Claudia Cardinale (* 15. April 1938 in Tunis, Tunesien; geborene Claude Joséphine Rose Cardinale) ist eine italienische Schauspielerin. Sie gilt neben Sophia Loren und Gina Lollobrigida als die herausragende italienische Film-Diva.
[>>]Quelle: Wikipedia
Claudia Cardinale (* 15. April 1938 in Tunis, Tunesien; geborene Claude Joséphine Rose Cardinale) ist eine italienische Schauspielerin. Sie gilt neben Sophia Loren und Gina Lollobrigida als die herausragende italienische Film-Diva.
Leben und Werk
Ihre Mutter war eine Nachfahrin von sizilianischen Auswanderern, ihr Vater stammte ebenfalls aus Sizilien. Ihre Muttersprachen waren tunesisches Arabisch und Französisch. Italienisch konnte sie bis zu ihrem 16. Lebensjahr nur in Form des sizilianischen Dialekts ihrer Eltern.
Im Jahr 1957 gewann sie einen Schönheitswettbewerb (Most Beautiful Italian Girl) in Tunis. Der Preis war eine Reise zu den Filmfestspielen in Venedig, die ihr Leben vollkommen verändern sollte. Sie zog nach Rom und begann ein Studium am Centro Sperimentale di Cinematografia. Im selben Jahr wurde sie von dem italienischen Filmproduzenten Franco Cristaldi entdeckt.
Ihr Leinwanddebüt hatte sie in dem Film Goha (1958) an der Seite von Omar Sharif. Sie spielte weitere kleinere Rollen (u.a. in Wind des Südens, Fiasco in Milan und Bel Antonio), bis ihr 1962 mit dem Film Senilita der Durchbruch gelang. 1964 verbuchte sie mit der Rolle der Toni Alfredo in dem US-amerikanischen Film Circus-Welt auch internationalen Erfolg. In Anlehnung an das Kürzel BB (für Brigitte Bardot) nannte man sie in den Medien von nun an CC. Nun spielte sie nur noch Hauptrollen, unter anderem in so legendären Filmen wie 8½ von Federico Fellini oder Spiel mir das Lied vom Tod von Sergio Leone. Auf der Berlinale 2002 erhielt sie den Goldenen Bären für ihr Lebenswerk.
Claudia Cardinale war zweimal verheiratet in erster Ehe mit dem italienischen Filmproduzenten Franco Cristaldi (1966-1975) und später mit dem italienischen Regisseur Pasquale Squitieri. Aus der zweiten Ehe ging Tochter Claudia hervor. Ihr Sohn Patrick, heute Schmuckdesigner in New York, entstammt einer vorehelichen Beziehung (welche ihren eigenen Angaben zufolge eine Vergewaltigung war) der damals 18-Jährigen in Tunis (die Filmgesellschaft hatte sie über Jahre gezwungen, den Sohn zu verleugnen).
2005 veröffentlichte sie ihre Memoiren unter dem Titel Mes étoiles (deutsch: "Meine Sterne", 2006).
[<<]Dieser Text basiert auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Bild: Manfred Werner - Tsui