Goran Bregović (* 22. März 1950 in Sarajevo, SR Bosnien und Herzegowina, Jugoslawien) ist ein Musiker und Komponist.
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Goran Bregović (* 22. März 1950 in Sarajevo, SR Bosnien und Herzegowina, Jugoslawien) ist ein Musiker und Komponist.
Bregović, dessen Familie verschiedene ethnische Hintergründe hat (Vater Kroate, Mutter Serbin), sieht sich selbst als Jugoslawe. Nachdem er seit Anfang der 1990er in Belgrad und Paris lebte, hat er sich im Juli 2011 dazu entschlossen, mit seiner Frau und seinen Kindern in seine Heimatstadt Sarajevo zu ziehen..
Bregović begann seine Musikkarriere als 16-jähriger Bassist 1966 in der Amateurband Beštije in Sarajevo. 1974 gehörte er zu den Gründern der erfolgreichsten Rockband des ehemaligen Jugoslawien, Bijelo Dugme (weisser Knopf), die bis zu ihrer Auflösung 1988 zahlreiche Hits hatte und auch über die Grenzen des ehemaligen Jugoslawien hinaus, so z. B. im damaligen Ostblock, populär war.
International bekannt wurde er allerdings als Komponist von Filmmusik. Seinen ersten Soundtrack lieferte er 1978 für den Film Nije Nego von Mića Milošević. Weltberühmt ist seine Musik durch die Filme von Emir Kusturica geworden.
Für den Eurovision Song Contest im Jahre 2010 schrieb Bregović den Song Ovo je Balkan (Dies ist der Balkan) für den serbischen Teilnehmer Milan Stankovic. Im Finale belegte der Song den 13. Platz. Stankovic nahm von dem Lied auch eine spanische Version, unter dem Titel Balkaneros, auf, die Bregović im folgenden Jahr mit den Gipsy Kings noch einmal einspielte.
Filmographie
Zu folgenden Filmen komponierte Goran Bregović die Musik:
- 1988 - Die Zeit der Zigeuner - Regie: Emir Kusturica
- 1989 - Kuduz - Regie: Ademir Kenović
- 1990 - Gluvi barut - Regie: Bahrudin Čengić
- 1991 - Das Serbische Mädchen - Regie: Peter Sehr (mit Mirjana Joković und Ben Becker)
- 1991 - Mala - Regie: Predrag Antonijević (mit Mirjana Joković)
- 1991 - Caruga - Regie: Rajko Grlić
- 1993 - Arizona Dream (zusammen mit Iggy Pop) - Regie: Emir Kusturica (mit Johnny Depp, Faye Dunaway, Lili Taylor und Jerry Lewis)
- 1993 - Toxic Affair - Regie: Philoméne Esposito (mit Isabelle Adjani)
- 1993 - La Nuit sacrée - Regie: Nicolas Klotz
- 1993 - La Nombril du monde - Regie: Ariel Zeitoun
- 1994 - Die Bartholomäusnacht - Regie: Patrice Chéreau (mit Isabelle Adjani, Daniel Auteuil und Virna Lisi)
- 1995 - Underground - Regie: Emir Kusturica (mit Miki Manojlović, Lazar Ristovski, Mirjana Joković und Ernst Stötzner)
- 1997 - The Cook in Love - Regie: Nana Dschordschadse (mit Pierre Richard)
- 1997 - Der Schlangenkuss - Regie: Philippe Rousselot (mit Ewan McGregor, Greta Scacchi und Pete Postlethwaite)
- 1997 - XXL - Regie: Ariel Zeitoun (mit Gérard Depardieu, Elsa Zylberstein und Gina Lollobrigida)
- 1998 - Zug des Lebens - Regie: Radu Mihaileanu
- 1999 - The Lost Son - Regie: Chris Menges (mit Daniel Auteuil und Nastassja Kinski)
- 1999 - Tuvalu - Regie: Veit Helmer
- 2000 - 27 Missing Kisses - Regie: Nana Dschordschadse (mit Nutsa Kukhianidze und Pierre Richard)
- 2000 - Je li jasno prijatelju? - Regie: Dejan Ačimović
- 2002 - Music for Weddings and Funerals - Regie: Unni Straume (norwegische Produktion mit Bregović und Band als Darsteller)
- 2007 - Fly by Rossinant - Regie: Jacky Stoév
- 2008 - Mustafa - Regie: Can Dündar (Dokumentarfilm über Atatürk)
- 2011 - Байконур/Baikonur - Regie: Veit Helmer
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