David Carradine [Kærradi:n] (* 8. Dezember 1936 in Hollywood, Kalifornien; + 3. Juni 2009 in Bangkok, Thailand; eigentlich John Arthur Carradine) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Darüber hinaus war er auch als Regisseur und Produzent tätig.
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David Carradine [Kærradi:n] (* 8. Dezember 1936 in Hollywood, Kalifornien; + 3. Juni 2009 in Bangkok, Thailand; eigentlich John Arthur Carradine) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Darüber hinaus war er auch als Regisseur und Produzent tätig.
Leben
Carradine war der Sohn des Schauspielers John Carradine und von Abigail Carradine. Er war der Bruder von Bruce Carradine und Halbbruder von Keith und Robert Carradine, die ebenfalls Schauspieler waren oder sind.
Nach einer bewegten Jugendzeit - Carradine war in verschiedenen Internaten und Besserungsanstalten und "sammelte" nach eigenem Bekunden Jugendstrafen - studierte er zunächst an der San Francisco State University Musiktheorie und Komposition. In der Shakespeare-Theatergruppe der Universität entdeckte er sein Interesse an der Schauspielerei. Dem Studium folgte ein zweijähriger Militärdienst. Danach kam es ab 1963 zu Gastauftritten in verschiedenen US-amerikanischen Fernsehserien.
Carradines bekannteste Rolle war die des Kwai Chang Caine in der 70er-Jahre-Fernsehserie Kung Fu. In der Nachfolgeserie Kung Fu: Im Zeichen des Drachen aus den 1990ern spielte Carradine die Rolle von Kwai Chang Caines gleichnamigem Enkel, der nach langer Trennung seinem Sohn Peter wiederbegegnet. In der Serie Fackeln im Sturm verkörperte er in den 1980er Jahren den Südstaaten-Bösewicht Justin LaMotte.
Er spielte auch in verschiedenen Kino-Produktionen mit, so zum Beispiel die Hauptrolle in Ingmar Bergmans Das Schlangenei, die Titelrolle in Quentin Tarantinos Kill Bill 1 und Kill Bill 2 und als Gegenspieler von Chuck Norris in McQuade, der Wolf (1983). Eine weitere Hauptrolle hatte er 1976 in Dieses Land ist mein Land, einer Verfilmung der Biografie Woody Guthries und im Roadmovie "Cannonball".
David Carradine führte bei drei Kinofilmen (You and Me, Mata Hari, Americana) und einigen Episoden von zwei Fernsehserien Kung Fu und Lizzie McGuire in der sein Halbbruder Robert Carradine Sam McGuire spielte, Regie.
Neben der Schauspielerei widmete er sich gelegentlich dem Schreiben. Von seinen drei Werken ist Spirit of Shaolin - Eine Kung-Fu-Philosophie im Jahr 2006 als erstes auf Deutsch erschienen. Nur im amerikanischen Original gab es bis zuletzt seine Autobiografie Endless Highway sowie das The Kill Bill Diary.
David Carradine setzte sich für den Umweltschutz ein und unterstützte die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd bei ihrem Kampf gegen die Robbenjagd und den Walfang.
Am 4. Juni 2009 wurde David Carradine tot in einem Hotelzimmer in Bangkok aufgefunden. Wie in einem am 3. Juli 2009 von der Associated Press veröffentlichten Artikel beschrieben, gehen Experten bei seinem Tod von einem Unfall während eines autoerotischen Erstickungsspiels aus. Nach Angaben seines Managers hielt sich Carradine zu Dreharbeiten für den Film Stretch des französischen Regisseurs Charles de Meaux in Thailand auf.
Carradine wurde am 13. Juni 2009 auf dem Forest-Lawn-Friedhof in Hollywood beigesetzt.
Carradines deutschsprachiger Synchronsprecher war zumeist Frank Glaubrecht.
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