episode, womit sie laut Guinness-Buch der Rekorde von 2005 die bestbezahlten Serienstars aller Zeiten waren. Mittlerweile wurden sie jedoch von Charlie Sheen, der 1,25 Millionen US-Dollar pro Folge von Two and a Half Men erhalten hatte, auf Platz 2 verwiesen.
Obwohl Aniston seit dem Ende von Friends überwiegend auf der Kinoleinwand zu sehen ist, kehrt sie regelmässig auf den Fernsehbildschirm zurück und übernimmt Gastrollen in Fernsehserien wie 30 Rock (2008) und Cougar Town - 40 ist das neue 20 (2010). Für ihren Gastauftritt bei 30 Rock wurde Aniston 2009 für einen Emmy nominiert.
Filmkarriere
Parallel zu den Dreharbeiten von Friends begann Aniston, ihre Kinokarriere voranzutreiben. In der romantischen Komödie Café Blue Eyes - Schlafloses Verlangen (1996) spielte sie in einer Nebenrolle an der Seite von Ione Skye die Kellnerin Allison, die von einer Karriere in Hollywood träumt. Der San Francisco Chronicle würdigte Anistons "charmante Darstellung", insgesamt erwies sich der Film jedoch als Misserfolg bei Kritikern und Kinogängern. Im gleichen Jahr erschien sie neben Cameron Diaz und Edward Burns in dem Film She's the One. Die New York Times lobte ihre Darstellung der verlassenen Ehefrau Renée als "professionell und wundervoll komisch". In Der gebuchte Mann (1997) spielte Aniston an der Seite von Kevin Bacon und Jay Mohr. Die New York Times schrieb: "Aniston in Bestform, sie erinnert an die junge Barbra Streisand in Is' was, Doc?" und laut Time Out Magazine habe die Schauspielerin die seltene Gabe, das Publikum auch dann für sich zu gewinnen, wenn das Filmmaterial alles andere als überzeugend sei. Für den Film erhielt Aniston eine Gage von 2.000.000 US-Dollar. Danach übernahm sie eine kleinere Rolle in dem Film Zwei Singles in L.A. (1997) mit Jeanne Tripplehorn und Sarah Jessica Parker in den Hauptrollen. In ihrem nächsten Kinofilm Liebe in jeder Beziehung (1998) spielte Aniston erstmals an der Seite von Paul Rudd, der später auch eine Nebenrolle bei Friends übernahm. Die Komödie erhielt gemischte Kritiken, durchweg gelobt wurde aber die Chemie der beiden Hauptdarsteller.
Nach dieser Reihe von romantischen Komödien, spielte Aniston 1999 in der von Kritikern gelobten, satirisch anmutenden Komödie Alles Routine. Während der Film an den Kinokassen gerade mal seine Produktionskosten von 10 Millionen US-Dollar einspielen konnte, entwickelte er sich nach der Veröffentlichung auf DVD zum Kultfilm. In dem Musikfilm-Drama Rock Star (2001) spielte Aniston an der Seite von Mark Wahlberg Emily Poule, die Managerin einer Rockband und Freundin deren Leadsängers. Variety schrieb: "Anistons überzeugende Darbietung ist beachtlich, auch wenn die Rolle nicht viel abverlangt." Ihre Gage für Rock Star betrug 3.000.000 US-Dollar.
Mit dem Independentfilm The Good Girl (2002) hatte Aniston schliesslich einen ersten künstlerischen Erfolg, der ihr Nominierungen für den Satellite Award und den Independent Spirit Award als beste Hauptdarstellerin einbrachte. Viele Kritiker halten Anistons Darstellung der Justine Last bis heute für ihre beste Rolle und den ersten vielversprechenden Grundstein ihrer Filmkarriere. Der finanzielle Erfolg kam 2003 mit der Komödie Bruce Allmächtig an der Seite von Jim Carrey: Der Film spielte weltweit 484,6 Millionen US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie … und dann kam Polly (2004) mit Ben Stiller, war ebenfalls ein Hit an den Kinokassen und Aniston erhielt für die Titelrolle eine Gage von 5.000.000 US-Dollar. Die Dreharbeiten der beiden Erfolgskomödien überschnitten sich und Aniston drehte ausserdem noch Friends, so dass die Schauspielerin kurze Zeit parallel für drei Projekte vor der Kamera stand.
