Abbas Kiarostami (persisch عباس كيارستمى; * 22. Juni 1940 in Teheran) ist ein iranischer Drehbuchautor, Filmregisseur und Lyriker. Er gilt als einer der bedeutendsten und bekanntesten Regisseure des iranischen Filmes.
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Abbas Kiarostami (persisch عباس كيارستمى; * 22. Juni 1940 in Teheran) ist ein iranischer Drehbuchautor, Filmregisseur und Lyriker. Er gilt als einer der bedeutendsten und bekanntesten Regisseure des iranischen Filmes.
- 1970: Kiarostami dreht seinen ersten Kurzfilm Nan va Kutcheh (Brot und Gasse) .
- 1974: Der erste vollwertige Spielfilm Mossafer.
- Ende der 1980er Jahre wurde Kiarostami durch seinen Film Wo ist das Haus meines Freundes? auch international bekannt.
- 1997: Internationale Filmfestspiele von Cannes: Goldene Palme für seinen Film Der Geschmack der Kirsche
- 1999: Filmfestspiele von Venedig: Verschiedene Auszeichnungen für seinen Film Der Wind wird uns tragen
Zu den Filmen
Kiarostamis Filme zeigen den Einfluss von Tati, Rossellini und Bresson. Er dreht meist ohne konkretes Drehbuch. Unter Filmemachern werden vor allem Kiarostamis Fähigkeiten im Umgang mit Kindern und Laiendarstellern gelobt. Wichtig ist sein Werk aber besonders, weil er die soziale Stellung des Kinos und des Regisseurs sowie die realen Beziehungen zwischen Film(kamera) und Objekt zu Themen seiner Filme macht. Das Resultat ist ein Metakino, das zwischen Dokumentation und Fiktion oszilliert. Die Filme scheinen bemüht, ihre Künstlichkeit und Konstruiertheit sichtbar zu machen. Die Grenzen der Möglichkeiten des Kinos werden ausgelotet und oft schliesslich doch in einem transzendentalen Akt scheinbar überschritten.
Kiarostamis Ansehen beruht im Wesentlichen auf der Würdigung anderer Filmregisseure. So wird etwa Jean-Luc Godard das Zitat zugeschrieben: "Der Film beginnt mit D. W. Griffith und endet mit Abbas Kiarostami." Und Martin Scorsese beschreibt Kiarostami als "Repräsentanten des höchsten künstlerischen Niveaus im Kino". Einem breiteren Publikum sind Kiarostamis Filme aber bis heute noch unbekannt. Das Werk des iranischen Regisseurs Abbas Kiarostami ist in einer engen Beziehung zur iranischen bzw. Persischen Lyrik zu erschliessen.
Die Persische Literatur hat sich hauptsächlich durch die Lyrik tradiert und funktionierte im Laufe der Geschichte als Träger der nationalen Identität der Iraner. Lyrik war unter den historischen Umständen die einzige mögliche Kunst nach der Islamisierung des Landes am siebten Jahrhundert. Kiarostami baut seine Dramaturgie auf dieser poetischen Basis, um seine eigene Poesie zu erzählen. Eine Poesie, die nicht die Verfilmung der Poesie, sondern Poesie des modernen Kinos erzählt. So kann man sein Kino in einem Genre unterordnen, das eine Mischung der Abendländlichen- und Morgenländlichenkulturen innehat. Im Unterschied zum poetischen Kino erzählt dies Genre "Kino-Poesie" nicht nur vom realen Leben, sondern selbst die Bilder auf der Leinwand leben. Als ob das Publikum dies Kino auf der Leinwand lebt. In diesem Zusammenhang präsentieren die Bilder die moderne Philosophie des Kinos auf der Leinwand, dass das Kino die Realität sei. Drei Werke von ihm: Wo ist das Haus meines Freundes, Das Leben geht weiter (Das leben und nichts mehr) und Quer durch den Olivenhain, die als Trilogie bekannt sind, zeigen Musterhaft die Entwicklung seines Kinos.
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