In dem Thriller Entgleist (2005) spielte Aniston deutlich gegen ihr "Romantic-Comedy-Image" an und verkörperte eine geheimnisvolle Fremde, die später zum Opfer einer Vergewaltigung wird. Dieser Rollenwechsel vermochte die Kritiker jedoch nicht zu überzeugen. Reelviews meinte: "Jennifer Aniston ist als Femme Fatale fehlbesetzt. Die Rolle verlangt mehr, als die Schauspielerin in der Lage ist, zu geben." Der San Francisco Chronicle schrieb: "Aniston liefert eine farblose Imitation einer Femme Fatale. Auf der grossen Leinwand fehlt ihr das Selbstvertrauen, um ihr schauspielerisches Repertoire über die Grenze von ‚süss und keck‘ zu erweitern." In Wo die Liebe hinfällt … (2005) stand Aniston mit Mark Ruffalo, Kevin Costner, Kathy Bates, Mena Suvari und Shirley MacLaine vor der Kamera. Der rein fiktive Film handelt von einer jungen Frau (Aniston), die entdeckt, dass ihre Familiengeschichte die Vorlage für den Roman und den Film Die Reifeprüfung war. Der Erfolg bei Kritikern und an den Kinokassen blieb aus, Aniston erhielt für den Film aber eine Gage von 8.000.000 US-Dollar.
Im Januar 2005 begannen die Dreharbeiten zum Independentfilm Freunde mit Geld von Regisseurin Nicole Holofcener in Los Angeles. Da kurz zuvor die Trennung von Aniston und ihrem Ehemann Brad Pitt bekannt geworden war, wurde das Filmset von Paparazzi belagert, was die Dreharbeiten erheblich erschwerte. Freunde mit Geld lief als Eröffnungsfilm beim Sundance Film Festival 2006 und Aniston verkörpert darin Olivia, eine unentschlossene Frau Ende 30, die gerade ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben hat, um sich ihren Lebensunterhalt als Putzfrau zu verdienen - eine Entscheidung, die ihr wohlhabender Freundeskreis nicht nachvollziehen kann. Aniston und ihre Co-Stars Catherine Keener, Frances McDormand und Joan Cusack ernteten für ihre Zusammenarbeit grosses Lob von Kritikern.
Ihren nächsten grossen Kinohit feierte Aniston an der Seite von Vince Vaughn in der Komödie Trennung mit Hindernissen (2006), die weltweit knapp über 200 Millionen US-Dollar einspielte. Marley & Ich (2008) war dann mit einem weltweiten Einspielergebnis von 242,7 Millionen US-Dollar sogar noch erfolgreicher. Für beide Filme erhielt die Schauspielerin eine Gage von je 8.000.000 US-Dollar. Mit Er steht einfach nicht auf Dich (2009) war Aniston ebenfalls an der Kinokasse erfolgreich. Als nächstes spielte Aniston an der Seite von Aaron Eckhart in Love Happens (2009), übernahm die weibliche Hauptrolle in Der Kautions-Cop (2010) mit Gerard Butler und drehte gemeinsam mit Jason Bateman die Komödie Umständlich verliebt (2010). Alle drei Filme lockten nur mässig viele Kinobesucher an und vermochten auch die Mehrzahl der Filmkritiker nicht zu überzeugen. Ein internationaler Kinohit wurde hingegen die Komödie Meine erfundene Frau (2011), die weltweit über 214,9 Millionen US-Dollar einspielte und Aniston bekam erstmalig eine Filmgage im zweistelligen Millionenbereich, nämlich 10.000.000 US-Dollar.
Am 30. Juni 2011 fand im Grauman's Chinese Theatre in Hollywood die Weltpremiere von Horrible Bosses statt. In dem Film spielt Aniston Dr. Julia Harris, eine nymphomanische Zahnärztin, die ihren Assistenten Dale (Charlie Day) solange sexuell belästigt und erpresst, bis dieser sich dazu entschliesst, sie ermorden zu lassen. Regisseur Seth Gordon hatte Aniston von Anfang an für diese Rolle im Sinn: "Bereits beim ersten Lesen des Manuskripts, stellte ich sie mir in der Rolle vor […] Ich wusste immer, dass sie grosses komödiantisches Talent hat, aber ich hatte immer das Gefühl, dass noch mehr in ihr steckt, als sie in ihren bisherigen Rollen zeigen konnte. Aniston sah das Angebot ebenfalls als eine willkommene Abwechslung zu den üblicherweise von ihr verkörperten Charakteren. "Diese Art von Rollen bekomme ich normalerweise nicht angeboten," erklärte sie. "Für mich stellte sich nie die Frage, ob ich die Rolle übernehmen würde, sondern nur wann." Aniston erhielt für die Rolle 6.000.000 US-Dollar. Kinostart in den USA war am 8. Juli 2011. In Deutschland lief die Komödie unter dem Titel Kill the Boss am 1. September 2011 an.
In den USA erscheint am 24. Februar 2012 ausserdem der Film Wanderlust. Aniston und Paul Rudd spielen darin ein New Yorker Pärchen, das sich das teure Leben Manhattans nicht länger leisten kann und daraufhin einer Hippie-Kommune anschliesst. Wann und unter welchem Titel der Film in Deutschland veröffentlicht wird, ist noch unbekannt.
Bislang haben Anistons Filme weltweit eine Gesamtsumme von über zwei Milliarden US-Dollar eingespielt, die Hälfte davon allein in den USA.
Sonstige Projekte
1994 drehte Aniston gemeinsam mit ihrem damaligen Friends-Kollegen Matthew Perry einen ca. 30-minütigen Werbefilm für Microsoft, in dem sie das damals neu erscheinende Betriebssystem Windows 95 vorstellten.
1996 spielte Aniston im Musikvideo zu dem Song Walls von Tom Petty and the Heartbreakers mit. 2001 trat sie in Melissa Etheridges Video zu I Want To Be In Love auf. Zudem ist Aniston gemeinsam mit den übrigen Friends-Hauptdarstellern im Musikvideo des Sitcom-Titelsongs I'll Be There For You von The Rembrandts zu sehen.
Gemeinsam mit Brad Grey, dem heutigen Geschäftsführer von Paramount Pictures und ihrem damaligen Ehemann Brad Pitt gründete Aniston im Jahr 2003 die Filmproduktionsgesellschaft Plan B Entertainment. Das Unternehmen beteiligte sich an der Produktion von Blockbustern wie Troja (2004) und Charlie und die Schokoladenfabrik (2005). Nachdem die Ehe der beiden Schauspieler im Oktober 2005 geschieden wurde, zog sich Aniston aus der Firma zurück und Brad Pitt übernahm ihre Gesellschaftsanteile. Aniston begründete ihre Entscheidung damit, dass sie sich künftig lieber der Produktion kleinerer Filme widmen wolle. Zu diesem Zweck gründete Aniston im April 2008 zusammen mit Kristin Hahn eine eigene Produktionsfirma. Mit Echo Films wolle man greifbare Geschichten über Menschen mit ihren Sorgen und Herausforderungen im Alltag auf die Leinwand bringen und Ideen und Erfahrungen wiedergeben, die alle angingen, erklärte Aniston in einer Stellungnahme zur Unternehmensgründung. Zu den bislang realisierten Filmprojekten gehört die Komödie Umständlich verliebt (2010).
2006 führte Jennifer Aniston erstmalig Regie bei dem Kurzfilm Room 10 mit Robin Wright Penn und Kris Kristofferson in den Hauptrollen. Das Regiedebüt der Schauspielerin wurde beim CineVegas International Film Festival mit dem Jury-Preis für den besten Kurzfilm ausgezeichnet. 2011 führte die Schauspielerin Regie bei einem von insgesamt fünf Kurzfilmen im Rahmen des Project Five des US-amerikanischen Fernsehsenders Lifetime Television. Das Projekt befasst sich mit dem Thema Brustkrebs und seinen Auswirkungen auf die Betroffenen. Die Hauptrollen in Anistons Kurzfilm spielen Patricia Clarkson und Jeanne Tripplehorn. Der Kurzfilm wurde erstmalig im Oktober 2011 ausgestrahlt.
Seit 2007 ist Aniston das Gesicht der Werbekampagne für Glacéaus smartwater. Als Teil der Kampagne wurde am 7. März 2011 das Video Jennifer Aniston Goes Viral (zu deutsch: Jennifer Aniston landet einen Riesenhit) auf YouTube veröffentlicht und bereits über 9,5 Millionen Mal von den Nutzern des Internet-Videoportals aufgerufen.
2010 brachte die Schauspielerin ihr erstes Parfum Jennifer Aniston auf den Markt.
Im November 2010 trat Aniston als Überraschungsgast bei den 24 Hour Plays am Broadway in New York auf. Sie spielte in dem Stück The Bitch Downstairs an der Seite von Kyra Sedgwick und Sam Rockwell den Geist eines verstorbenen Hundes. Es war bereits ihre dritte Teilnahme an dem jährlichen Theatermarathon: 2006 hatte sie einen Auftritt in dem Stück Three Girls and Bob und 2009 stand sie gemeinsam mit Brooke Shields in Ramen Noodle auf der Bühne. Im Juni 2011 wurden die 24 Hour Plays erstmals in Los Angeles aufgeführt, auch dieses Mal war Aniston Teil des Ensembles.
Soziales Engagement
Jennifer Aniston engagiert sich für zahlreiche soziale Projekte. Seit Jahren unterstützt sie die Öffentlichkeits- und Spendenkampagne des St. Jude Children's Research Hospitals und setzt sich für die Wohltätigkeitsorganisation Friends of El Faro ein, welche Spenden für ein mexikanisches Waisenhaus in Tijuana sammelt.
2004 liess sich Aniston von Bryan Adams für den Bildband American Women ablichten. Neben Aniston fotografierte der Musiker auch andere berühmte und erfolgreiche Amerikanerinnen wie Hillary Rodham Clinton, Gwyneth Paltrow und Hilary Swank. Das Buch erschien im Juni 2005 und sein Erlös ging an Einrichtungen, die sich mit der Aufklärung und Bekämpfung von Brustkrebs befassen.
Für die Förderung der Sichtbarkeit und des Verständnisses der LGBT-Gemeinschaft (Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender) wurde Aniston 2007 bei den GLAAD Media Awards mit dem Vanguard Award ausgezeichnet
Im Mai 2008 drehte Aniston zusammen mit Woody Harrelson im Rahmen der Kampagne Burma, It Can't Wait einen Kurzfilm, um auf die Menschenrechtssituation in Myanmar aufmerksam zu machen.
Am 5. September 2008 trat Aniston bei der Stand Up to Cancer-Show auf, um gemeinsam mit anderen Persönlichkeiten aus der Unterhaltungsindustrie Spenden zur Unterstützung der Krebsforschung zu sammeln.
2009 wirkte Aniston als Erzählerin bei der Vertonung der Kinderbücher Loukoumi's Good Deeds (zu deutsch: Loukoumis gute Taten) und Loukoumi's Gift (zu deutsch: Loukoumis Geschenk) von Nick Katsoris mit. Neben Aniston beteiligten sich auch ihr Vater John Aniston, Oscar-Preisträgerin Olympia Dukakis und Sängerin Gloria Gaynor an der Hörspielproduktion. Ein Teil der Verkaufseinnahmen ging an ein Kinderkrankenhaus.
Nach dem Erdbeben in Haiti 2010 spendete Aniston 500.000 US-Dollar an die Wohltätigkeitsorganisationen Ärzte ohne Grenzen, Partners in Health und AmeriCares, um den Opfern der Katastrophe zu helfen. Ausserdem unterstützte sie den Spendenmarathon der Benefizgala Hope for Haiti Now, indem sie mit anderen Prominenten Spendenanrufe entgegennahm.
2010 unterstützte Aniston gemeinsam mit Ben Stiller, Courteney Cox, Woody Harrelson und anderen Hollywood-Stars die Kampagne The Cove PS: My Friend is… zum Schutz von Delfinen.
Privatleben
Von 1995 bis 1998 war Aniston mit dem Schauspieler Tate Donovan liiert. Das Paar stand 1998 für einige Friends-Folgen gemeinsam vor der Kamera: in der vierten Staffel spielte Donovan Joshua, den Freund von Rachel alias Aniston.
Im Frühjahr 1998 lernte die Schauspielerin Brad Pitt kennen und heiratete ihn am 29. Juli 2000. Während der Ehe hatte auch Pitt einen Gastauftritt bei Friends. 2001 spielte er in Staffel 8 in der Folge Der Hass-Club ironischerweise die Rolle eines alten Schulkameraden, der Anistons Seriencharakter auf den Tod nicht ausstehen kann. Im realen Leben gab das Paar am 7. Januar 2005 seine Trennung bekannt und Aniston reichte am 25. März 2005 wegen "unüberbrückbarer Differenzen" die Scheidung ein. Die Ehe wurde am 2. Oktober 2005 rechtskräftig geschieden.
Während der Dreharbeiten zu Trennung mit Hindernissen im Sommer 2005 wurden Aniston und ihr Filmpartner Vince Vaughn ein Paar; die Beziehung hielt bis Dezember 2006. Von Frühjahr 2008 bis März 2009 war die Schauspielerin mit dem Sänger John Mayer liiert.
Seit Anfang Juni 2011 zeigt sich Aniston offiziell an der Seite des Schauspielers und Drehbuchautors Justin Theroux. Das Paar lernte sich im Herbst 2010 bei den Dreharbeiten zum Film Wanderlust kennen.
Aniston ist die Patentante der Tochter von Courteney Cox Arquette und David Arquette.
[<<]Dieser Text basiert auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Bild: Angela George at http://flickr.com/photos/sharongraphics/